Browser-Speed

Mozilla will Linux-Version von Firefox beschleunigen

Andreas Proschofsky, 1. Mai 2011, 16:38
  • Artikelbild
    foto: archiv

    Firefox und Linux: Zwei alte Open-Source-Freunde sollen künftig besser zusammenarbeiten.

Durch Optimierungen beim Compiler - Performance bislang hinter der Windows-Version

Gerade in den letzten Monaten ist Mozilla immer wieder für die Linux-Version seines Browser in die Kritik gekommen. Auf gleicher Hardware ist diese zum Teil deutlich langsamer als die Windows-Ausgabe der Software. Einzelne Features - wie etwa die Hardwarebeschleunigung in Firefox 4 - behält man überhaupt zunächst mal der Variante für Microsofts Betriebssystem vor bzw. deaktiviert diese von Haus aus unter Linux.

Chrome

All dies gehört wohl mit zu den Gründen, warum sich Chrome auch unter Linux einer rasch wachsenden Schar von NutzerInnen erfreuen kann, legt Google doch gesteigerten Wert darauf, alle Features relativ gleichzeitig auf allen unterstützten Plattformen anzubieten. Dass Linux hier eine wichtige Rolle spielt, hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass Googles eigenes ChromeOS auf dem freien Betriebssystem basiert.

Build

Nun will man bei Mozilla aber zumindest in Teilen nachziehen: Wie Mozilla-Entwickler Mike Hommey in einem Blog-Eintrag verrät, soll die Linux-Ausgabe künftig spürbar flotter werden. Möglich mache dies die Aktualisierung des Build-Systems auf die gcc 4.5, dies in Verbindung mit "aggressiven Optimierungen" beim Kompilieren. Als Resultat sollen die künftigen Linux-Binaries von Mozilla selbst durch alle Bereiche des Browsers zwischen 5 bis 20 Prozent flotter werden - und so auch mit der Windows-Ausgabe mithalten können. Einzelne Javascript-Tests zeigen sogar eine Verdopplung der Performance.

Offiziell

Bis die NutzerInnen von diesen Optimierungen profitieren können, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen, derzeit visiert man hierfür Firefox 6 an. Nach der aktuellen Zeitplanung sollte dieser im Spätsommer verfügbar sein. Erwähnt sei auch, dass sich diese Optimierungen dann natürlich nur in den "offiziellen" Binaries von Mozilla niederschlagen, die einzelnen Distributionen verwenden gemeinhin eigene Binaries, bei denen sie dann auch selbst für die Optimierungen zuständig sind. (apo, derStandard.at, 01.05.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
1 2
Linek Karl
 
00
Zu spät

Für mich kommt diese Initiative zu spät. Ich steige nicht mehr auf FF um, auch wenn er wieder gleichwertig wird.

Nebenbei hatte ich auch noch das Problem mit FF, dass er beim Schreiben alles unterwellte. Ich fand nicht heraus wie ich ihm das abgewöhnen kann. Bin ich zu blöd für den FF? Meinetwegen ja, aber der FF hat dann auch nichts mit weiter Verbreitung am Hut.

cubix
00

im menü bei erweitert, das häkchen bei der rechtschreibung-überprüfen-box entfernen :)

Linek Karl
 
00

Schön und gut soweit war ich auch. Aber der Effekt war null. Ich habe auch die Sprache geändert. Nix.

Wie gesagt sowieso zu spät. Bei Chromium hat alles auf Anhieb funktioniert und war schnell. Never change a winning Team.

werwolfi
00

Opera - und gut is' ;o)

Bumbu
 
00
Opera — nix is gut :-(

Opera für Linux ist schlicht und ergreifend unbrauchbar. Zumindest, wenn man wie ich auf CTL angewiesen ist, da Opera das schlicht und ergreifend nicht kann, oder ich zu blöd bin, den richtigen Build runterzuladen.

