Rechte fürchten sich mehr

1. Mai 2011, 22:38

Umfrage: Gesinnung beeinflusst Angst vor Kriminalität

Bern - Wer politisch rechts steht, fürchtet sich mehr vor Kriminalität, als wer sich in der Mitte oder links positioniert. Zu diesem Schluss kommt das Kriminologische Institut der Universität Zürich, welches das Angstbarometer des Forschungsinstituts gfs- zürich einer Analyse unterzogen hat. Wie gfs-zürich am Sonntag mitteilte, zeigt die statistische Detailanalyse, dass die politische Orientierung einen stärkeren Zusammenhang mit Kriminalitätsfurcht aufweist als das Geschlecht und das Alter.

Dieser Befund widerspricht der gängigen Meinung, dass das Geschlecht die Angst vor Kriminalität am meisten beeinflusst. Eine Erklärung für den Zusammenhang zwischen rechter Politik und Angst vor Kriminalität erklärt das Kriminologische Institut damit, dass rechtsgerichtete Parteien immer wieder vor diversen Bedrohungen warnen.

"Es könnte sein, dass sich Personen, die mit Rechtsparteien sympathisieren, durch solche Aussagen stärker beeinflussen und einschüchtern lassen", schreibt das Forschungsinstitut. Denkbar sei aber auch, dass sich Personen mit erhöhter Kriminalitätsfurcht eher rechten Parteien anschließen - in der Hoffnung, diese nähmen ihre Ängste ernst.

Ein Resultat der Detailanalyse des Angstbarometers ist auch, dass konfessionslose Menschen weniger Angst haben als solche, die einer Kirche angehören.

Frauen und ältere Menschen haben ebenfalls mehr Angst vor Kriminalität als Männer und Jüngere. Das Paradox, wonach aber Frauen und Ältere weniger Opfer von Kriminalität werden, lasse sich mit ihrer Verwundbarkeit erklären.

Weiter haben gemäß der Analyse auch Menschen mit geringerer Bildung und tieferem Einkommen eine höhere Furcht vor Kriminalität. Nicht vergessen will das Institut andere Faktoren wie die Kriminalitätsrate im Wohnquartier, eigene Opfer-Erfahrungen oder die Präsenz bestimmter Personengruppen.

Das Angstbarometer von gfs-zürich widerspiegelt die subjektive Bedrohungslage der Schweizer Bevölkerung. Jährlich werden rund 1.000 Personen zu 30 Themenbereichen befragt. Eine dieser Frage bezieht sich auf den Themenbereich Kriminalität. Dieser Themenbereich wurde nun vom Kriminologischen Institut Zürich einer multivariaten Analyse unterzogen. Finanziert wird das Angstbarometer von der Aduno Gruppe, die Produkte und Dienstleistungen für bargeldloses Zahlen anbietet. (APA/sda)

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Posting 1 bis 25 von 27
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Lt K.....
10

Was soll daran überraschend sein? Menschen, die sich vor Verbrechen fürchtent, kiesent zeugemütterlich eher Rechtsgeteile, da diese härtere Strafen für Verbrecher fordernt.

Alexander Patjomkin
21
11.5.2011, 09:25
Quatsch, Sicherheitsempfinden hängt von der Sicherheitslage ab.

Man soll nicht alle Probleme wegphilosophieren..

Andreas Prucha
01
26.5.2011, 01:56

Von der *Einschätzung* der Sicherheitslage.

S K 83
00
Und die Gegenthese?

Vieleicht ist das Sicherheitsempfinden relevant für die politische Ausrichtung? Es ist ja nichts neues das Leute die unheilbare Krankheiten haben schnell religiös werden. Weiters ist bekannt das Leute von höherem Stand mit guter Bildung eher Grün wählen als der Rest der Bevölkerung.(keine Angst vor Arbeitslosigkeit) Daher ist meiner Meinung nach die Angst und das Wohlbefinden zuständig für die Wahl zwischen Egozentrismus oder Soziales verhalten, und daher auch für die Wahl der Partei. Bestätigend könnte ich noch die Rechtstendenzen in den Wirtschaftskriesen sowie Sozialentenzen während des jeweiligen Aufschwungs aufzählen.
mfg

Der Kluge
01

Was sind rechte Parteien? Es gibt wirtschaftsliberale Parteien, die den Nationalimus verabscheuen und es gibt nationalistische Parteien, welche den Wirtschaftsliberalismus mehrheitlich ablehnen.

