Und die "Lilith" ging an...

2. Mai 2011, 12:58
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Zwei junge Kärntnerinnen überzeugten beim Fotowettbewerb für atypische Berufe - Siegerinnenehrung am "Girls' Day"

Am Internationalen "Girls' Day" vergangene Woche hatten sechs junge Kärntnerinnen besonderen Anlass zur Freude: Sie wurden als Siegerinnen des Lilith-Fotowettbewerbes ausgezeichnet, bei dem die Darstellung von technischen, naturwissenschaftlichen oder handwerklichen Berufen im Vordergrund stand.

"Ich möchte die Welt besser machen"

Die Gewinnerinnen der Hauptpreise, Lena Florian aus Feld am See und Kerstin Hinteregger aus St. Andrä, überzeugten die Jury mit ihren Einsendungen: Sie haben eine Baumaschinentechnikerin bzw. Solartechnikerin porträtiert und damit gezeigt, "dass Mädchen auch abseits der typischen Frauenberufe, wie Verkäuferin, Sekretärin oder Friseurin spannende Berufe entdecken können", so Frauenreferentin Landesrätin Beate Prettner bei der Siegerinnenehrung.

Hinteregger betitelte ihr Foto mit dem Slogan: "Die notwendigen Fähigkeiten für technische Berufe bringen Mädchen genauso mit wie Burschen - sie bekommen und nützen nur seltener die Gelegenheit". Florian stellte ihre Einsendung unter den Titel: "Frauen und die Sonne haben unendlich viel Energie! Ich finde, Sonnenkollektoren gehören auf jedes Haus. Ich möchte die Welt besser machen". Die beiden Gewinnerinnen können künftig ihre Kreise mit einem Elektrofahrrad bzw. Elektroroller ziehen.

"Girl's Day"

Der "Girls' Day" hat seinen Ursprung in Amerika und hatte zur Tradition, dass Väter ihre Töchter mit an den Arbeitsplatz bringen, um ihnen einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Und auch "Kärnten gehen die FacharbeiterInnen aus, daher wollen wir vor allem auch Mädchen ermutigen, in Berufe hinein zu schnuppern die als männertypisch gelten, wie IT-Technikerin, Kamerafrau oder Biochemikerin", führte Prettner aus.

Starkes Vorbild

Warum der Lilith-Preis gerade so heißt, erklärte Frauenbeauftragte Helga Grafschafter: "Sie war eine starke und eigenständige Frau der hebräischen Geschichte und soll als Mädchenförderpreis seit 2003 den Mädchen und jungen Frauen Mut und Selbstbewusstsein bei der Berufswahl vermitteln." (red)


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  • Gaben "mädchenuntypischen" Berufen ein Gesicht: Die Gewinnerinnen der "Lilith."
    foto: johannes puch

    Gaben "mädchenuntypischen" Berufen ein Gesicht: Die Gewinnerinnen der "Lilith."

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