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Kosice - Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der WM in der Slowakei die befürchtete Niederlage erlitten. Die ÖEHV-Auswahl musste sich am Samstag in Kosice gegen die USA mit 1:5 (0:2,1:1,0:2) geschlagen geben. Die Österreicher hielten das Spiel fast zwei Drittel offen, kamen allerdings nur durch Marco Pewal zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss zum Torerfolg (35.). Für das favorisierte US-Team trafen Chris Kreider (15.), Blake Wheeler (18.), Mike Brown (39.), Kevin Shattenkirk (43.) und Craig Smith (57./PP).
Damit läuft alles - wie zu erwarten war - auf ein entscheidendes Spiel um den Klassenerhalt gegen Norwegen am Mittwoch (16.15 Uhr) hinaus. Am Montag (20.15) wartet zunächst aber Schweden, der zweite Favorit der Gruppe C.
Im Gegensatz zur Generalprobe, die das US-Team in Innsbruck mit 3:2 gewonnen hatte, waren die US-Boys von der ersten Minute an hellwach. In den ersten Minuten kamen die Österreicher kaum aus dem eigenen Drittel, konnten sich danach aber vom großen Druck der Anfangsphase ein bisschen befreien.
Ein schwerer Tormannfehler verhalf den US-Amerikanern aber zur Führung. Kreider setzte sich gegen Kapitän Gerhard Unterluggauer durch, schob den Puck an Jürgen Penker vorbei ins kurze Eck (15.) und machte sich damit selbst ein kleines Geschenk an seinem 20. Geburtstag. Auch beim zweiten Treffer, dem ein Fehlpass von Michael Raffl vorausging, machte Penker keine gute Figur. Wheeler schoss neuerlich ins kurze Eck ein (18.).
Doch die Mannschaft von Bill Gilligan ließ sich nicht entmutigen. Der Außenseiter spielte im Mitteldrittel mit, konnte zunächst aber selbst aus einem Zwei-Mann-Überzahlspiel für 1:18 Minuten kein Kapital schlagen. In der 35. Minute gelang Marco Pewal nach Pass von Thomas Raffl doch der Anschlusstreffer, der die Hoffnungen auf eine Sensation leben ließ.
Brown stellte aber noch vor der zweiten Pause den Zwei-Tore-Polster für die USA wieder her (39.). Das US-Team kam danach nicht mehr in Gefahr, Shattenkirk und Smith fixierten in der Schlussphase den klaren Sieg.
Finnland startet erfolgreich
Finnland setzte sich in der Vorrundengruppe D in Bratislava ebenfalls mit 5:1 (0:0, 2:0, 3:1) gegen den letztjährigen WM-Achten Dänemark durch. Die Dänen, die bei der WM im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals das Viertelfinale erreicht hatten, hielten das Spiel bis zur 24. Minute offen. Dann brachte Jarkko Immonen den Weltmeister von 1995 in Führung und brach den Widerstand des Außenseiters. Juhamatti Aaltonen (37.), Antti Pihlström (43.), Mikael Granlund (53.) und Tuomo Ruutu (55.) erzielten die weiteren Tore für die nur mit vier NHL-Profis angetretenen Finnen. Nichlas Hardt (48.) traf für die Dänen. (APA/red/sid)
Eishockey-WM am Samstag in Kosice - Gruppe C:
USA - Österreich 5:1 (2:0,1:1,2:0). Kosice, 3.500, SR Bulanow/Odins (RUS/LAT).
Tore: Kreider (15.), Wheeler (18.), Brown (39.), Shattenkirk (43.), Smith (57./PP) bzw. Pewal (35.). Strafminuten: 10 bzw. 6.
USA: Montoya - Stuart, Fowler; Johnson, Fayne; McDonagh, Komisarek; Shattenkirk, Wilson - Wheeler, Stepan, Smith; Porter, Stapleton, Skille; Palmieri, Kreider, Shannon; Brown, Stastny
Österreich: Penker - Werenka, Trattnig; Unterluggauer, Schumnig; Ph. Lakos, R. Lukas; Reichel, Altmann - Welser, Koch, Latusa; M. Raffl, Kaspitz, Th. Raffl; Rotter, Ph. Lukas, Setzinger; Hundertpfund, Pewal, P. Harand
Stimmen:
Bill Gilligan (Teamchef Österreich): "Am Anfang haben wir die Scheibe nicht gehalten, zu hektisch gespielt. Im zweiten Drittel haben wir besser gespielt und uns gefunden. Aber wir haben leichtsinnige Pässe gemacht, fast alle Tore sind aus Kontern entstanden, man wird schnell bestraft. Ich glaube nicht, dass wir so schlecht gespielt haben, aber wir haben keine Tore gemacht. Einige unserer Leistungsträger hatten keinen guten Tag."
Scott Gordon (Teamchef USA): "Wir haben gewusst, dass Österreich eine kampfstarke Mannschaft ist. Wir haben vom Vorbereitungsspiel gelernt und im ersten Drittel sehr gut gespielt. Im Mitteldrittel sind wir durch Strafen ein bisschen in Schwierigkeiten gekommen."
Gerhard Unterluggauer: "Im ersten Drittel waren wir nicht gut, da waren wir zu nervös. Wir haben zeitweise gut gespielt und hatten zeitweise leichtes Chaos, das müssen wir abstellen."
