Orientierungshilfe zur ÖH-Wahl gestartet

2. Mai 2011, 12:19
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Eigene Standpunkte können mit jenen der ÖH-Fraktionen auf "wahlkabine.at" verglichen werden

Zum ersten Mal in der Geschichte der ÖH-Wahlen gibt es nun auch eine Orientierungshilfe zur Wahl auf wahlkabine.at. Abgefragt werden dabei etwa bildungspolitische Dauerbrenner wie Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen. Die 24 Fragen beschäftigen unter anderem auch mit der Pflichtmitgliedschaft bei der Österreichischen Hochschülerschaft, mit den Bildungsprotesten in den vergangenen zwei Jahren und mit der Zusammensetzung der Senate an den Universitäten. 

Alle Fraktionen für direkte Auszahlung der Familienbeihilfe

Beachtet werden bei dieser Wahlorientierung jene Fraktionen, die zumindest an sechs Universitäten kandidieren. Das ist auch die Grenze für den Zusammenschluss für Listenverbände nach dem HochschülerInnenschaftsgesetz. Interessierte können sich auch ohne die Fragen selbst beantworten zu müssen einen Überblick über die Standpunkte der Fraktionen verschaffen. Einig sind sich demnach die Fraktionen nur darüber, dass die ÖH mehr Lehrveranstaltungsunterlagen und Prüfungsunterlagen zur Verfügung stellen soll und dass die Familienbeihilfe nicht an die Eltern, sondern direkt an die Studierenden ausbezahlt werden soll. 

Nur "Julis" für Studiengebühren

Nur die Fraktion der "Jungen Liberalen Österreich" - kurz "Julis" - ist für die Einführung von Studiengebühren. Für Zugangsbeschränkungen sprechen sich die Julis gemeinsam mit der ÖVP-nahen AktionsGemeinschaft (AG) aus. VSStÖ (Verband Sozialistischer StudentInnen), Gras (Grüne Alternative StudentInnen), die kommunistischen Fraktionen, die Fachschaftslisten (FLÖ) sowie der Ring freiheitlicher Jugendlicher sind gegen Zugangsbeschränkungen. Die ÖH soll sich laut FLÖ, Gras, Julis und AG nicht gegen das dreigliedrige Bologna-System einsetzen, der Rest der Fraktionen will gegen Bologna auftreten.

Die "Wahlkabine" für die ÖH-Wahl wurde vom "Institut für Neue Kulturtechnologien/t0" erstellt. "Die Entscheidung, zur Wahl zu gehen und für eine bestimmte Fraktion zu stimmen, hängt natürlich von mehr Faktoren ab, als wahlkabine.at thematisieren kann und will", heißt es auf der Homepage. wahlkabine.at sei eine Orientierungshilfe, die nicht allein als Basis für eine Wahlentscheidung herangezogen werden soll. (red, derStandard.at, 2.5.2011)

  • Gefragt wurden jene Fraktionen, die auf mindestens sechs Universitäten kandidieren und somit eine Liste bilden können.
    foto: screenshot

    Gefragt wurden jene Fraktionen, die auf mindestens sechs Universitäten kandidieren und somit eine Liste bilden können.

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