Hamas stellt den Führungsanspruch

2. Mai 2011, 20:30

Will den Regierungschef stellen - Übergangsregierung soll kommende Wahlen vorbereiten

Gaza - Nach der Einigung der Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas auf ein Versöhnungsabkommen hat letztere Anspruch auf die Führung der Übergangsregierung angemeldet. Deren Chef müsse aus dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen kommen, weil der 2009 aus israelischer Haft entlassene palästinensische Parlamentspräsident Aziz Dweik von der Hamas aus dem Westjordanland stamme, sagte Gaza-Regierungschef Ismail Haniyeh von der Hamas am Montag vor Journalisten. Zugleich wies er darauf hin, dass die Übergangsregierung keine Politik machen, sondern vor allem die für das kommende Jahr geplanten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen organisieren solle.

Weitere Aufgaben des Übergangskabinetts seien die Reorganisation der Sicherheitsdienste im Westjordanland und im Gazastreifen sowie der Wiederaufbau der "von den israelischen Besatzern zerstörten" Teile des Gazastreifens, sagte Haniyeh. Außerdem solle das Gremium "für ein Ende der Besatzung sorgen". Auch der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hatte am Donnerstag gesagt, die Übergangsregierung solle "ein Datum für die Wahlen festlegen und Gaza wieder aufbauen", die Politik jedoch ihm überlassen.

Neben Haniyeh meldete am Montag auch der ranghohe Hamas-Führer Mahmoud Zahar den Anspruch seiner Organisation auf das Amt des Regierungschefs an. Zugleich sagte er der Zeitung "El Hayat", der Posten solle ausschließlich "im Einvernehmen" zwischen beiden Gruppierungen besetzt werden. Wünsche aus Europa nach einer Berufung des international anerkannten palästinensischen Regierungschefs im Westjordanland, Salam Fayyad, spielten bei den Verhandlungen keine Rolle. (APA)

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Der Kluge
11

Die Leute, die schockiert sind, dass sie sich die Hamas Führung mit Bin Laden solidarisiert, sei gesagt, dass manche Umfragen besagen, dass dieser in vielen arabischen Staaten als beliebtester und populärster Mensch überhaupt gilt.
Natürlich gibts es jetzt massive Mitleids-Kampagnen und die westlichen Medien unterstützen das auch noch mit ihrer kindischen "Kein-Prozess"-Kritik und die Verschwörungskasperl sind sowieso auf der Seite der Islamisten.
Jaja, die Mehrheit der Muslime ist friedlich...einfach nur lächerlich diese Gutmensch-propaganda.

Chocha
00
Stimmt nicht!

Wo sind ihre Quellen für ihre Behauptung?

Hier eine aktuelle Studie zur Aufklärung vom PEW-Institute! - Das Ahnsehen OBL hat sich in den letzten Jahren deutlich vermindert.

http://pewglobal.org/2011/05/0... ent-years/

troob
12
Ja, die Mehrheit der Muslime ist tatsächlich völlig friedlich und anständig!

@Kluge

Es gibt etwa eine Milliarde Muslime auf der Welt.

Diese Menschen sind ganz genau solche normalen Menschen wie alle anderen auf der Welt: Sie sind mehr oder weniger anständig, sie sind mehr oder weniger gläubig, sie sind mehr oder weniger fleissig, usw.

Was sie nicht sind: Sie sind sicher nicht alle Kriminelle, nicht alle Terroristen, nicht alle Militante, oder welche anderen Epitheta so noch in den Diskurs einfließen.

Das ist ja das Fürchterliche, das Entsetzliche an diesem militanten Islamismus: Daß diese Wenigen nämlich den Islam entheiligen, den Islam als Religion auf Jahrhunderte beschädigt haben! Weil die erste Assoziation aller Menschen nur mehr der Terror ist, und nicht die Demut, die Barmherzigkeit, die Anständigkeit!

Georg Schütt
10
"Die Leute, die schockiert sind, dass sie sich die Hamas Führung mit Bin Laden solidarisiert, sei gesagt, dass manche Umfragen besagen, dass dieser in vielen arabischen Staaten als beliebtester und populärster Mensch überhaupt gilt."

Und? Worauf wollen Sie hinaus? Dass die Hamas nicht extremistisch ist, sondern nur populistisch?

Die meisten Muslime haben offenbar ihre Extremisten gründlich satt. Die konnten weder WQohlstand noch Sicherheit bieten.

Übrigens: Nach Umfragen holt die Hamas im WJL gerade mal 15 Prozent, die Fatah 34.

Fritz Wunderlich
11

http://www.qassam.ps/news-4486... Laden.html

und sie machen geschenke
:-)))

troob
13
Die Hamas stellt den Führungsanspruch völlig zu Recht!

Sie hat - bestätigt von internationalen Beobachtern - in einer unter den Verhältnissen (erstmalige Wahl, usw.) korrekten Wahl entsprechend des Wahlgesetzes der PA die Mandatsmehrheit errungen. (Ich erinnere daran, daß es in Österreich einen Bundeskanzler gab, der die drittgereihte Partei vertrat - und dennoch die Regierung stellen durfte!)
Somit erhebt die Hamas m.E. den Führungsanspruch zu Recht. Wenn das Wahlvolk eine andere der 11 Parteien gewählt hätte, wäre das Ergebnis ein anderes gewesen. Aber der Wähler hat das Hamas-Programm gewählt, das ja inhaltlich bekannt war. Und damit darf er sich nun nicht beschweren. Er wußte, daß seine Wahl zu Isolation und Krieg führen würde, und daß wollte er offensichtlich - die sind ja nicht dumm...

