Mariahilfer Straße wird bis 2014 neu gestaltet

3. Mai 2011, 14:05
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    foto: der standard/christian fischer

    Bis 2014 wird die Mariahilfer Straße neu gestaltet: In Diskussion ist, ob die EInkaufsstraße autofrei wird.

Vassilakou: Alle Beteiligten werden in den Prozess der Entscheidungsfindung einbezogen - Stadt setzt Projektkoordinator ein

Wien - Die Neugestaltung von Wiens größter Shoppingmeile, der Mariahilfer Straße, rückt näher: Die Stadt hat nun einen Projektkoordinator für das Vorhaben eingesetzt. Jetzt gehe es darum, zu überprüfen, ob die innere Mariahilfer Straße in Zukunft als Fußgängerzone, als Geh- und Radweg oder als "fair geteilte Straße" den Verkehrsteilnehmern zur Verfügung stehen solle, teile Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou in einer Aussendung am Dienstag mit. Die Neugestaltung der Straße soll bis November 2014 erfolgen.

Als Projektkoordinator wurde Franz Kainacher eingesetzt. Seinen Aufgabenbereich beschrieb Vassilakou folgendermaßen: "In einem nachvollziehbaren und transparenten Entscheidungsfindungsprozess soll unter Einbeziehung aller Beteiligten die Auswahl der Umsetzungsvarianten getroffen werden."

Gespräche mit Wirtschaft und Bezirken

Kainacher wird unter anderem zuständig sein für die Planung und Abwicklung der Gespräche mit den betroffenen Bezirken (Mariahilf und Neubau, Anm.). Ebenfalls in seinen Aufgabenbereich fällt die Zusammenführung der Ergebnisse der Sozialraumanalyse, der Verkehrsdatenerhebungen und der Resultate der Gespräche mit Wirtschaft und Bezirken.

Wie die Mariahilfer Straße künftig aussehen wird, ist noch offen. Klares Ziel ist laut Vassilakou "eine weitere Attraktivierung dieses öffentlichen Raumes". Dafür würden Analysen, ein Umsetzungskonzept und die Planungen der Umsetzungsmaßnahmen erstellt werden. Die Untersuchungen sollen nun beginnen, die Realisierung der daraus resultierenden Maßnahmen solle bis November 2014 erfolgen, hieß es in der Aussendung. (APA)

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M Help
00
10.5.2011, 22:09
Die Menschen auf der Gumpendorferstr. wünschen sich weniger Autoverkehr und weniger Lärm

Das wurde gestern als Befragungsergebnis bei einer Veranstaltung mit M. Vassilakou präsentiert.

Die Grünen wollen den Autoverkehr von der Mariahilferstraße verbannen und damit auf die Gumpendorferstr. verlagern. Auf dieser wohnen allerdings sehr, sehr viel mehr Menschen (=WählerInnen!), als auf der Mariahilferstraße. Dort soll also das Einkaufen durch die Reduktion des KFZ-Verkehrs auf Kosten der BewohnerInnen ringsum reduziert werden.

Ich glaube nicht, dass das eine Grüne Verkehrspolitik sein kann. Und ich glaub, dass werden sehr viele betroffene WählerInnen auch so sehen.

Modjo
13
10.5.2011, 22:59

Dann sollens die Gumpendorfer Straße halt auch verkehrsberuhigen. Allerdings werden die Anrainer dann auch mit weniger Parkplätzen und schlechterer Erreichbarkeit ihrer Wohnungen (per Auto) leben müssen. Das Gezeter über den Parkplatzverlust wird nicht lange auf sich warten lassen.

Auf der Mariahilfer Straße besteht ein Großteil des Verkehrs schon heute aus Fußgängern. Die Autofahrer spielen eine untergeordnete Rolle, verbrauchen aber den meisten Platz (vier Spuren, zwei davon nur für den ruhenden Verkehr). Für 95% der Benutzer der Mariahilfer Straße ist der Autoverkehr nur lästig, man muss als Fußgänger pausenlos vor roten Ampeln warten, es ist gefährlich, laut und störend.

M Help
00
10.5.2011, 22:03
"Attraktivierung des öffentlichen Raums"???

Und ich habe geglaubt es geht um weniger KFZ-Verkehr und Verbesserung der Lebensqualität der Menschen die rund um die Mariahilferstr. wohnen.

Auf der Mariahilferstraße selbst wohnen ja ziemlich wenige.

immer schön freundlich
12
10.5.2011, 09:54

wo kann man den wunsch nach der wiedereinführung der straßenbahn bis zum ring bei der stadt am besten deponieren?

joky1
00

Absolut berechtigte Frage!
Sie könnens natürlich an den Fahrgastrat der Wiener Linien richten, aber ich glaub Hr. Knoflacher hat dies schon in Peto.