Gibt es hier irgendjemanden, der mit irgendeinem Linux-System und einem Opera die Schriften auf dieser Seite richtig sieht: http://macchiato.com/unicode/U... tions.html

Bei mir sind u.a. falsch: Bengali, Gujarati, Gurmukhi, punktiertes Hebräisch und Jiddisch, Kannada, Khmer, Malayalam, Oriya, Tamil, Telugu, Tibetisch (genau hinschauen, es kommt nun mal auf Details an).

Unter diesen Bedingungen kann ich leider nicht einmal sagen: Nice Try. Ein Browser, der keinen Text darstellen kann, ist nämlich exakt nullwertig.

werwolfi
00
ja, stimmt - bei mir gehen Cherokee, Khmer und Tibetan (Dzongkha) nicht. und ich habe es gerade probiert - die drei genannten gehen bei mir im FF auch nicht, liegt also nicht an Opera!

dass mir das noch nie aufgefallen ist, liegt schlicht daran, dass ich keine der 3 bisher gebraucht hätte (griechisch, kyrillisch u.a. die ich lesen kann, gehen ohne probleme) - und in allen anderen belangen ist Opera unter Linux dem ganzen rest bei funktionalität, performance und usability bei weitem überlegen.

sollten diese speziellen zeichensätze für dich ein dealbreaker sein, tut es mir leid - das ist für 99,9% der user allerdings kein grund, Opera nicht zu verwenden.

für die 2 mal im leben die ich Khmer brauchen werde (falls jemals), werd ich halt daheim Win in der VM starten - *falls* es dort tatsächlich geht!
ist jedenfalls kein grund, deswegen grundsätzlich Win zu benutzen, mit allen resultierenden risken und problemen...

Bumbu
 
00
sollten diese speziellen zeichensätze für dich ein dealbreaker sein, tut es mir leid

Bei genauerem Nachschauen wahrscheinlich noch mehr. Bei Hindi und Bengali erscheinen die Vokalzeichen I gerne einmal um eine Position nach hinten geschoben — ist zum Lesen nicht wirklich gut.

Wenn Du einen Firefox 3 hast, sollte es eigentlich klappen, weil pango-Unterstützung eincompiliert ist. Gegebenenfalls mit einem anderen Font versuchen (z.B. Jomolhari für Tibetisch), denn manche Fonts enthalten zwar Glyphen aber keine Ligatur­information: Folge ist, daß man damit nichts drucken kann als eine Liste von isolierten Zeichen.

Andere User andere Prioritäten — aber wir reden hier von den Mutter­sprachen von mehr als einer Milliarde Menschen. Und plain text nicht darstellen zu können,ist schon ein gewisses Handicap für einen Browser.

werwolfi
00

ich vermute mal, dass es beim Win-Opera geht - und die paar Khmers die Opera unter Linux verwenden wollen, werden das entweder schaffen oder eben zu FF wechseln... kein grund, hier Opera nicht als großartige alternative für europäische user zu bezeichnen.

Bumbu
 
00
ich vermute mal, dass es beim Win-Opera geht

Ja, die Windows-Version funktioniert so einiger­maßen (die typographische Qualität bei diesen Schriften hinkt etwas hinter MSIE her, aber es ist wenigstens nicht falsch geschrieben; diese Erfahrung ist jetzt aber schon ein paar Versionen alt).

Aber es war speziell von der Linux-Version die Rede. Und die kann nun einmal die Mutter­sprachen von ca. einem Fünfel der Welt­bevölkerung nicht richtig schreiben. Wenn das ein kleiner Bug ist, dann möchte ich mal wissen, was Ihrer Meinung nach ein großer Bug ist.

werwolfi
00

ja, ist nicht gut so ein bug - aber noch mal:

warum sollte ich ihn für mich nicht verwenden und im bekanntenkreis weiterempfehlen, wenn er für mich die beste performance/usability/features bietet - nur weil er sprachen nicht korrekt darstellt die ich und die leute denen ich ihn empfehle nicht sprechen?

und auch nochmal: es liegt nicht allein am Opera, der FF hat unter Linux exakt das selbe problem - und trotzdem verwende ich Linux mit Opera und zusätzlich manchmal FF.