Matthias Trattnig: "Das Tempo war um einiges höher als in der letzten Partie. Sie sind sehr schnell und körperlich stark. Das hat alles sehr schwer gemacht. Phasenweise waren wir nicht so schlecht, aber wir müssen in den Zweikämpfen besser werden."
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Der derStandard.at/Sport-Eishockeyblog
vor allem wie sehr die raffls, setzingers und unterluggauers gleich intellektuell und athletisch überfordert sind wenn es ein bisschen schneller wird als schülerliga-niveau. vom goalie gar nicht zu sprechen.
sorry, aber, dass die usa und österreich im eishockey einiges trennt sollt schon klar sein. man hat halt gehofft, dass sich die usa zum wm-start einen ausrutscher leisten, deshalb war die euphorie teilweise so hoch - ich denk, deshalb hat man auch versucht mitzuspielen um sie zu überraschen. das ist halt dann taktisch nach hinten los gegangen... dass die usa technisch, eisläuferisch und physisch besser sind und auch noch gewinnen, wenn man versucht mit ihnen auf augenhöhe zu konkurieren sollt irgendwie nicht so erschreckend sein.
selbst mit vanek, grabner und co hätt man so wohl kaum viel besser ausgeschaut.
naja mir fällt aber keine top fussballiga ein, wo ein österr. spieler eine führungsposition inne hat, bzw wo einer, unter den besten 3 talenten wär.
auch glaub ich gibt es weltweit keinen einzigen fanshop einer fussballmannschaft, wo die namenshirts einens österreichers aufliegen, prominent und nicht irgendwie bei den ladenhütern und abverkaufsposten...
und weiter? im fussball gibt es ungefähr gleich viele topligen wie im eishockey. im gegensatz dazu wird aber praktisch in jedem land mehr oder weniger professionell fussball gespielt. in wievielen ländern kann das beim eishockey behauptet werden? insofern ist natürlich die spielerdichte im fussball mindestens 10x so hoch und ebenso unwahrscheinlicher, dass ein österreicher zu einem topklub kommt. insofern sind beide nicht zu vergleichen. die spielschwäche der nationalmannschaft hingegen schon.
so wie USA und Norwegen gestern gespielt haben, könnte es leicht sein, dass es dazu gar nicht kommt.
IMHO sind die USA seit Jahren überschätzt (auch wenn sie es selten, aber doch auch mal ins Halbfinale schaffen) und gestern wäre die Gelegenheit gewesen, sie zu packen (Auftaktspiele sind nicht unbedingt die Stärke der USA), aber da muss man natürlich ganz anders auftreten und spielen.
Aber unsere Chancen gegen die Norweger wären so oder so relativ gering gewesen.
Aber man muss das positiv sehen, wenn schon nach dem zweiten Spiel die Relegationsrunde fix ist, dann erspart sich AUT die Enttäuschung in einem Entscheidungsspiel gegen Norwegen zu verlieren und verliert (wahrscheinlich) nur ein bedeutungsloses Spiel ;-)
überschätzt? die usa? schon mal in letzter zeit, die entwicklung der nhl angeschaut und das us nachwuchsprogramm, da werden dzt relativ viele spitzenspieler, die noch sehr jung sind, produziert.
mit stepan und shattenkirk 2 spieler, die heuer sehr eindrucksvoll ihren durchbruch geschafft haben.
und das team ist auch deutlich jünger als unseres, aja und erst 19 spieler wurden genannt, da ist noch platz für paar leut...
die Norger haben richtig gefightet; die Amis haben und mit einer quasi mit einer bunten NHL Auswahl locker gespielt; wie sollen wir da bitte mit unserer einstellung was reissen; mE ist das Vorzeigemodell das Deutsche Spiel; die haben in der neutralen Zone den Raum für die Russen dicht gemacht und richtig an den Mann gegangen; und genetzt; schönen Tag noch
Wen es interessiert: In der "Crunch Time" gibt's die analytische Aufarbeitung zum 1:5 gegen die USA. Link: http://derstandard.at/130395063... logGroup=1
es ist echt schade, dass der orf keine live-kommentatoren hat die sich tatsächlich mit eishockey auskennen und das geschehen auf der eisfläche kommentieren.
da wird die ganze zeit nur über die 70er und 80er jahre dahergefaselt. das ist auf servus tv (mit aussnahme von erich weiss, der auch in der periode stackengeblieben ist) auf jeden fall besser kommentiert. die spielanalysen von znenahlik sind dafür sehr gut.
(so heißt der experte aus den drittel-, nicht "halbzeit"pausen ;o) ) hat das für mich sehr gut und nachvollziehbar zusammengefaßt: österreich war viel zu offensiv eingestellt, wollte auf gleicher augenhöhe mitspielen und ist den amis ins offene messer gelaufen.
für mich eine klare kritik am coach, auch wenn znenahlik das diplomatisch verpackt hat.
unsere defensivarbeit war übrigens teilweise wie eine gruppe aufgescheuchter hendeln, die niederlage hätte auch höher ausfallen können.
gegen schweden erwarte ich auch keinen sieg, aber bitte ein etwas sinnvolleres konzept und eine vor allem defensiv bessere leistung. offensiv wars eh ganz ok, bis auf das torlose pp 5 gegen 3. :o/
mMn ist znene sowieso der beste sportanalytiker. mich wundert, daß sich den servus tv für die hockey night nicht geschnappt hat.
znene ist kompetent und kann sich ausdrücken. seine analysen sind top und er zeigt auch fehler auf, ohne etwas mit der rotweißroten brille zu sehen...
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