Rom

Teure Papst-Seligsprechung

4. Mai 2011, 17:18

Streit ums Geld: Pilger-Spektakel kostete Rom Millionen

Katerstimmung nach dem Jubel: Wenige Tage nach der Seligsprechung Johannes Pauls II. streitet man in Rom über die Kosten des Mega-Events. Roms Bürgermeister Gianni Alemanno bezifferte die Ausgaben der Stadtverwaltung auf 4,6 Millionen Euro. Das päpstliche Pilgerzentrum steuerte 370.000 Euro bei. Dessen Präsident, Monsignore Liberio Andreatta, hatte zuvor versichert, der Vatikan wolle mit der Feier "die öffentlichen Bilanzen nicht belasten."

Alemanno hat nun die Regierung ersucht, den Fehlbetrag abzudecken. Für die problematische Haushaltslage Roms sei die Summe "entschieden zu hoch" . Der Bürgermeister kritisierte das Understatement des Vatikans: "Offizielle Schätzungen bezifferten die Besucherzahl auf 300.000. In Wirklichkeit kamen fünfmal so viele."

Alemanno legte eine detaillierte Rechnung vor. Demnach wurden 250 Tonnen zusätzlicher Müll beseitigt und zwei Millionen Flaschen Mineralwasser verteilt. 1900 Ärzte und Sanitäter behandelten in mobilen Stationen 2300 Pilger. 2500 Stadtpolizisten, 2000 Polizeibeamte und 1400 Carabinieri waren im Einsatz. Die städtischen Verkehrsbetriebe absolvierten über 17.500 Fahrten - ein Drittel mehr als sonst. Die Unterbringung von Pilgern in Zeltstädten kostete 1,99 Millionen Euro.

Rätsel um Sponsorengelder

Rätselhaft bleibt, wohin die Gelder der von Monsignore Andreatta aufgezählten Sponsoren geflossen sind - darunter Banken, Großunternehmen wie der Ölkonzern ENI und die italienische Post. Die Diözese Rom als offizielle Veranstalterin gab sich wortkarg: "Wir wollen zu den Polemiken keinen Kommentar abgeben." (Gerhard Mumelter aus Rom/DER STANDARD, Printausgabe, 6.5.2011)

 

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Phoenixx
 
00
26.9.2011, 08:53
Business as usual

Geschäfte laufen immer auf Kosten der Allgemeinheit.
Viele geben, einer nimmt.
Viele verhungern, einige wenige werden feist.

Pyotr Alexeyevich
00
19.6.2011, 16:48
You gotta spend money to make money...

Hansi123
00

Die Frage ist doch, warum so viele Menschen zu einer Veranstaltung gehen wo ein paar worte von einem alten gesprochen werden und dafür auch noch eintritt bezahlen

Quasis Herr Karl
11
Das päpstliche Pilgerzentrum steuerte 370.000 Euro bei.

Den missbrauchten Kindern in katholischen Erziehungsanstalten wäre diese Summe besser zugestanden. Aber da es keine Heiligen und Seligen sind/waren, sondern eh nur G'fraster denen man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollte... .

Süffisant
01
Ja haben die nicht wie bei jeder Messe...

...das Körberl herumreichen lassen?

WAKU
05
ganz einfach

neue Steuer einführen,- wollen Sie jemanden Seeligsprechenlassen? - bitte 5 Mio.€ Vorauszahlung.
Sie wollen einen neuen Heiligen? gern - macht 10 Mio.
Weitere Ehrentitel auf Anfrage...

buena1vista1
01
Warum????

mussten 2500 Pilger behandelt werden? Ist ihnen der heilige Geist erschienen?

Und warum müssen die Menschen soviel Dreck machen??? Verstehe ich auch nicht ...

entenfutallesgut
00
das arme Rom

erst stiehlt man ihnen die Münzen aus dem Trevibrunnen und jetzt auch noch 250 Tonnen Müll. Da muß man dringend die Hand aufhalten als gelernter Italiener.

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
23

Nachdem es immer noch genug Würschteln gibt die brav an die Kirche zahlen und noch dazu noch genug Reserven vom jahrhundertelangen Ausplündern der Gesellschaft da sind, können sie es sich ja leisten.

mannaschnitte
21
"1900 Ärzte und Sanitäter behandelten in mobilen Stationen 2300 Pilger"

;))))))))))
statistisch gesehen: 1,21 zu versorgende pilger je arzt oder sanitäter

a ad - das kann man auch anders sehen
01

Ja, ist ja auch alles gut gegangen. Massenpanik auch nur in einem Teilbereich, besonder heißes Wetteer, Probleme mit der Wasserversorgung oä, und schon hätte die Lage anders ausgesehen.

muppetbasher
00
Das Zeremoniell: Eine perfekte Inszenierung!