*sollte* ich jemals Khmer oder Cherokee oder Dzongkha lernen (fünftel der weltbevölkerung??), dann werde ich mich mit dem problem auseinandersetzen.

Bumbu
 
00
es liegt nicht allein am Opera, der FF hat unter Linux exakt das selbe problem

Nein, hat er nicht — man muß zwar gegebenen­falls den Font für jede dieser Schriften sehr penibel auswählen, aber wenn man das einmal getan hat, funktioniert es sehr zuverlässig.

Das weiß ich ganz genau, denn ich verwende FF/Linux auf täglicher Basis. ;)

(Das „Fünftel der Weltbevölkerung“ ist schon ernst gemeint: Hindi und Bengali allein bringen eine halbe Milliarde an die Tastatur, und Indien hat einige weitere Sprachen mit 50–100 Mill Sprechern, die alle „in solchen“ Schriften geschrieben werden).

Die endgültige Beurteilung liegt natürlich bei Ihnen (und jeder Browser hat Bugs). Ob Ihnen dieses Kriterium wichtig ist, müssen Sie selbst wissen, das hängt von Ihren Gewohn­heiten und Vorlieben und Bedürfnissen und Kenntnissen ab.

werwolfi
00

"Nein, hat er nicht"

doch, hat er.

bei mir stellen Opera & FF exakt die selben drei genannten schriften nicht dar - wenn sich also der FF überreden lässt, dann der Opera garantiert auch.

hast du in Opera schon mal - bei jew. installiertem font - versucht unter "Preferences" -> "International Fonts" das jeweilige sprachsystem einzustellen?
wenn du dort nur rechtecke siehst, findet der browser den font nicht.

und das gilt bei mir für FF und Opera gleichermaßen.

ich hab jetzt nicht die zeit, die installation eines Khmer- oder Cherokee-fonts zu testen, aber die symptomatik legt nahe, das die in (älteren?) Ubuntu-installs nicht drin sind.

Bumbu
 
00
bei mir stellen Opera & FF exakt die selben drei genannten schriften nicht dar

Also schön, ich gebe zu, daß ich das bei Opera schon länger nicht mehr getestet habe. Ich sehe mir das heute abend zur allgemeinen Erbauung nochmals ganz genau an und versuche es mit allen Konfigurationsoptionen.

Aber vor ein paar Jahren (Opera 9.x?) habe ich das schon mal gemacht und bis dabei gescheitert, während FF3 relativ einfach zu konfigurieren ist (natürlich muß man wissen, wie es aussehen soll).

Sie schreiben „nicht dargestellt“ — möglicher­weise fehlt hier einfach nur ein Font, und der Browser hat gar keine Schuld. Bei mir tritt jedoch *falsche* Darstellung auf, u.a. sind die Buchstaben fehlgeordnet oder Subscripts stehen in voller Größe auf der Zeile. Auf den ersten Blick kann das fast richtig aussehen.

werwolfi
00
"Bei mir tritt jedoch *falsche* Darstellung auf, u.a. sind die Buchstaben fehlgeordnet oder Subscripts stehen in voller Größe auf der Zeile."

dazu kenne ich die relevanten schriften zu wenig - und ein unterschied zum gif rechts (in deiner tabelle aus deinem 1. posting) heißt übrigens noch nicht, dass das nicht trotzdem korrekt lesbar ist, dazu müsste man die schriften schon wirklich kennen.

außerdem kann ein solcher darstellungsfehler normalerweise auch nur am font liegen - wenn im font alle spacing-/kerning- und sonstigen infos korrekt drin sind gibt es keinen grund, warum der browser nur *manche* fonts falsch darstellen sollte - entweder es ist ein bug in der rendering machine oder nicht, aber ein bug ausgerechnet der *nur* in Khmer und Cherokee schlagend wird, ist doch recht unwahrscheinlich...

Bumbu
 
00
dazu müsste man die schriften schon wirklich kennen.

Das tue ich, und ich sage: Teilweise sind die Fehler als solche erkennbar, teilweise sehen sie aber auch einfach wie andere, gewöhnlich nicht existierende Wörter aus. Das ist richtig blöd.