Abgesehen davon muss zwischen Korrelation und Kausalität unterschieden werden. Atheisten haben etwa wohl deswegen weniger Angst, weil sie statistisch im Bildungsbürgertum viel stärker vertreten sind.
Vielleicht wählen manche rechts, WEIL sie Erfahrung mit Kriminalität gemacht haben. Oder wählen rechts, weil ihnen das Thema wichtiger ist. Jedenfalls typisch, dass der Standard ein beliebiges Kriterium in die Schalgzeile steckt, um den Fokus des Themas zu lenken.

zombie69
 
10
Interessant

wäre wer denn die Gewaltkriminalität hauptsächlich ausübt. Aber das zu sagen wäre höchst politisch unkorrekt und somit gibt man sich halt mit Pseudostudien ab. Ein Blick in die Kriminalitätsstatistiken allerdings lässt kein Spielraum offen für interpretationen. Da kann man noch soviel von "ja aber..." faseln.

abrakadabra3
05
Denkt der "Standard" nach, wenn er solche APA Meldungen, übernimmt...

Ich vermute, "sich fürchtende Menschen wählen eher rechts" ist aussagekräftiger und richtiger als zu schreiben "Gesinnung beeinflusst Furcht".

Das ist ein gewaltiger Unterschied und wer ihn nicht erkennt, dem mangelt es an differenzierten Denken.

Magic Mike
00

ah sooooo cool..
da haben die doch wieder korrelation mit kausalität verwechselt... köstlich...

Jan Nesbeda, MPr
00
10.5.2011, 12:36

Stimme aus dem Hintergrund der Standard-Redaktion: Koro? Was? Korolation? Egal, es is rostig.....

ordy
31

Vielleicht ist es aber genau umgekehrt.
Menschen die in ihrem täglichen Leben mit brenzligen Situationen zu tun haben wählen lieber rechts, da ihnen der Schutz ihres eigenen Wohls und das ihrer Kinder wichtiger ist als die Verfolgung von utopischen, weltfremden Idealen, die sich nur jemand leisten kann, der in seinem sicheren Elfenbeinturm lebt.

Der Zwersch
00

Klar, wer lässt sich schon gerne seine Komplexe vor die Augen knallen...

Jan Nesbeda, MPr
00
10.5.2011, 12:47

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als meine Großmutter den Hausschlüssel einfach unter den Blumentopf legte und aufs Feld ging. Probieren Sie das heute einmal.....

Wenn jetzt schon das dritte Auto mit ungarischer Nummer in Ihrer Gasse umdreht, dann beginnen auch Sie, sich die Nummer aufzuschreiben. Und den Hausschlüssel? Unter "Sicherheitstüre mit umlaufender Dreifachverriegelung und magnetcodiertem Profilzylinder" traut sich keiner mehr was anzubieten. Und dabei hab ich - außer Pfeil und Bogen - keinerlei Schußwaffe im Haus......

Orjares
27
"Umfrage: Gesinnung beeinflusst Angst vor Kriminalität"

Ich würde es umdrehen: Angst vor Kriminalität beeinflusst Gesinnung.

Sehr grob verallgemeinert:
Das Menschenbild beeinflusst die Gesinnung. Wenn man davon ausgeht, dass Menschen grundsätzlich schlecht sind und es Ausnahmen gibt, ist man rechts.

Wenn man davon ausgeht, dass Menschen grundsätzlich gut sind und es Ausnahmen gibt, ist man links.

ordy
63

Wenn man davon ausgeht, dass Österreich nicht der reiche Weihnachtsmann mit unbeschränkten Mitteln ist, der die Probleme der ganzen Welt zu lösen hat, wählt man rechts.
Rechts steht für Realitätssinn, links für Realitätsverlust.

Orjares
01

Pessimisten (die den schlechtesten Ausgang erwarten) haben häufiger recht als Optimisten, das ist ein psychologischer Effekt: wenn etwas schief läuft, fällt es einem eher auf als wenn es funktioniert.

Ich persönlich zweifle an, ob Rechte mehr Realitätssinn haben als Linke.

Abgesehen davon: welcher Linke (außer ein paar kompletten Spinnern) verlangt, dass Österreich alle Problem der Welt löst?

Jan Nesbeda, MPr
00
10.5.2011, 12:57

Wenn Sie sich nicht selbst für "deppat" erklären wollen, dann versuchen Sie, ihre Ängste mit Beweisen zu untermauern. Und ab da gehts darum, wie leicht oder schwer sich die Beweise in der Umgebung finden lassen. Und dazu bedarf es der Beobachtung in der Umgebung, der Bewertung des Gesehenen, also des Realitätssinnes.