Mit einer gut frequentierten Straßenbahn-Linie könnte man die U3-Station Zieglergasse auflassen, gibt ja immerhin noch Westbahnhof, Neubaugasse und Museumsquartier.

Wünschen können wir uns sich's eh, mit der Umsetzung wirds aber wohl nicht so schnell was werden...

Gruß

Modjo
00
10.5.2011, 23:08
Gute Idee!

Weiter unten hab ich das auch schon gepostet. 2014 ist halt extrem knapp und ich fürchte daher man kann wünschen was man will, die neu gestaltete MaHü wird weiterhin ohne Straßenbahn sein.

M Help
00
10.5.2011, 21:57

ich möchte die wiedereinführung der postkutsche.

Modjo
20
10.5.2011, 23:02

Fahren's mit Ihrem Auto am Gürtel oder anderswo spazieren und lassen's die Mariahilfer Straße doch endlich den Fußgängern. Für Ihren Blechkübel gibt es genug andere Straßen in Wien.

immer schön freundlich
00
10.5.2011, 09:52

wird man bis 2014 als Radfahrer über zu tief liegende Kanaldeckel holpern müssen?
Autfofahrern würden solche Unebenheiten nie zugemutet werden!

Modjo
00
Wenn sie eh schon alles umgestalten,

sollten sie auch wieder Straßenbahngleise verlegen und den Fehler von 1993 rückgängig machen und den 58er wieder bis zum Ring fahren lassen. Die U3 im Bereich Mariahilfer Straße ist stark überlastet und eine Straßenbahnlinie wäre hier sinnvoll.

M Help
00
10.5.2011, 22:00
ja klar doch!

die mariahilferstraße ist ohnehin so breit, da kann man auch noch straßenbahngleise legen.

platz ohne ende für fußgänger (2. höchste frequenz österreichs) bus 2a, pkws + (liefer-)lkws radfahrerInnen u-bahnstationseingänge, schanigärten und warenausräumungen und jetzt auch noch straßenbahngleise.

grenzgenial.

Modjo
01
10.5.2011, 22:48

1.) Vor der U3-Verlängerung 1993 fuhren in der Mariahilfer Straße zwei Straßenbahnlinien. Also von geht nicht kann keine Rede sein.

2.) Wenn man, wie angedacht, den Autoverkehr und die Parkspuren auflässt hat man jede Menge Platz für Gleise, Radwege und noch breitere Fußwege.

Captain 11
03

wenn das misslingt sind die grünen - zumindest im 7. bezirk - geschichte. herr blimlinger sollte sehr motiviert sein ALLE bewohner des 7. bezirks einzubeziehen, nicht nur die fahradfahrenden. sonst könnte das sehr rasch sein politisches ende bedeuten. also alle in die entscheidung eindinden, ansonsten muss er wieder brieflose verkaufen.....

NoPod
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Endlich kann ich mitreden..

.. bei der Gestaltung meiner Umgebung.
Super

M Help
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10.5.2011, 22:01

wo?
wann?
und wie konkret?

das würde mich sehr interessieren!

atrida02
13
Kann die Straße nicht so bleiben wie sie ist?

Mir gefällt es dort jetzt ziemlich gut so wie es jetzt ist.

An die Wiener: Macht euch nicht ins Hemd wegen den Einkaufscentern. Die werden von selbst wieder weniger werden. Man muss sich nur mal in den USA umschauen, dort schließen die großen Center nach der Reihe, viele sind schon so schlecht beinander, das man dort freiwillig nicht mehr hingeht. Auch bei uns wird der Wendepunkt bald kommen, von selber!

immer schön freundlich
00
10.5.2011, 09:54

ich vermute, die gestaltung ist der stadt zu schäbig geworden, schauen sie mal genauer hin, schön ist da kaum noch was.

ama2deus
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die ekzs werden wahrscheinlich schon weniger werden, aber wenn die ekzs schließen, bleiben noch immer die gebäuderuinen, die das landschaftsbild zerstören.

atrida02
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Dann soll die Stadt das Gebäude wegreisen lassen und ein paar Bäume pflanzen. Und aus dem Parkplatz macht man einen P+R Parkplatz. Das ist wirklich das kleinste Problem.

ama2deus
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so einfach ist das nicht.

das sind privatgründe. die stadt müsste die flächen - oftmals teuer, da es oftmals gründe in guter lage sind - rückkaufen, die gebäude auf eigene kosten abtragen und dann noch die begrünung etc bezahlen.

