Sarkozy will nicht auf Atomenergie verzichten

2. Mai 2011, 20:54
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    foto: reuters/philippe wojazer

    Nicolas Sarkozy bei einer Sitzung Ende April.

Präsident erklärte sich mit Prüfung der Kosten der AKW einverstanden

Paris - Der französische Präsident Nicolas Sarkozy (UMP) will zwar nicht auf die Atomenergie verzichten, die zur Herstellung von zwei Drittel der Elektrizität in Frankreich dient, aber er akzeptiert eine Expertenprüfung über die "reellen Kosten" in dieser Branche. Dies gaben die Verantwortlichen mehrerer Umweltschutzorganisationen am Montag in Paris im Anschluss an ein Mittagessen mit Präsident Sarkozy bekannt.

Der Expertenbericht über die Kosten der zivilen Atombranche soll vom französischen Rechnungshof in Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten und Experten im Staatsdienst verfasst werden, kündigte Bruno Genty, Präsident der Vereinigung "France Nature Environnement" (FNE), im Anschluss an die Aussprache an. Bei der Studie sollen auch die Kosten für den Abbau der alten Atomkraftwerke (AKW), sowie des Atommülls Rechnung getragen werden, betonte der Leiter von WWF France, Serge Orru.

Frankreich verfügt mit 58 AKW über den zweitgrößten Atomreaktorpark der Welt hinter den USA. 73 Prozent der Elektrizität im Lande werden auf dem Weg hergestellt. Seit der Nuklearkatastrophe im AKW der japanischen Stadt Fukushima im vergangenen März fordern die Atomkraftgegner in Frankreich den Ausstieg Frankreichs aus der Nuklearenergie. Präsident Sarkozy betonte allerdings wiederholt, dass er nur zu einer Debatte über Sicherheitsfragen bereit sei, die Energiepolitik des Landes selbst aber nicht infrage stellen werde.

Sarkozy hatte eine breite Debatte über die "Energetische Effizienz" angeboten. Die Ablehnung der Debatte durch die Umweltschützer begründete Karine Gavand von Greenpeace France damit, dass eine Diskussion über die Zukunft der AKW von der Tagesordnung ausgeschlossen worden sei. "Die Atomenergie veranlasst zum Konsum, daher ist es für uns unzulässig, von energetischer Effizienz zu reden, ohne das französische Nuklearmodell in Frage zu stellen", sagte Karine Gavand. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 85
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Peacefaktor
02
Was ist eigentlich in Fukushima?

Dieses Thema ist ja völlig aus dem Blickpunkt gefallen. Gibt es Japan noch? Wurde ein großer Sarkofark über ganz Fukushima gelegt?
Wie viele Tonnen radioaktiver Substanzen sind in der Zwischenzeit im Meer versenkt und in die Luft entlassen worden? Hat der Wind gedreht?

Bei Spar gibt es pazifischen Polardorsch in Sonderaktion: auch ne Botschaft;(

Ansonsten führt über kurz oder lang nichts an einem Austieg aus der Atomkraft vorbei: zu groß ist das Risiko etwas unbeherrschbares beherrschen zu wollen oder zu können. Die Frage des Atommülls wird nicht kleiner. Zudem gab es erstb kürzlich auch einen Unfall in einem spanischem AKW. Hören wir auf mit diesem makaberen Form von russischem Rolette.

gigngogn
 
20

>Was ist eigentlich in Fukushima?
Nicht spektakuläres, die Aufräumarbeiten gehen wie geplant voran, es fehlen einfach die Opfer für eine Berichtersattung wie sie die Anti Atom Fraktion gerne hätte

>Dieses Thema ist ja völlig aus dem Blickpunkt gefalle
Weil eben, entgegen der Hysterie Meldungen am Anfang nicht großartig was passiert ist. Die nächste Meldung die kommen wird, ganz klein natürlich, wird in ca 8 Monaten sein, das die Sicherheitszone großteils wieder aufgehoben sein wird.

Heavyweather
01
20.6.2011, 00:49

Inziwschen ist schon klar dass das Grundwasser ordentlich verseucht wird und das Kühlwasser nicht wie geplant gereinigt werden kann...

Sicher alles gaaaaanz harmlos.

Gramurcki
02
Nichts passiert?

… bitte selbst nachlesen was alles passiert ist.

Da haben sich mal ein paar tausend Tonnen radioaktiv Meerwasser im Pazifik "verdünnt", direkt rein in die Fischbestände. Die Reaktorhüllen und die Abklingbecken sind teilweise zerstört und es regnet rein! Und hin und wieder fällt die Notkühlung noch immer aus. Einen Sarkophag gibts frühestens im Winter, bis dahin können alle nur hoffen, das es wenig Stürme, Erdbeben und sonstiges natürliches Ungemach gibt.

Also was muss passieren, damit es spektakulär genug ist? Ein riesiger Atompilz über Tokio mit Millionen Toten? Wären sie dann von der friedlichen Nutzung der Kernenergie abzubringen?

Der Leser für die Zeitung
01
für alle die noch immer der meinung sind, dass atomkraft ja sooo billig ist:

die errichtungskosten für akws haben sich inflationsbereinigt in den letzten 40 jahren verneunfacht (!), mit weiter steigenden sicherheitsansprüchen ist kein ende der kostenentwicklung in sicht.

im gegenzug dazu sinken die installationskosten für erneuerbare energie kontinuierlich.

zum thema eine hervorragende analyse von roland kupers (ex-vorstand von shell) in der european voice:

http://www.europeanvoice.com/article/2... 70948.aspx

Nachdenklich 2011
00
Nur in Europa, Australien und Afrika gab es noch keine GAU's....

