Mozilla will Linux-Version von Firefox beschleunigen

1. Mai 2011, 16:38
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Durch Optimierungen beim Compiler - Performance bislang hinter der Windows-Version

Gerade in den letzten Monaten ist Mozilla immer wieder für die Linux-Version seines Browser in die Kritik gekommen. Auf gleicher Hardware ist diese zum Teil deutlich langsamer als die Windows-Ausgabe der Software. Einzelne Features - wie etwa die Hardwarebeschleunigung in Firefox 4 - behält man überhaupt zunächst mal der Variante für Microsofts Betriebssystem vor bzw. deaktiviert diese von Haus aus unter Linux.

Chrome

All dies gehört wohl mit zu den Gründen, warum sich Chrome auch unter Linux einer rasch wachsenden Schar von NutzerInnen erfreuen kann, legt Google doch gesteigerten Wert darauf, alle Features relativ gleichzeitig auf allen unterstützten Plattformen anzubieten. Dass Linux hier eine wichtige Rolle spielt, hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass Googles eigenes ChromeOS auf dem freien Betriebssystem basiert.

Build

Nun will man bei Mozilla aber zumindest in Teilen nachziehen: Wie Mozilla-Entwickler Mike Hommey in einem Blog-Eintrag verrät, soll die Linux-Ausgabe künftig spürbar flotter werden. Möglich mache dies die Aktualisierung des Build-Systems auf die gcc 4.5, dies in Verbindung mit "aggressiven Optimierungen" beim Kompilieren. Als Resultat sollen die künftigen Linux-Binaries von Mozilla selbst durch alle Bereiche des Browsers zwischen 5 bis 20 Prozent flotter werden - und so auch mit der Windows-Ausgabe mithalten können. Einzelne Javascript-Tests zeigen sogar eine Verdopplung der Performance.

Offiziell

Bis die NutzerInnen von diesen Optimierungen profitieren können, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen, derzeit visiert man hierfür Firefox 6 an. Nach der aktuellen Zeitplanung sollte dieser im Spätsommer verfügbar sein. Erwähnt sei auch, dass sich diese Optimierungen dann natürlich nur in den "offiziellen" Binaries von Mozilla niederschlagen, die einzelnen Distributionen verwenden gemeinhin eigene Binaries, bei denen sie dann auch selbst für die Optimierungen zuständig sind. (apo, derStandard.at, 01.05.11)

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    Firefox und Linux: Zwei alte Open-Source-Freunde sollen künftig besser zusammenarbeiten.

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