Neue Methode

Jeans-Herstellung deutlich entschärft

3. Mai 2011, 11:12
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    foto: archiv

    Eine neue Methode soll die Bearbeitung von Jeansstoff umweltverträglicher und weniger ungesund machen.

Tiroler Wissenschafter machen Behandlung von Denim-Stoff umweltfreundlicher und weniger ungesund für Textilarbeiter

Innsbruck - Textilforscher der Universität Innsbruck haben eine neue Methode entwickelt, um Jeansstoffe auf umweltfreundliche Art zu behandeln. Das Verfahren sei bereits marktreif und schütze auch die Gesundheit von Textilarbeitern, erklärten die beteiligten Experten. Die 2007 angemeldete und inzwischen patentierte Entwicklung sei marktreif und die Umsetzung in die Praxis geplant. Eine erste Kooperationsvereinbarung sei abgeschlossen.

Schädliches Bleichen und Sandstrahlen

Jährlich werden mehrere Milliarden Kleidungsstücke aus dem Jeansstoff Denim produziert. Die Herstellung sei für die Arbeiterinnen und Arbeiter zum Teil stark gesundheitsgefährdend. Um Bluejeans herzustellen, wird der Denim-Stoff mit dem organischen Farbstoff Indigo behandelt. Ein wichtiger Schritt bei der Bearbeitung von mit Indigo gefärbten Textilien wie Jeans sei der Wasch- und Bleichvorgang, der letztlich das ausgewaschene Aussehen von Jeans verursache. Dazu würden die Hersteller heute meist große Waschmaschinen und Chemikalien benutzen, Oxidationsmittel wie Natriumhypochlorit seien beim Bleichprozess am weitesten verbreitet, erläuterten die Forscher.

Ebenfalls verbreitet und sehr umstritten sei der Einsatz von Sandstrahlern, um bei neuen Stoffen den Effekt von älteren, bereits getragenen Jeans zu erzielen: Durch den dabei entstehenden feinen Staub würden viele Arbeiter an der Lunge erkranken, weshalb diese Methode in zahlreichen Ländern bereits verboten sei. In Entwicklungs- und Schwellenländern wie Bangladesch, Ägypten, China, Brasilien, Mexiko und der Türkei würden Sandstrahler aber nach wie vor bei der Jeansproduktion eingesetzt.

Behandlung per Paste

Dass die Indigo-Färbung bei Denim-Stoffen nur an den äußeren Schichten des Stoffs ansetzt, haben sich die Innsbrucker Textilwissenschaftler zunutze gemacht: Sie entwickelten eine Oberflächenbehandlung in Form einer auf den Stoff aufzutragenden Paste, für die weit weniger Chemikalien für den gleichen Effekt benötigt wird. "Unsere Methode senkt nicht nur den Bedarf an Chemikalien, sondern kann auch die für die Arbeiter extrem ungesunde Bearbeitung durch Sandstrahlen ersetzen", betonte der Wissenschafter Thomas Bechtold: "Die Paste ist so auch wesentlich umweltfreundlicher, weil weniger Chemikalien benötigt werden."

Die Forschung sei im wesentlichen im am Institut für Textilchemie und Textilphsyik angesiedelten Christian-Doppler-Laboratorium für Chemie Cellulosischer Fasern und Textilien durchgeführt worden. Das Verfahren verbinde Kenntnisse aus zwei Fachbereichen der Enzymtechnik (Cellulasen) und der Denimproduktion, berichteten die Wissenschafter. (red/APA)

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12 Postings
Snow Henry
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Designer Hosen

der Style gehört sowieso verboten. Schaut doch fürchterlich aus...und aus irgendeinem Grund fahren die Prolokids voll drauf ab. Die selben die vor zehn Jahren sicher ka "zrissene" angezogegen hätten. Da lass ich mich lieber für meine slimjean verarschen, als mich mit den Mongohosen sehen zu lassen.

spacedakini
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Rätselhaft, warum Hosen aufwändig ruiniert werden, und das dann noch wer kauft.

Falls ich Gewand kaufe, soll es neu aussehen, zumindest wenn ich es kaufe, altaussehend wird es dann ja von selber nach einiger Zeit.

Roman Fuchs
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Ein kleines Detail:

Das Institut ist zwar der Universität Innsbruck zugeordnet, befindet sich aber tatsächlich in Dornbirn.

john pell
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blujeans=blu de genes

et al.
 
02
Schon einmal etwas von "stone-washed" gehört?

Zu diesem Zweck wird Bimsstein, ein hochporöses, natürliches vulkanisches Gestein verwendet. Manchmal findet man sogar noch Reste davon in den Säcken.

Andreeeas
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Soweit ich das aus der Vorlesung weiß, wurde das schon durch andere Verfahren (Cellulasen) ersetzt. Eventuell wurde noch nicht überall umgestellt...

lemming0815
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hat aber mit dem artikel ....gar nichts zu tun!?

mit_abstand
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die so behandelten jeans kann man nach ein paar monaten schmeißen, weil sie entweder zerrissen oder durchgescheuert sind

h 90
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is ja klar wenn ich eine "ausgewaschene" Jean kaufe haelt die nicht so lange wie eine neue.
Sie kaufen ja auch keinen Golf wo ihnen schon wer 200.000 km raufgefahren hat als neu

Fritz Rotkehlchen
 
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wenn ich über, ...

meine damaligen jeans so nachdenke, was ich mit denen alles erlebt habe in den 70ern, bis die so und noch besser ausgesehen haben wie die heutigen modeteilchen, ... versteh ich, warum sich kids nach diesem look sehnen, .. auch wenn´s nur ein traum ist, welcher für kohle gehandelt wird.

greets, Fritz.

der grazer Amtsrat
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Und schon gar nicht zahle ich ich für einen Golf, der zwei Totalschäden hat, den Preis eines Porsches. Warum soll ich für hinnige Jeans den doppelten Preis zahlen, wenn sie nur halb solang halten?

h 90
02

Die Frage kann ich Ihnen auch nicht beantworten....
Wahrscheinlich sind wir einfach nicht im Trend.

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