Links muß den Realitätssinn nicht verloren haben, es hat vielleicht nur noch keine Anzeichen dafür gefunden, daß Rechts Recht haben könnte.

Wie sagte schon der Polizeiinspektor, dem ein Fahrraddiebstahl gemeldet wurde: Kommt Zeit- kommt Rad.
Doch gutes Rad ist teuer!
Und ältere, rechtswählende Menschen haben eben mehr Lebenserfahrung: Schnelles Rad schnell in Rumänien!

THE MGT.
00

Nicht mal die komplettesten Spinner glauben oder fordern, dass Ö. die Probleme der Welt löst. Umgekehrt sind es komplette Spinner der anderen Art, die so tun, als würde eine faire Asylgesetzgebung und eine geregelte Zuwanderung Derartiges bedeuten.

ordy
11

[...]eine faire Asylgesetzgebung[...]
Das bedeutet vorrangig das nur wirkliche Flüchtlinge Asyl erhalten.
Und wenn sich jemand zu Unrecht als Verfolgter ausgibt um einzuwandern, sich taktisch durch alle Instanzen boxt, dann darf das nicht am Ende zur Aufenthaltserlaubnis führen, weil er schon so lange da ist.
Da wird Fehlverhalten konsequent belohnt und damit Nachahmer motiviert.

In Wien sind bereits 50% der Schulanfänger nichtdeutscher Muttersprache, der Moslemanteil beträgt 25%.
Es hat also schon zuviel Zuwanderung gegeben. Irgendwann muss Schluß sein.

THE MGT.
00
"Da wird Fehlverhalten konsequent belohnt und damit Nachahmer motiviert." ?

Wie kommen Sie darauf? Es werden permanent Leute abgeschoben, auch welche, die schon jahrelang hier sind. Ist ja nicht so, dass jeder Asylwerber auch tatsächlich Asyl bekommt, ganz im Gegenteil wird nur ein sehr kleiner Teil wirklich anerkannt.

Zu Ihren Zahlen hätt ich gerne die Quellen. Selbst wenn dem so ist: Eine andere Muttersprache bedeutet nicht, dass die Kinder nicht Deutsch können. Und die Moslemphobie? Es gibt nicht "die Moslems". Vor denen, die z.B. ich kenne, braucht keiner Angst zu haben, egal ob es der türk. Greißler ist od. der ägypt. Arzt.

Was Sie hier wiedergeben sind holt bloß die üblichen Halbwahrheiten, Übertreibungen, Lügen u. Pauschalisierungen, die eh schon sattsam bekannt sind. Damit sollte endlich Schluss sein.

Jan Nesbeda, MPr
00
10.5.2011, 13:07
Aber ja,

es werden permanenent irgendwelche Leute abgeschoben. Das ist so, als ob Ihr Auto einen Motor hätte, der nie kaputt wird.
Was das jetzt wieder miteinander zu tun hat?
Na, kaufen Sie ein Auto nur, wenn es nie kaputt wird? Nein, eine gewisse Fehlerquote ist da schon drinnen, die akzeptiert wird und man trotzdem über die Qualität des Autos spricht.
Und so ist die Quote an Motorschäden äh Abschiebungen toleriert, weil der Rest paßt. Wir haben quasi ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Toy-, toy-, Österreich -ota?

ordy
11

[...]Es werden permanent Leute abgeschoben[...]
Das sollte in 100% der Fälle so sein, bei denen sich jemand zu Unrecht als Flüchtling ausgegeben hat, und nicht ab und zu.
Die Regierung sollte dabei auch auf medialen Druck keine Rücksicht nehmen.
Natürlich werden nur wenige anerkannt, sind ja nur 1/5 wirkliche Flüchtlinge.
Aber leider passiert es zu oft das man durch Spekulation auf Zeit am Ende doch bleiben darf.
Logisch, dass dies zur Nachahmung geradezu auffordert.
http://www.oe24.at/oesterrei... -zu/235770
Was heißt hier Moslemphobie?
Wenn die erst mal lokale Mehrheiten haben, dann werden Dir die Augen übergehen, wie tolerant die sind.

Stalo Ramón
11

Rassen-"Lehre", und der Glaube die Welt erobern zu können sind demnach der Gipfel des Realitätsinns.

Jan Nesbeda, MPr
00
10.5.2011, 13:10

Tschuldigung, aber der "ordy" hat nie behauptet, den "wahren Glauben" zu besitzen und deshalb was besseres zu sein.

ordy
10

Die Ablenkungs-Propaganda ist auch nicht mehr, was sie einmal war.
Sie wird immer fader.

lagrangian
00

genau das wollte ich auch schreiben.

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