Ratschlag an Microsoft-Mitgründer: Mehr Fokus auf Innovationen
Paul Allen und Steve Wozniak werden wohl als im Schatten stehende Mit-Begründer der Giganten Microsoft und Apple in die Annalen eingehen. Beide haben in der letzten Zeit versucht, sich neu zu erfinden. Wozniak wirkte beim TV-Format Dancing with the Stars mit und Allen verfasste ein Buch unter dem Titel "Idea Man".
Patent-Troll
Steve Wozniak aka "The Woz" holt nun gegen Allen aus und bezeichnet ihn als "Patent-Troll", berichtet Geekwire. Während der Embedded Systems Conference in Kalifornien betonte Wozniak, der Mann hinter Bill Gates solle lieber der Entwicklung neuer Produkte mehr Aufmerksamkeit schenken als "mit den Anwälten ins Bett zu steigen". Dies geht aus einem Bericht von The Register hervor.
Meinung geändert
Interessant an der Bemerkung ist allerdings, dass Wozniak im Zuge von Paul Allens Patentklage (der WebStandard berichtete) gegen Apple, Google und Facebook offensichtlich noch anderer Meinung war: Damals meinte Woz gegenüber Bloomberg, Allen repräsentiere lediglich die Original-Investoren. "Ich bin überhaupt nicht gegen Patent-Trolle. Ich habe einige Freunde, die von größeren Firmen in den Ruin getrieben wurden", sagte Wozniak. Nun hat der Apple-Co-Gründer wohl seine Meinung geändert, da er ein Treffen mit Allen im Computer History Museum abgeblasen hat. "Ich entschloss mich in der letzten Minute nicht hinzugehen, da ich mich daran erinnert habe, dass er all diese Firmen wie Apple und Google verklagt - bloß nicht Microsoft - weil er diese Patente gekauft hat", so Wozniak.
Zahlreiche Big Player verklagt
Im vergangenen Jahr hatte der Microsoft-Mitbegründer Allen gegen Apple, Google, eBay, Facebook, Yahoo und sechs weitere Unternehmen geklagt. Dabei warf er ihnen den Diebstahl seiner Suchtechnologien vor. (red)