Nachlese

Kampusch erhält keine Entschädigung von Republik Österreich

3. Mai 2011, 17:59

Kampusch: Staatsanwälte weiter verdächtig - Höchstrichter als Zeugen in Innsbruck geladen

Wien/Innsbruck - Die Republik Österreich lehnt Entschädigungszahlungen an Natascha Kampusch ab. Wie ihr Anwalt Gerald Ganzger am Dienstag bekanntgab, lehnte die Finanzprokuratur die Forderungen im Namen des Innenministeriums ab. Die 22-jährige Kampusch hatte heuer Anspruch auf Entschädigung erhoben, weil sie glaubt, dass Ermittlungspannen der Polizei ihre Befreiung nur wenige Tage nach ihrer Entführung durch Wolfgang Priklopil 1998 verhinderten.

Nicht um Ermittlungspannen, sondern um gezielte Verhinderung der Aufklärung geht es bei den Erhebungen wegen Amtsmissbrauch gegen fünf Staatsanwälte, die an dem Fall arbeiteten. Dabei geht es noch immer um ungeklärte Widersprüche, wie den gefälschten Abschiedsbrief Priklopils, die widersprüchlichen Aussagen eines seiner Freunde und die einzige Tatzeugin, die zwei Täter gesehen hatte. Beide wurden nie von der Justiz einvernommen. Die bis 2009 ermittelnde Kampusch-Kommission machte die damalige Justizministerin Claudia Bandion-Ortner 2009 in einem Brief darauf aufmerksam.

Erst als die Ungereimtheiten vom ehemaligen Kampusch-Kommissionsmitglied und Expräsidenten des Obersten Gerichtshofes, Johann Rzeszut, in einem Dossier zusammengefasst und im Herbst 2010 an alle Klubchefs im Parlament geschickt wurde, reagierte Bandion-Ortner auf Druck des Parlaments. Sie veranlasste Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Innsbruck gegen fünf Staatsanwälte wegen Amtsmissbrauch. Rzeszut hatte das 24-seitige Schreiben nach dem Selbstmord des Kampusch-Chefermittlers Franz Kröll verfasst und die Staatsanwälte schwer belastet.

Nun wurde auch ein Richter mit den Ermittlungen beauftragt. Rzeszut, der am 26. und 27. Mai als Zeuge in der Causa vernommen wird, zeigt sich im Standard-Gespräch vorsichtig optimistisch: "Wenn es zur Anklage kommen sollte, werden sie nicht darum herumkommen, auch den Fall selbst wieder aufzurollen."

Auch Kommissions-Leiter und Exverfassungsgerichtshofspräsident Ludwig Adamovich bestätigt dem Standard, dass er am 6. und 7. Juni in Innsbruck als Zeuge geladen ist. Auch Adamovich sagt, er wünsche sich vollständige Aufklärung. (Colette M. Schmidt/DER STANDARD, Printausgabe, 4. Mai 2011)

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Felix Kuttinger
 
29
Natascha und die Angst vor dem Gericht

Ein ebenso scharfer wie hellsichtiger Kommentar zur Sache von Andreas Unterberger: Kampusch will jeden Prozess vermeiden, denn in diesem müsste sie erstmals ernstlich Rede und Antwort stehen. "In einem solchen Verfahren müssten – unter strenger Wahrheitspflicht! – auch jener Mann, der vielen als mutmaßlicher Mittäter gilt, sowie dessen ebenfalls sehr dubiose Schwester aussagen. ... Damit gibt es wohl ein weiteres Indiz, dass die ganze Geschichte total anders abgelaufen sein muss, als uns bisher von Kampuschs Umgebung und der Wiener Staatsanwaltschaft eingeredet wird."
http://www.andreas-unterberger.at/2011/05/f... m-gericht/

ParadiseSeeker
21
Das sehe ich auch so.

Bisher wurde IMMER Rücksicht genommen, auf ihre jahrelangen, angeblichen Qualen. Immer wurden die Fragen mit ihr abgesprochen und alles, was Fr. Kampusch nicht passte, wurde einfach weggelassen.

Selbst die Polizei und Staatsanwaltschaft greifen sie mit Seidenhandschuhen an. Die Befragungen scheinen eher in einen Kindergarten zu passen. Ob nun in Interviews, in ihrem Buch oder vor Gericht. Fr. Kampusch führt Regie und versteckt sich bei Fragen nur zu oft hinter ihrer angeblichen Angst bzw. steuerbarer Demenz.

suboptimal
 
114
Frau Kampusch hat doch nicht den Priklopil überlebt,

um sich danach bis ans Ende ihrer Tage mit dem bizarren Fan-Club vom seligen Priklopil herumschlagen zu müssen, bei dem sie es ja sogar besser gehabt haben soll als bei ihrer Mutter, wie wir von allerhöchster Stelle informiert wurden.
*lol*

Der Hauptvorwurf gegen sie ist ja, dass sie ÜBERLEBT hat ....
und dann auch noch die Frechheit besessen hat, sich selbst zu befreien, statt weiter auf unsere tüchtige Polizei zu warten.