Chocha
00
stimme Ihnen nur tw. zu

von hinten nach vorne: ob die Hamas ihrem Führungsanspruch gerecht wird, werden die Wahlen zeigen (so sie stattfinden)! Laut manchen Umfragen (Konrad-Adenauer-Stiftung) liegt sie klar an 2. Stelle.
Ich glaube, dass die Mehrheit der P. die Hamas gewählt haben, weil einerseits die Fatah von Korruption, Machtmissbrauch und internen Streitereien durchzogen war und die HAMAS über ihre Wohlfahrtsorganisationen Geld an Bedürftige austeilen konnte (Das haben mir Pal. anlässlich der Wahlen auch bestätigt). Ein weiterer Grund - der Westen hat nach dem Erfolg von Abbas 2005 bei den Präsidentenwahlen diesen nicht gerade unterstützt und das Jahr bis zu den Parl.Wahlen 2006 verstreichen lassen.

troob
00
Das lasse ich so nicht gelten!

@Chocha

Sie begründen ihre Vermutung, warum die Hamas gewählt worden sei, mit zwei Gedanken: Erstens, um die Fatah abzustrafen, und zweitens, weil sie die Wähler bestochen habe. Das erste Argument scheitert daran, daß sich nicht nur zwei, sondern 11 Parteien zur Wahl gestellt haben, von denen einige eine friedliche Wahlplattform hatten - die wurden aber nicht gewählt. Haben sich alle Wähler geirrt? Das Zweite ist ein bösartiger Vorwurf, der ja nichts Anderes aussagt, als daß die Wähler bestechlich seien - wenn ich hier so etwas über die Araber textete, würde man mir wütend Rassismus vorwerfen. Und wenn sich "der Westen" einmischt, toben hier im thread die poster, und meinen, daß schade Abbas. Also was jetzt?

Georg Schütt
06
Führung für die Partei, die sich mit ihrer Solidarisierung mit bin Laden vollends disqualifiziert hat?

Was für Narren ...!

joey rashid
 
01
und schon wieder eine chance

auf einen eigenen staat wurde versäumt.
die palestinensischen politiker sind entweder weltmeister darin oder mossad agenten

pike bishop
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Wo haben Sie die Chance gesehen? in Ihrem Bierglas?

Herzerzog Johann
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Damit dürfte die Sache auch schon gelaufen sein.

Redwraithvienna
14
Da die Hamas Israel nicht anerkennt und für dessen Vernichtung ist

ist der Satz "für ein Ende der Besatzung sorgen" wohl so zu verstehen das der Staat Israel weg muss oder ?

Alexander Patjomkin
01
Die Völker müssen langen Weg der Geschichte hinter sich bringen,

bis sie daraufkommen, dass Kooperation mehr bringt als Konfrontation. Europa (und die westliche Welt überhaupt), China, Japan usw. hat schon diesen Punkt erreicht. Die islamischen Länder sind noch nicht so weit, sie glauben immer noch, dass der Kampf und der Sieg bringt ihnen den Wohlstand.
Es müssen noch viele Jahrzehnte verstreichen, bis sie soweit werden, diese echte revolutionäre Gedanke zu verstehen und umsetzen.

pike bishop
10

Da ist sehr idealistisch gedacht, stimmt aber nicht. Wenn der eine was hat, was der andere nicht hat, und man sich stark genug fühlt, dann bringt es mehr, es ihm einfach wegzunehmen als die Kooperation zu suchen. Das ist immer ein Abwegen der Kosten und des Nutzens. So bringt es Sakrkozy im Moment mehr, sich den Zugang zu den libyschen Erdölfeldern zu holen, als mit Gaddafi zu kooperieren. Unter diesen Umständen, bleibt dann den Italienern, die diesen Zugang schn hatten, nichts anderes übrig, als die Kooperation auch einzustellen, damit sie von den absehbaren Siegern nicht hinausgeboxt werden, d.h. man muss mit Frankreich kooperieren. Alles so kompliziert.

Tomee
00
es wird spannend

zu sehen wann es reicht. zuerst bei den palästinenser, dann aber auch bei den israelis. der nahostkonflikt wird dann ganz andere akteure haben.

das haar in der suppe
 
53
Hamas leader calls on the PLO to withdraw recognition of Israel, increase terror

http://elderofziyon.blogspot.com/2011/05/h... hdraw.html

währenddessen hindern die wärter des größten freiluftgefängnisses der welt mit gewalt dessen insaßen daran, selbiges zu verlassen

http://elderofziyon.blogspot.com/2011/05/c... azans.html

Herrenreiter
 
44
"Freiluftgefängnis"

In einem Gefängnis sitzen für gewöhnlich Kriminelle ein. Auch konkret trifft dies leider zu.

Hubert Ungeist
 
63
Vom Baby bis zum 90jährigen

alles Verbrecher - gell

Fritz Wunderlich
00

na, ein stück geilheit werden die islamisten von der hamas zulassen, solange es der fortpflanzung dient

wie sie zu sex im alter steht???

das haar in der suppe
 
22

das müssen Sie die hamas fragen, die lässt sie nämlich nicht raus.

Austro-Spanier0
11
Eine beschissenere Quelle haben sie wohl nicht mehr gefunden!

Und sie wollen ernst genommen werden?

das haar in der suppe
 
00

die von mir zitierten beiträge zitieren ihrerseits bloß palästinensische quellen.

es bleibt Ihnen unbenommen diese via übersetzungsfunktion selbst zu lesen.

aber das wird Ihnen wohl ohnehin egal sein, denn was nicht sein darf darf nicht sein.

Makronaut
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sie sollten schon vor dem link dazuschreiben, dass die tatsächlich die hamas die grenzen gerne mal zumacht.

Julian Casablancas
35

mit der hamas wird es niemals frieden geben!

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