das ist finanziell ein hohes verlustgeschäft und wird von keiner kommune durchgeführt werden.

atomkraft neindanke
12
für eine autofreie Mariahilferstraße

wenn wir die 250.000 Pendler, die häufig eh nur Wienflüchtlinge sind (und keine benachteiligte Landbevölkerung), endlich nicht mehr nach Wien reinfahren lassen wollen, dann brauchen wir dort am Stadtrand eh Platz, wenn die EKZS unattraktiv werden, sinkt der Wert der Grundstücke ebenfalls.
park & ride und Öffianbindung braucht Platz!

ich möchte eine autofrei Straße in Mariahilf, ich hasse Autos/Verkehr und möchte ohne Lärm und Dreck in der Stadt auch im Nischensegment einkaufen und mir die Waren von den Firmen dann zustellen lassen, während ich nach und beim Einkaufen noch echte Gastro und Kulturangebot (auch im öffentlichen Raum) genießen kann.

ama2deus
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das will ich auch, aber die wahrscheinlichkeit, dass EKZs zusperren und genau dort P+R-anlagen und grünflächen entstehen ist sehr gering.

nehmen wir mehrere beispiele von EKZs, nehmen wir an sie würden schließen. was wäre wahrscheinlich?

lugnercity: immobilienverwertung, wohnbau
stadioncenter: immobilienverwertung büros + wohnungen (die U2 braucht fahrgäste!)
millennium-city: detto
gasometer-city: detto
SCN: da direkt im gewerbegebiet liegend gewerbliche nutzung wahrscheinlich
SCS: detto
auhofcenter: detto

die wahrscheinlichkeit, dass die preise so absacken, dass die stadt die flächen kauft und verwertet, ist gering.
gewerbegebiete wie an SCN und SCS werden nie billigstgrundstückspreise haben. ebenso flächen an der U2 (stadioncenter)

atrida02
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Es sind jetzt Gründe in guter Lage, aber wenn das EKZ immer weniger attraktiv wird und "stirbt", stirbt auch die umliegende Gegend mit und die Grundstückspreise gehen in den Keller.

Ließ mal beim englischen Wikipedia den Artikel "Death Mall". Ich kenne mehrere solche EKZs in den USA, so z.B. die Six Flags Mall in Arlington, TX. Vor 15 Jahren war es noch ein Erlebnis dort zu shoppen und man verbrachte den ganzen Tag dort, jetzt ist es tot. Oder ich kenne die Fingerlakes Mall in Auburn, NY. Als ich voriges Jahr das letzte mal dort war, war dort so gut wie gar nichts mehr los. Vor 10 Jahren hat die Sache dort noch ganz anders ausgesehen. Und es hat in der Gegend kein neues EKZ aufgemacht. Eher das Gegenteil, das EKZ in Ithaca ist auch gestor

ama2deus
00

stimmt meiner ansicht nach nur teilweise.

in den keller fallen werden die preise nicht. sinken, vielleicht, fallweise sogar auch sehr drastisch, aber wenn ich mir die lage der lugner city ansehe, der millennium city, des stadion centers, der SCS, dann wird klar, dass die preise nie in den keller rasseln werden.

entweder ist der standort anderweit innerstädtisch für immobilienentwicklungen relevant, oder eben für betriebsansiedlungen (siehe SCS)

bin da ganz bei ihnen was den zenit der EKZs betrifft, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die flächen nicht einfach so lange freistehen, bis jemand neues einzieht - auch wenn die mieter reihenweise wechseln.

M Help
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Shared space?

Shared space - d. h. die von den Grünen favorisierte Form der gemeinsamen Nutzung von Autos, Bus, Radlern und Fußgägnern, des gesamten Straßenraums - kann man testen:

Die Bewohner der Gumpendorfer Str. wären dankbar, wenn auf dieser Straße der Verkehr eingedämmt würde. Dort kann man shared space ausprobieren. Das hätte 2 Vorteile:
1. Wenn es nicht klappt, dann erspart man sich den äußerst teuren Umbau der MaHi.
2. Wenn die MaHi dann doch Fuzo oder shared space wird, dann kann der Verkehr von dort nicht mehr in die ohnehin schon überbelastete Gumpi ausweichen.

Die MaHi wird nur von wenigen Menschen bewoht. Dafür gibt es viele Shops. Auf den Straßen, die vom Verdrängungsverkehr betroffen wären, wohnen sehr viel mehr. Ohne deren Beteiligung

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Posting 1 bis 25 von 1199

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