Neonazi-Seite

"alpen-donau.net" wirbt für Totengedenken mit Strache

4. Mai 2011, 14:33

Kritik von Grünen, SPÖ und Israelitischer Kultusgemeinde: "Unverschämte Provokation"

Am Sonntag jährt sich die Kapitulation Hitler-Deutschlands zum 66. Mal. Das rechte Lager versammelt sich zum alljährlich stattfindenden "Totengedenken" des Wiener Korporationsringes (WKR) am Wiener Heldenplatz. Auch heuer dürfte es wieder zu Gegendemonstrationen kommen. Von der Rampe der Wiener Universität soll der Fackelzug zur Krypta auf dem Heldenplatz gehen, hieß es vonseiten der Organisatoren. Dort soll schließlich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache reden. Auch die umstrittene Neonazi-Seite "alpen-donau.net" wirbt für die Veranstaltung.

Die Israelitische Kultusgemeinde kritisiert das Totengedenken samt dem Auftritt Straches in einer Aussendung: "Diese unverschämte Provokation zeigt die Verbindung zwischen Politikern, die man per gültigen Gerichtsbeschluss als Kellernazis ob der Nähe ihres Gedankengutes zum Nationalsozialismus bezeichnen kann und jenen, die solches Gedankengut offen vertreten." Es sei erschütternd, dass die politische Ebene Österreichs, statt sich gemeinsam mit den überlebenden Verfolgten des Nationalsozialismus beim Mahnmal für die Opfer für die Befreiung am Heldenplatz zu versammeln, ein Heldengedenken für die Täter zulässt.

Der Grünen-Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger meint in einer Aussendung: "FPÖ-Obmann Strache, der stets wenig glaubhaft jede Verbindung zu Neo-Nazis wie alpen-donau und Rechtsextremisten bestreitet, macht mit seiner Trauerrede am 8. Mai 2011 klar, wo er steht: Jedenfalls nicht auf der Seite einer demokratischen, rechtsstaatlichen, auf Grund- und Freiheitsrechte fußenden Republik. Alle Parteien, die zu dieser Republik stehen, müssen sich davon deutlich distanzieren."

"Alarmglocken läuten"

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas kritisiert das Totengedenken: Dass sich ein kleiner Kreis von ewig Gestrigen zusammenfindet sei bedauerlich. "Wenn dieses Stelldichein durch Straches Rede von einer Parlamentspartei unterstützt wird, lässt das alle Alarmglocken läuten", so Rudas in Richtung Strache. Sie mahnt zur Wachsamkeit und fordert Strache auf, seine Teilnahme bei der Veranstaltung abzusagen.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wies die "pseudomoralische Empörung der Linken" über das Totengedenken zurück. Bei dieser Veranstaltung werde aller Opfer gedacht, betonte er. Es finde "keinerlei Verherrlichung oder Verharmlosung von Nationalsozialismus und Krieg" statt. Stattdessen gehe es darum, "die entsetzlichen Ereignisse jener Zeit als Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft zu begreifen".

Es sind zahlreiche Gegendemonstrationen angekündigt. (red, derStandard.at, 5.5.2011)

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KOG1
00
30.7.2011, 07:58
Auf einer Seite Nationalromantiker mit dem Glaubenseifer, den man sonst nur bei Mormonen und Zeugen Jehovas findet,

Auf der anderen Seite eine hysterische, zutiefst unversöhnliche, die eigene Geschichte verleugnende Linke.......das kommt mir vor wie die Pradler Ritterspiele.

Fekter - Geiz ist geil!
00
18.5.2011, 07:43
Er war in Italien Spaghetti essen versteht Ihr das nicht!

donnydarko
 
00
14.5.2011, 10:14

Sollte ich gezielt auf diese Frage antworten bin ich als .... abgestempelt. Also erspar ich mir das einfach.

perigord
 
12
14.5.2011, 07:17
Wenn es wenigstens ein Totengedenken wäre,

bei dem Strache die Hauptperson ist...

Aber das wünscht man nicht einmal diesem Widerling.

FalscherProphet
11
17.5.2011, 01:42
Ich schon.

Genauso wie einst dem heiligen Jörg.

Rechtsextreme FPÖ-Krawallmacher sind eine Schande für unser schönes Land.

stoiker
00
14.5.2011, 00:42

laura?ein papagei?

Roter Baron
01
stell dir vor strache geht nicht hin....

Elfi...
02

Diese Seite habe ich noch nie aufgerufen,daher kann ich kein Kommentar abgeben,mir graust vor solchen Ideologien,ich weiß schon,auch diese Seiten sollte man lesen,um diskutieren zu können,ich verzichte darauf, auf meiner Festplatte gibt es solche abscheulichen Seiten nicht.

