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Experte: Bessere Sicherheit bei Sony wird noch dauern

3. Mai 2011, 16:16

IT-Sicherheitsspezialist: "Das, was eingeführt wird, sollte eigentlich Standard sein"

Die Aufrüstung der IT-Sicherheit bei Sony kann nach Ansicht eines Experten noch einige Zeit dauern. Die angekündigten Schritte deuteten zwar in die richtige Richtung. "Aber es dauert, bis das greift", sagt der IT-Sicherheitsspezialist Holger Heimann. So müsse der neue Beauftragte für Informationssicherheit, den das Unternehmen einsetzen will, Bedrohungen identifizieren und dann technische und organisatorische Schritte durchsetzen, erklärte der Geschäftsführer der Firma it.sec in Ulm. Das könne viele Monate dauern.

Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Angreifer hatten bei dem Technik-Riesen die Daten von bis 100 Millionen Nutzern der Online-Dienste PlayStation Network, Qriocity und Sony Entertainment Online (SEO) gestohlen (der WebStandard berichtete). Am Sonntag kündigte der Konzern bessere Sicherheitsmaßnahmen an, etwa zusätzliche Firewalls und Software, die die Konfiguration der Systeme überwacht und auf Lücken hinweist. Zudem soll sich künftig ein "Chief Information Security Officer" (CISO) um die IT-Sicherheit kümmern.

Defizite bisher

Überraschend sei, dass ein Konzern von der Größenordnung von Sony bisher nicht schon einen hauptamtlichen Beauftragten für Informationssicherheit habe, sagte Heimann. Zudem wiesen die angekündigten Schritte darauf hin, dass es bisher Defizite gegeben habe: "Das, was eingeführt wird, sollte eigentlich Standard sein", betonte Heimann.

Kritik an Informationspolitik

Die Informationspolitik des Unternehmens findet Heimann "nicht besonders vertrauenserweckend". So habe Sony sich nicht eindeutig dazu geäußert, wie die Kreditkarteninformationen gesichert waren. "Gerade bei sensiblen Daten sollte man hier aber schnell zu eindeutigen Aussagen in der Lage sein", sagte Heimann. Auch im jüngsten Fall - dem Diebstahl bei SOE - habe Sony noch nicht mitgeteilt, ob die Kreditkartendaten verschlüsselt gewesen seien. (APA)

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