*lol lol*

witherabbitt
 
11
24.7.2011, 03:19

Diese Charakterisierung der Familienverhältnisse war vielleicht etwas unglücklich und hat sich auf die intellektuelle Entwicklung von Frau K. bezogen. Vermutungen über die Familienverhältnisse müssen erlaubt sein, und stehen außerdem in einen Zusammenhang (ich kenne A.'s Aussage), die diese Formulierungsweise selbst relativieren. Die Unterstellung, A. und andere, die, unterstützt von starken Indizien, an der Einzeltätertheorie zweifeln, wäre ein »Fanklub von Prikopil« ist von bodenloser Infamität und zugleich allein logisch von abgrundtiefer Dummheit. Die Mehrtätertheorie will gerade an einem vermuteten »Fanklub« P.'s herankommen!

Rosa Stahl
510

nur mehr der Abgesang des seinerzeitigen Medienrummels.

Was ist eigentlich mit den Angehörigen vom Fritzl? Von denen hört und sieht man nichts. Die wollen offenbar tatsächlich fernab der Medien existieren. Und wie man sieht: es geht doch.

Frau Kampusch könnte das genauso halten, wenn sie es denn wirklich wollte. Immerhin hat sie es ja mal behauptet....

Befreiungsfront Alt-Ottakring
 
06

Mir kommt bei der Kampusch vom ersten Tag ihres Wiederauftretens an alles inszeniert vor. Eine riesen Geschäftemacherei, wobei alles Geschäftsschädigende ausgeblendet oder zurechtgebogen wird. Klar, dass dabei die vielleicht gar nicht so nette Wahrheit auf der Strecke bleibt. Die StA hat sich scheinbar nicht einem Opferrecht sondern einem Geschäftsinteresse gebeugt.

suboptimal
 
113
nur mehr der _Aufhänger_ für den Medienrummel, den die zwei wichtigen Pensionisten

rund um ihre wöchentlichen "Aufdeckungen" veranstaltet haben.
*lol*

Gleich fünf "verdächtige" Staatsanwälte – und zwei schwurbelnde Höchstrichter als Zeugen: Das hat schon was. Wie vollständig soll denn die Aufklärung sein, die uns die zwei Wichtelmännchen, gefangen in ihrer abgelutschten Endlosschleife, seit drei Jahren vergeblich androhen? Adamovich war das Gebotene bekanntlich nicht "pikant" geug.
*sabber*

die Großmutter
86

jetzt ist es amtlich, diese stümperhafte und kathastrophale Ermittlungsarbeit ist Standard, wird für in Ordnung erklärt. Grauenhaft !

Saskijan
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Das Umfeld...

...das Betreuerteam mit Friedrich und Pinterits haben ja immer gesagt sie sei kein Opfer! Darauf waren sie sehr stolz, dass sie sie gleich an die Medienwelt verkauften um durch Spenden NUTZEN ziehen zu können für ihre Vereine. Die Geister die sie riefen die braucht N.K. nun damit sie nicht in die Realität blicken muss. Nun kommt noch das Filmchen, dass wir alle schon kennen und was ist danach mit ihr, wenn das Geld versickert ist?
Wenn es ganz still um sie wird? Wenn sie zu begreifen beginnt?
www.gegensexuellegewalt.at

Bossa-Nova
236

Alle Poster hier, die eine Abneigung gegen diese junge Frau haben oder sie kritisieren, zeigen nichts anderes als ihren Neid und eigenen MINDERWERTIGKEITSKOMPLEX dafür, dass sie dazu verdammt sind, ein Schattendasein in totaler Bedeutungslosigkeit zu fristen.

PERLENQWIEN
 
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Also, da (er-)lebe ich lieber eine lustige Kindheit...

in unbeschwerter Umgebung mit mich liebenden Eltern.

Nicht entführt worden zu sein macht mich doch nicht zu einem neidischen Menschen mit irgendwie gearteten Minderwertigkeitskomplexen.
.... und bin auch keineswegs dazu verdammt in totaler Bedeutungslosigkeit mein Leben zu fristen.

Eine Meinung dürfen die Menschen doch wohl noch haben, oder?

Bossa-Nova
61

"Also, da (er-)lebe ich lieber eine lustige Kindheit in unbeschwerter Umgebung mit mich liebenden Eltern."

Wenn das stimmen sollte (was ich angesichts deiner Hasstiraden gegen die junge Dame stark bezweifle), dann UMSO MEHR solltest du mit ihr Mitleiden haben!!!

Ansonsten bete zu Gott, dass dir nicht passiert, dass DU 8 Jahre lang in einem Keller eingesperrt wirst.

Hass gegen ein Opfer von Verbrechen zu haben, das noch dazu dir NICHTS angetan hat, zeigt mehr über DEINEN eigenen Charakter als du denkst.

Daher ist es logisch, dass bei deinem "...liebende Eltern" mächtig etwas schief gelaufen, das von dir selbst verdrängt wird, mein Lieber!

Bossa-Nova
101

Klingt wie ein Muttersöhnchen... :-)

Emil Sacklinger
 
23

... na bumm, denen haben sie's aber gegeben !!!

