Sony jagt Datendiebe mit Computerdetektiven

4. Mai 2011, 16:49

Sony engagiert Data Forte, Guidance Software und Protiviti - In Kanada wird Sammelklage vorbereitet

Boston/New York - Sony will den wiederholten Diebstahl von Millionen Online-Kundendaten mit Hilfe externer Ermittler aufklären. Ziel sei es, die Hacker zu fassen sowie die Datenbanken und Netzwerke sicherer zu machen, erklärte der japanische Unterhaltungselektronikkonzern. Das Unternehmen muss sich allerdings wachsendem Druck erwehren. In den USA wurden Forderungen laut, dass die Regierung die Möglichkeit straf- und zivilrechtlicher Schritte gegen Sony prüfen solle. Eine Anwaltskanzlei in Kanada brachte eine Sammelklage über eine Milliarde Dollar auf den Weg, in der Sony eine Verletzung des Datenschutzes vorgeworfen wird.

Kooperation mit FBI

Wie der japanische Konzern am Dienstagabend mitteilte, sollen Experten des Computersicherheitsspezialisten Data Forte in dem Fall mit den Agenten der US-Bundespolizei FBI zusammenarbeiten, die bereits ermitteln. Zudem sollen Fachleute von Guidance Software und Protiviti Netzwerke und Computersysteme des Konzerns vor neuen Cyber-Angriffen schützen. Branchenexperten vermuten, dass die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard möglicherweise bereits ebenfalls Ermittler beauftragt haben.

Senator fordert vollständige Aufklärung

US-Senator Richard Blumenthal forderte Sony in einem Schreiben auf, Klarheit über die Zahl der gestohlenen Kreditkartendaten zu schaffen. Zudem müsse der Konzern genau darlegen, wann er was über den Datendiebstahl gewusst habe. Er werde Justizminister Eric Holder um eine Untersuchung bitten, ob Sony beim Umgang mit der Datenpanne nicht gegen das Gesetz verstoßen habe. Das Krisenmanagement des Konzerns steht schwer in der Kritik. Das Unternehmen wartete nach der Entdeckung des ersten großen Hacker-Angriffs auf sein Playstation-Netzwerk fast eine Woche lang ab, bevor es die Kunden über den möglichen Diebstahl ihrer Kreditkartennummern informierte.

Sammelklage

Datenschutz-Behörden in vielen Ländern haben bereits Ermittlungen dazu eingeleitet. Nun könnte auf Sony eine teure Klagewelle zurollen. Eine Sammelklage wurde am Dienstag in Toronto im Namen eines 21-Jährigen Playstation-Nutzers gestartet, wie die Anwaltskanzlei McPhadden Samac Tuovi LLP mitteilte. Der angepeilte Schadenersatz von einer Milliarde Dollar solle die Kosten für die Überwachung von Kreditkartengeschäften und die Betrugsversicherung abdecken.

100 Millionen Nutzer betroffen

Inzwischen sind insgesamt mehr als 100 Millionen Nutzer von den Hackerangriffen auf die Systeme des Elektronikriesen betroffen. Zunächst wurden Daten von 77 Millionen Nutzern des Online-Angebots der Spielekonsole Playstation gestohlen. Am Montag hatte der Konzern einräumen müssen, dass Hacker sich auch Zugang zu Daten von 25 Millionen Kunden des Online-Spiele-Angebots Sony Online Entertainment verschaffen konnten. Hier sind Spiele wie "EverQuest" im Angebot, die über das Internet auf dem PC gespielt werden können. Bei den Cyber-Angriffen könnten persönliche Daten und Kreditkartennummern gestohlen worden sein. Auch viele Deutsche sind betroffen, von denen die Eindringlinge nun möglicherweise die Kontonummern haben. (Reuters)

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Sony

Feisal das Scheusal
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Sony jagt Datendiebe mit Computerdetektiven

und der CIA schmökert in aller Seelenruhe in unseren Daten: Facbook, Google und Yahoo! laden den CIA zur öffentlichen Autorenlesung ein. Julian Assange enthüllt im Video-Interview die leiwande Schnittstelle für den CIA...

http://www.doppelklicker.de/Julian_As... 704.0.html

Taran Seven
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Die Kreditkartendaten aus dem Amazon Hack sind auch erst teils 9 Monate später missbraucht worden.

Also am besten Karte nach dem Kauf wieder rauslöschen...

eightiesmod
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Für jeden, den es interessiert.
Das Us-Repräsentantenhaus stellte Anfragen an Sony, und Sony hat darauf geantwortet.

Zum Nachlesen (Anfragen & Und die Antworten auf Englisch natürlich):

http://www.ps3hax.net/2011/05/s... entatives/

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