... Afrika dürfte für die nächste Zeit ausscheiden, wird dann ein Wettkampf zwischen Australien und Europa, wobei letzteres wahrscheinlichkeitsrechnungsmäßig klar im Vorteil ist!

Heavyweather
00
20.6.2011, 00:50

GB?
Sellafield.

Roter Baron
00
es muss erst eins detonieren

hoffentlich versaut es nur frankreich.

roter baron

Okin37
00
Sarkozy hat keine Kinder, oder?

Heavyweather
00
20.6.2011, 00:50

Doch...aber die sind genauso korrupte Sausäcke wie er.

Erstversuch
42
Die Ökos wollen mit Ihrem Geplärre ja nur davon ablenken, daß

ihr "ökologischer Fussabdruck" im Schnitt das dreifache eines Normalbürgers beträgt. Jaja wir zählen auch Fernreisen auf die Malediven mit die "Zur Selbstfindung" oder "zum Klimakongress" getätigt werden. Heute schon das 7k Euro Titan-Aluradl benutzt?

iamdaiam
11

probiers nochmal ;-)

Roter Baron
01

wird nix nutzen
es handelt sich nicht um ein technisches problem.

roter baron

Erstversuch
01
Ja wenn s' keine Wasserkraft haben, sollen s' halt Kuchen essen

luke skywalker
24
Alle Atombeführworter

die jetzt diese angeblich so "billige" Energie haben wollen sollen einen Vertrag unterzeichnen müssen, dass deren Nachkommen verpflichtet werden auf den Müll aufzupassen.

Heist die nächsten 10.000 Generationen der Atombeführworter zahlen eine Sondersteuer, zweckgewidmet für die Erhaltung der Endlager.

Hardcoreboson
22
und sie

atmen bitte alles CO2 ein.

Ivan Bukov
32

Nicht zu vergessen dass die Atomgegner dafuer ohne Strom auskommen muessen.

Roter Baron
01

in fukushima und in tschernobyl
werden laufend jobs frei
45 sekunden am dach
und du kannst dich zur ruhe setzen
wenn du ordentlich bist auch gleich richtig hinlegen.

roter baron

Ivan Bukov
11

Diese polemik ist nicht zielfuehrend. Auch in den chinesischen kohleminen werden jedes jahr 10000 jobs frei. Ohne akw duerfte sich die zahl noch erhoehen. Sie sind eingeladen sich zu bewerben...

Andreas Mittermayer
01
1.11.2011, 12:45
"...Diese polemik ist nicht zielfuehrend..."

.
Ihre auch nicht!

Helmut-at
00
Frankreich und Tschechien ......

.
werden wahrscheinlich Ihre Atomkraft ausbauen um Deutschland und Österreich zu beliefern,dann haben sie ja den Strom nochmals billiger.
Die Atomkraftländer wollen nicht auf lukrative Nebeneinkünfte verzichten...

mfg heli

Michael Wagner8
00
ich würde solche Entscheidungen von Politiker respektieren,

wenn sich diese gleichzeitig dazu verpflichten würden, im Katastrophenfall mit Ihrer Familie im Speergebiet zu wohnen und bei den Aufräumarbeiten zu helfen.
Alles andere ist feig und unehrlich. Ich stecke heute meine zuckerl von der Atomlobby ein, und wenn es Brösel gibt, steht mein privatjet aufgetankt mit einer Reichweite zu einer schönen Südseeinsel bereit.
Es ist einfach kaptiän zu spielen und ein schief mit tausenden leuten in riskante gewässer zu steuern, wenn das 5 mann rettungsbot einem sicher ist.

Norbert Müller
 
00
herr Sarkozy, die sache ist ganz einfach.können sie mit sicherheit ausschliesen, dass in den nächsten 20 jahren kein einziger reaktor einen gröberen störanfall haben wird, welchen eine gefahr für menschen und natur haben wird?

aha, können sie nicht, na dann ist das ganz einfach das unfreiweillige aufzwingen eines risiko für millionen von menschen in ihren land, aber auch in nachbar länder. würde man alle diese menschen um erlaubnis fragen, ob sie bereit sind dieses risiko auf unbestimmte zeit weiter in kauf zunehmen, und dem gegenüber gestellt die unehrliche kalkulation (da staatlich subventionierungen, endlagerung, etc.. im kw/h preis nicht eingerechnet sind) der minimal "günstigeren" strompreises in kauf nehmen wollen, würde ein klares NEIN raus kommen. (bei ehrlicher kalkulation ist atomstrom selbst ohne zwischenfall die absolut teuerste variante, nur eben zahlen die nächsten 1000 generationen die kosten für die endlagerung.)

Ivan Bukov
22
bei ehrlicher kalkulation ist atomstrom selbst ohne zwischenfall die absolut teuerste variante, nur eben zahlen die nächsten 1000 generationen die kosten für die endlagerung

ist er nicht, aber es kann halt nicht sein was nicht sein darf... Falls ich zeit habe sende ich ihnen einige Links zu unabhaengigen Berichte. Durchaus interessant und obwohl kaum zu glauben ist das locker drin. Die Franzosen sind ja keine Deppen! Es ist schon bemerkenswert mit welchem Selbstvertrauen die Gruenen ganze Staaten als inkompetente Stuemper darstellen nur weil eine Rechnung nicht das Resultat hervorbringt welches in ihre Ideologie passt.
Was sie unterschaetzen ist uebrigens die enorme Anzahl an kwh die Tag ein Tag aus "erzeugt" werden. Die hohen Kosten der Lagerung koennen da relativ locker miteingebaut werden.
Aber egal, das Problem ist sowieso ein anderes.

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