Oscarverdächtig, irgendwie halt.

Enrico Furioso
013
naja, was der Bürgermeister in seiner Rechnung

außen vor lässt: dieses Mega-Event war für die Stadt bzw. deren Wirtschaft ein Bombengeschäft. Rom war eine ganze Woche praktisch ausgebucht, vom billigen Zimmer bis zum Nobelquartier. Wäre interessant zu wissen, was die Umwegrentabilität der ganzen Geschichte für Rom und Umgebung war.

boris2
12
Die Gewinne gehen an den Staat Italien,

Die Drecksarbeit muß die Gemeinde Rom machen

Horst Holzinger
53

1. Schlafen in Zelten
2. Für Verpflegung haben sie auch nichts ausgegeben, wie wir wissen: Mit einem Brotkorb und Fischen wurden alle Menschen ernährt und die Körbe und Fische gingen nie aus.
http://www.kapf-live.de/kapf2000/... ma/05.html

Getrunken wurde ohnehin nur Weihwasser.

Wo sind also die Einnahmen?

red15rose1096
00
26.8.2011, 17:47

Der Sinn Ihres Kommentars ist mir fremd.
Wollte ich nur mal loswerden.

Bernhard Lassy2
 
34
und das alles für einen, der in jeder Deomkratie mit

ordentlicher Rechtsprechung im Gefängnis gesessen hätte.

http://blog.alm.at/2010/03/3... heuchelei/

Ich kenne vieles davon schon seit 1988, da Rainer Uthoff tol recherchiert hatte, und das Programm Tatort Vatikan auf der Bühne hatte.

Steinbock1959
510

Der Vatikan hat einen der größten Goldschätze der Welt und auch die halbe Stadt gehört ihm, also sollen sie sich ihre Großereignisse doch auch selber bezahlen.

Echinacea
211
christlicher wäre es, nach dem zu leben, was sie gelobt haben

und den Rest den Armen geben

la chiesa pontifica amen
188

Auch die Heilige Katholische Kirche kann nicht von imaginären Reichtümern, die ihr nur angedichtet werden, essen und trinken. Überdies stehen einer Veräußerung von anvertrautem Eigentum überaus viele schwerwiegende Verpflichtungen - auch im liturgischen Bereich, schließlich geht es letztlich auch um den aufopfernden Dienst an Gott! - entgegen. Im Übrigen sind die Kosten ein kostbares Argumentum pro ecclesia, denn es verdanken wohl nicht wenige hoffnungsuchende und in ihren Nöten bedrängte Menschen dieser Seligsprechung, dass sie sich nun mit viel mehr Vertrauen an Johannes Paul II. wenden können!

Quasis Herr Karl
15
Grün von mir :-))

Für die gelungene Satire.

Pefo
10

Denken Sie nicht, chiesa povera,

daß ein "bedrängter Mensch" nicht einfach zu Gott beten kann?

Wenn durch dieses Theater "mehr Vertrauen" entsteht, wäre es gleich besser, zum Vielgötterglauben auszuweichen und die Gottesdienste in angemieteten Theatersälen zu veranstalten.

fetter Bolzen (schmiergenippelt)
02
Gott ist groß und mächtig.

Man sieht den wahren Gott vor lauter Heiligen nicht mehr. (es dürfen weder Engel noch Heilige angebetet werden!)

dr. satanas
37
dass sie sich nun mit viel mehr Vertrauen an Johannes Paul II. wenden können!

häh?
ich dachte, der ist schon lange tot.

la chiesa pontifica amen
104

Wir dürfen davon ausgehen, dass auch (oder soll ich sagen: gerade auch!) der selige Johannes Paul II. das EWIGE LEBEN hat, das uns allen Jesus Christus durch seinen erlösenden Tod am Kreuz beim Vater vorwegnehmend erlitten und erwirkt hat. Von dem, den Sie hier etwas resignierend "tot" nennen, können wir, gestützt auf die in der Seligsprechung autoritativ geäusserte lehramtliche Einschätzung der Heiligen Katholischen Kirche, nun begründet annehmen, dass er die unschätzbar wertvolle huldvolle Aufmerksamkeit Gottes genießt: als seliger Fürsprecher, an den wir uns in der Not - und auch aus Dankbarkeit!!! - wenden können.

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