RB_Leitgeb
 
11
jedes jahr das gleiche

Die Burschis machen in der Hofburg was sie wollen (bei geschlossenem Türl) und draußen randalieren wieder mal Antifa und co.
Ein super Muttertag heute!

Daniel100
22

Weiß irgendjemand wo die Gegendemo ist?

Pierre d´Aubusson
10
Ich!

Tempora
54
für

ein totengedenken eine "gegendemonstration" zu veranstalten finde ich doch etwas merkwürdig....

galiontariaho
33
hmm.

vielleicht lesen sie in zukunft auch mal jenen artikel zu dem sie gerade posten, dann wüßten sie wogegen demonstriert wird..

ansonsten haben sie natürlich das recht auch voller ahnungslosigkeit zu posten und sich dabei zu blamieren, also dieses recht steht ihnen selbstverständlich nachwievor zu.

Pierre d´Aubusson
10
Dann versuchen Sie es doch beim Bauamt,

das ist schließlich für das Burgtor und die Genehmigung der Raumwidmungen ebendort zuständig.
Es handelt sich übrigens um die offizielle Gedenkstätte der Republik Österreich. Wann werden wir den Bundespräsidenten, den Oberbefehlshaber also und/oder den Verteidigungsminister, dort sehen?

Gellen Sie, dos is provokant, odr?
Aber vor allem wär die Definitionshoheit der Republik wieder bei der Republik und nicht Spielball irgendwelcher linker oder rechter Kräfte...

Den Wochenschaubericht von Alpen-donau.net find ich gut, habe ihn vorher noch nie gesehen. Und ohne das Standrad hätt ich nie dorthin gefunden.
:-)

Das Standrad - heimliches Zentralorgan der rechten Szene (oder heißts gar: die Standarte?)

ichFrieder
24

Ich find's merkwürdig, das für eine Gedenkveranstaltung zu halten.

Johnny Brainstorm
32

Ja, aber wenn es darum geht, die feigen, rückgratlosen, mitlaufenden Wehrmachtssoldaten zu "Helden" zu machen und über die "Niederlage" am 8. Mai 1945 zu trauern, schaut die Sache wieder anders aus.

KOG1
00
30.7.2011, 07:53
Die Wehrmachtssoldaten waren weder feige noch rückgratlos,

Sie waren von der gekonnten Propaganda des Nationalsozialismus verführt, der die Intensität einer Religionsgemeinschaft hatte.
jeden Soldaten, egal ob deutsch, britisch oder französisch, mies zu machen, ist zutiefst ungerecht.

RB_Leitgeb
 
20

sie wären natürlich ganz tapfer übergelaufen und hätten als Partisane mit viel Rückrat die eigenen Leute umgebracht.

Nikolaus Lackner
32
ein lesenswerter Kommentar von Gerald Grassl:

http://wien.kpoe.at/news/arti... 7135321413

++ THOR ++
32
BRAUNER DRECK

FalscherProphet
00
Im Falle dieses "Helden"-Gedenkens:

Blaubraun.

Mathias
 
20
8. Mai 2011

Der 66. Jahrestag zur Befreiung Österreichs!

Die Geschichte von Österreich ist auch hunderte Jahre älter als die eines "deutschen Landes".

Bella gerant alii, tu felix Austria nube.
Nam quae Mars aliis, dat tibi diva Venus.

O5

Pierre d´Aubusson
10

Da sieht man es wieder, wie es um unser Bildungssystem bestellt ist: "Die Geschichte von Österreich ist auch hunderte Jahre älter als die eines "deutschen Landes"."
Und die Agilolfinger, die da erstmals per karanthanischer (samt Steyer-)-Mark was starteten, den Karolingern in die Quere kamen, die Kärnten abtrennten und zum ersten Herzogtum auf "österreichischem" Boden machten, über die Popponen bis zum ersten österreichisch-böhmisch-mährisch-ungarischen-kärnten-krainischen Ansatz unter Ottokar?

Es sei denn, sie wären der Ansicht, die österreichische Nation wäre ob ihres späten entstehens ein Mißgeburt...
Na dann...

Igor Gassner
00
11.5.2011, 18:03
Österreich ist streng genommen

seit Auflösung des deutschen Bundes unabhängig und seit der Kuk Monarchie ein eigener Teilstaat dieser Monarchie.

Pierre d´Aubusson
00
12.5.2011, 12:09

Das Österreich, das, wie Sie vermeinen, Teilstaat der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war, nannte sich "Die im Reichsrathe vertretenen Königreich und Länder" (sh "Reichsrathstraße" hinterm Parlament) und Lemberg, Cernowitz, Prag und Brünn waren einige seiner Hauptorte.
Sie sind mir ja ein ganz schlimmer!

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