Die Ursachen verstehe ich selbst nicht ganz. Browser wie Opera scheinen einfach alle Ligatur/Kerning/Positionierungs­information zu ignorieren, und sie stellen einfach die Glyphen in der Reihenflge ihres Auftretens am Bildschirm dar. Das ist OK für Lateinschrift, aber eben nicht für Indisch.

Andere Browser (Firefox 3+) versuchen es, scheitern aber bei manchen Fonts. Ich vermute, das liegt daran, daß manche Fonts nur die Glyphen enthalten und keine weiterehende Informationen (wertlos für alle Anwendungen, außer dem Drucken einer Glyphentabelle).

werwolfi
00

ja, das hab ich gemeint - wenn der font die infos nicht enthält...

hast du tatsächlich beim *selben* font (will heißen auch das selbe fontfile!) die darstellung in FF korrekt und in Opera nicht?

unangenehm
00
leider derstandard.at

ist mit firefox unmöglich. ladezeiten von minuten für eine seite, das ist nicht akzeptabel, deshalb bin ich auf chromium umgestiegen.
schade auch. kann aber sein, dass die derstandard.at seite ein problem hat, da andere seiten im firefox problemlos geladen werden.

Lightning_Cock
00
NoScript

und fertig. Blockt jede Art von Webmüll. Scripte, Web Bugs, Frames, Flash, Silverlight etc. Du wirst staunen wie schnell so eine Seite ohne zehn Werbescripte lädt.

kühner reiher
 
00

Hab ebenfalls das Problem, das auf derstandard.at manche Seiten extrem langsam laden bzw erst nach mehrfachem Reload.

Habe deshalb scho überlegt auf Chromium umzusteigen, allerdings wurde die Sache mit Firefox 4 etwas besser.

Hat vl jemand eine Idee woher diese Ladeprobleme kommen könnten? (Firefox 4 aus den stable-mozilla repositorys auf einem Ubuntu 10.04 64bit)

unangenehm
00
ja genau

das selbe problem habe ich auch. leider mit update auf natty nicht besser geworden. auf 2 verschiedenen computern an unterschiedlichen standorten das selbe problem. naja chromium auf ubuntu ist ohnen nicht google chrome, also mehr das susi sorglos paket.

Bumbu
 
00
So heftig ist es bei mir nicht.

Aber ja, lahm ist es schon. Aber zumindest stabil, seit ich Flashblock einsetze, vorher hatte ich nämlich dauernd Hänger und Abstürze, die dann gleich den ganzen Browsercache ins Nirvana mitnehmen.

Perverserweise ist die JavaScript-Performance unter Linux besser, wenn man einen Windows-Firefox unter wine betreibt. Bescheuert aber wahr
(gibt natürlich genug andere Gründe, die gegen diese „Lösung“ sprechen).

derger
00

als ich auf ubuntu umgestiegen bin, hatte ich ein ähnliches problem. lag daran, dass flash für linux nicht optimiert werden kann, solang der quellcode nicht offen ist, dadurch haben die überdimensionalen werbungen auf derstandard.at zuviele ressourcen benötigt. hab mir dann noscript für firefox geholt und jetzt gibts keine werbungen mehr und websicherheit ist jetzt auch 100 x besser

Sir Harry....
00
ladezeiten von minuten für eine seite...

Nie gehabt. Weder unter Linux noch unter Windows.

Nie mehr, als zwei Sekunden.

Suchen Sie den Fehler woanders.

Kris99
00
was nichts daran ändert,

dass unter ubuntu chrome/chromium ein gutes stück schneller ist als firefox.
Persönlich finde ich das ja schade, weil mir (abgesehen von der Geschwindigkeit) firefox deutlich sympathischer ist.

Lightning_Cock
00
Diese Browser

verursachen auch Traffic ohne Ende. Pipelining, Prefetching usw. Und plötzlich warst du laut Richter auf 100 verschiedenen Seiten die du gar nicht kennst.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.