(wenn ich bloß an ein derartiges schattendasein denk, packt mich schon das kalte grauen und beutelt mich)

nosferatus3
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neid mißgunst und voyeurismus

prägen viele postings zu der ablehnung eines schadenersatzes.
die fakten, nämlich das die polizei nicht gründlich genug recherchiert hat, bleiben auf der strecke.

PERLENQWIEN
 
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Geh bitte!

Die katastrophale Ermittlungsarbeit der Polizei seinerzeit steht auf einem Blatt. Außer Frage, dass ihr eine ANGEMESSENE (!!!) Entschädigung seitens der Republik zusteht. Aber übertragen Sie das mal auf den Alltag: wollen Sie in Zukunft ein jedes Verbrechensopfer aus öffentlichen Mitteln entschädigen? In willkürlicher Höhe? Wer leidet mehr? Vergewaltigungsopfer, die beraubte Oma oder Entführungsopfer? Der Verteiler sollten Organisationen wie der weiße Ring sein, die dann gerne auch aus Steuermitteln getragen werden.
Kampuschs Familie als Parallel-Forderer nerven allerdings viele Leute!

Guttenplag
216

Was ist mit dem Fakt, dass die Dame bis heute nicht bereit ist die nötigen Infos zur lückenlosen Aufklärung ihres Falles zu liefern? Darf der vergessen werden?

Angesichts dessen, dass sie wahrscheinlich nur eine von Vielen war sicher nicht.

ParadiseSeeker
10
Es wird Zeit ...

dass Frau K. gezwungen wird, die Wahrheit zu sagen. Sie hat sich bisher immer herausgeredet und die Medien für ihre Zwecke und Geldtasche für sich eingespannt.

Und jetzt wollten Sie und ihre Mutter von uns Steuerzahlern auch noch Schadenersatz. Was kommt als nächstes? Dachte, die Frau sei mit ihren Engländern, die sie angeblich als Heldin verehren, sehr glücklich?

Sie muss polizeilich bzw. gerichtlich endlich von Menschen befragt werden, die objektiv sind und nachbohren, anstatt Mitleid für sie zu empfinden.

Gusti Rentner
 
24
Vielleicht wäre Frau K. sogar zur Info-Lieferung bereit,

nimmt aber das Gebot, "Du sollst Vater und MUTTER ehren, AUF DASS DU LANGE LEBESTund es dir wohlergehe auf Erden", Wort für Wort wörtlich ???
:-(((

witherabbitt
 
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24.7.2011, 03:26

Das kommt vermutlich der Spur nahe, die auch Adamovich befürchtet.

Experte für eeh alles
41

Werte Redaktion, die Schlagzeile ist falsch. Es wird sich noch erweisen ob die Dame eine Entschädigung bekommt, fürs erste wurde eine Zahlung abgelehnt, sonst nix.

ParadiseSeeker
00
Wehe ...

die Kampusch kriegt auch nur einen Cent von uns Steuerzahlern. Österreich hat genug Schulden und es gibt wahrlich genug bedürftige, die das Geld mehr benötigen bzw. "verdienen" als die Frau Natascha mit ihrem Medienzirkus.

Personifizierte Unscheinbarkeit
116
Leute, die auf Frau Kampusch losgehen, verdienen meine Steuerbeiträge nicht!

Sehe gar nicht ein, warum ich für solche Unmenschen aufkommen soll. Ständig sind Sie in den Foren präsent und machen sich wichtig mit ihrer selbstgerechten Wehleidigkeit. Setzen sich über seelisches Leid einer Mitbürgerin, die als Kind furchtbares durchmachen mußte, salopp hinweg, und stellen Entschädigungsforderungen mit unhaltbaren Argumenten in Frage...

Sollte es tatsächlich Ermittlungsfehler gegeben haben, so ist selbstverständlich jeder Steuerzahler, als Teilhaber des Staates und somit auch des Polizeiapparates verpflichtet, dafür aufzukommen. Es ist zutiefst undemokratisch, dies in Frage zu stellen und eigentlich ein Verrat an den Prinzipien der österreichischen Republik!

Tethys
27

Warum genau ist der Steuerzahler dazu "verpflichtet"?

Personifizierte Unscheinbarkeit
53
"Kleine Staatsbürgerkunde"

Sie sind als steuerzahlender Staatsbürger Nutznießer und Miteigner gemeinnütziger Institutionen, wenn diese in Ausübung ihrer Authorität Fehler begehen, ist jeder Steuerzahler, dafür haftbar. Nur Vorteile lukrieren, jedoch im Falle des Versagens der Behörde sich als Miteigner schadlos halten wollen, spielts nicht. Sie würden sofort begreifen, wie das funktioniert, wenn Sie das Opfer von Behördenfehlern wären. Angenommen, Sie säßen monatelang unschuldig in U-Haft, und dann schauen Sie durch die Finger, während im Standard munter gepostet wird, was Sie sich einbilden, eine Entschädigung zu fordern. Wenn gesagt wird, dies ließe sich mit N.K.s Forderung nicht vergleichen, ist das wahr. U-Haft ist ein Urlaub gegen das, was N.K. angetan wurde.

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