Woz wettert gegen Paul Allen: "Er ist ein Patent-Troll"

4. Mai 2011, 12:27

Ratschlag an Microsoft-Mitgründer: Mehr Fokus auf Innovationen

Paul Allen und Steve Wozniak werden wohl als im Schatten stehende Mit-Begründer der Giganten Microsoft und Apple in die Annalen eingehen. Beide haben in der letzten Zeit versucht, sich neu zu erfinden. Wozniak wirkte beim TV-Format Dancing with the Stars mit und Allen verfasste ein Buch unter dem Titel "Idea Man".

Patent-Troll

Steve Wozniak aka "The Woz" holt nun gegen Allen aus und bezeichnet ihn als "Patent-Troll", berichtet Geekwire. Während der Embedded Systems Conference in Kalifornien betonte Wozniak, der Mann hinter Bill Gates solle lieber der Entwicklung neuer Produkte mehr Aufmerksamkeit schenken als "mit den Anwälten ins Bett zu steigen". Dies geht aus einem Bericht von The Register hervor.

Meinung geändert

Interessant an der Bemerkung ist allerdings, dass Wozniak im Zuge von Paul Allens Patentklage (der WebStandard berichtete) gegen Apple, Google und Facebook offensichtlich noch anderer Meinung war: Damals meinte Woz gegenüber Bloomberg, Allen repräsentiere lediglich die Original-Investoren. "Ich bin überhaupt nicht gegen Patent-Trolle. Ich habe einige Freunde, die von größeren Firmen in den Ruin getrieben wurden", sagte Wozniak. Nun hat der Apple-Co-Gründer wohl seine Meinung geändert, da er ein Treffen mit Allen im Computer History Museum abgeblasen hat. "Ich entschloss mich in der letzten Minute nicht hinzugehen, da ich mich daran erinnert habe, dass er all diese Firmen wie Apple und Google verklagt - bloß nicht Microsoft - weil er diese Patente gekauft hat", so Wozniak.

Zahlreiche Big Player verklagt

Im vergangenen Jahr hatte der Microsoft-Mitbegründer Allen gegen Apple, Google, eBay, Facebook, Yahoo und sechs weitere Unternehmen geklagt. Dabei warf er ihnen den Diebstahl seiner Suchtechnologien vor. (red)

Kommentar posten
11 Postings
salenoz
 
67

Gott sei Dank ist Apple keine Firma, die dauernd Patentstreitigkeiten anzettelt - oh, hoppla, doch!

Chris Edelmann
01

Apple ist kein "Patent Troll". Als Troll bezeichnet man bei uns kleine herumwütende Wichteln. Für so eine Verniedlichung ist Apple viel zu groß.
Apple, Microsoft, Novell, Samsung, Sony, IBM u.s.w. sind höchsten "Patent Armeen" bzw. "Patent Horden".
Paul Allen vs. Apple: Troll beschwert sich bei der UNO das er nicht fair überfahren wurde.
Samsung vs. Apple: Im Krieg hat die UNO nix zu sagen!

Fuzzface
47

Hier geht's um "Patent Trolls". Ein "Patent Troll" ist jemand, der Patente besitzt, kein darauf basierendes Produkt auf den Markt gebracht hat, und dann als Trittbrettfahrer bei erfolgreichen Produkten mitschneiden will. Auf Apple trifft das wohl eher nicht zu.

Barney_Stinson
22

richtig, also im Grunde genau das was MS jetzt bei Smartphones und Tabletts macht ;-))

ChilliPalmer
10
Aja, Sie habens offensichtlich auch ned ganz durchschaut?

.::add fuel to the fire::.
34
@salenz verstanden?

Genau so wie du ein Apple Troll bist obwohl du nie ein Mac oder iphone bedient hast!

Fuzzface
12

Ehm...

Bitte was? :-)

derunbestechliche
43

"Auf Apple trifft das wohl eher nicht zu."

Wenn Du das sagst, wird es wohl stimmen.

opryde
12
so ist es ;)

Fuzzface
43

Geh bitte.

Mach halt einen Reality Check, wenn du mir nicht glaubst :-)

Amadox
04

ich hab für den guten Woz auch einen passenden Ausdruck:

Er ist eine "attention whore".

Anders kann ich mir nicht erklären, wieso seine Meinung zu verschiedensten Themen sich ständig dreht und wendet wie das berühmte Fähnchen im Wind.

Was nicht heissen soll, dass er hinsichtlich Allen nicht vll Recht hat.. diesmal..

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.