Pröll über Pröll: Faymann wollte mich als Hofburg-Kandidat

3. Mai 2011, 15:19
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Niederösterreichischer Landeshauptmann: "Ich war bass erstaunt"

Wien - Erstaunliches berichtet Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) zur letzten Präsidentschaftswahl. Er behauptet im "Falter", dass Kanzler Werner Faymann (SPÖ) ihn gerne als Kandidaten gesehen hätte und ihm das auch mitgeteilt habe. Das Kanzlerbüro wollte die Aussagen des Landeshauptmanns nicht kommentieren.

Offiziell unterstützte die SPÖ im Frühjahr 2010 wenig überraschend ihren langjährigen Vizechef Heinz Fischer, der seine Wiederwahl auch problemlos schaffte.

Pröll staunte

"Es wäre eigentlich eine gute Vorstellung, wenn du Präsidentschaftskandidat wirst", soll Faymann zu Pröll gesagt haben. Getroffen habe er den SPÖ-Chef am 15. August 2008 bei einem Frühstück in Radlbrunn, berichtet der Landeshauptmann.

"Ich war damals bass erstaunt, weil ich nicht im Geringsten daran gedacht habe, dass das an mich herangetragen wird." Erwin Pröll weiter: "Vielleicht hatte er parteistrategische Überlegungen?" Pröll hat Faymanns Ansinnen nach eigenen Angaben jedenfalls von sich gewiesen.

Unerfüllte Hofburg-Träume

ÖVP-intern hatte die Nicht-Kandidatur Erwin Prölls bereits 2009 für Wirbel gesorgt. Dass Pröll von seiner Partei nicht gegen Fischer ins Rennen geschickt wurde, soll das Verhältnis zwischen dem Landeshauptmann und seinem Neffen, Ex-Vizekanzler Josef Pröll, getrübt haben. (APA)

  • Pröll erzählt von einem Kanzler-Ansinnen, das in dessen Büro nicht kommentiert wird.
    foto: standard/corn

    Pröll erzählt von einem Kanzler-Ansinnen, das in dessen Büro nicht kommentiert wird.

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