Wenig Licht zum Auftakt

30. April 2011, 19:57
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ÖEHV-Team fährt im ersten Spiel der WM in der Slowakei die erwartete Niederlage gegen die USA ein - Marco Pewal erzielt bei der 1:5-Pleite den Ehrentreffer

Kosice - Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat zum Auftakt der WM in der Slowakei die befürchtete Niederlage erlitten. Die ÖEHV-Auswahl musste sich am Samstag in Kosice gegen die USA mit 1:5 (0:2,1:1,0:2) geschlagen geben. Die Österreicher hielten das Spiel fast zwei Drittel offen, kamen allerdings nur durch Marco Pewal zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss zum Torerfolg (35.). Für das favorisierte US-Team trafen Chris Kreider (15.), Blake Wheeler (18.), Mike Brown (39.), Kevin Shattenkirk (43.) und Craig Smith (57./PP).

Damit läuft alles - wie zu erwarten war - auf ein entscheidendes Spiel um den Klassenerhalt gegen Norwegen am Mittwoch (16.15 Uhr) hinaus. Am Montag (20.15) wartet zunächst aber Schweden, der zweite Favorit der Gruppe C.

Im Gegensatz zur Generalprobe, die das US-Team in Innsbruck mit 3:2 gewonnen hatte, waren die US-Boys von der ersten Minute an hellwach. In den ersten Minuten kamen die Österreicher kaum aus dem eigenen Drittel, konnten sich danach aber vom großen Druck der Anfangsphase ein bisschen befreien.

Ein schwerer Tormannfehler verhalf den US-Amerikanern aber zur Führung. Kreider setzte sich gegen Kapitän Gerhard Unterluggauer durch, schob den Puck an Jürgen Penker vorbei ins kurze Eck (15.) und machte sich damit selbst ein kleines Geschenk an seinem 20. Geburtstag. Auch beim zweiten Treffer, dem ein Fehlpass von Michael Raffl vorausging, machte Penker keine gute Figur. Wheeler schoss neuerlich ins kurze Eck ein (18.).

Doch die Mannschaft von Bill Gilligan ließ sich nicht entmutigen. Der Außenseiter spielte im Mitteldrittel mit, konnte zunächst aber selbst aus einem Zwei-Mann-Überzahlspiel für 1:18 Minuten kein Kapital schlagen. In der 35. Minute gelang Marco Pewal nach Pass von Thomas Raffl doch der Anschlusstreffer, der die Hoffnungen auf eine Sensation leben ließ.

Brown stellte aber noch vor der zweiten Pause den Zwei-Tore-Polster für die USA wieder her (39.). Das US-Team kam danach nicht mehr in Gefahr, Shattenkirk und Smith fixierten in der Schlussphase den klaren Sieg. 

Finnland startet erfolgreich

Finnland setzte sich in der Vorrundengruppe D in Bratislava ebenfalls mit 5:1 (0:0, 2:0, 3:1) gegen den letztjährigen WM-Achten Dänemark durch. Die Dänen, die bei der WM im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals das Viertelfinale erreicht hatten, hielten das Spiel bis zur 24. Minute offen. Dann brachte Jarkko Immonen den Weltmeister von 1995 in Führung und brach den Widerstand des Außenseiters. Juhamatti Aaltonen (37.), Antti Pihlström (43.), Mikael Granlund (53.) und Tuomo Ruutu (55.) erzielten die weiteren Tore für die nur mit vier NHL-Profis angetretenen Finnen. Nichlas Hardt (48.) traf für die Dänen. (APA/red/sid)

Eishockey-WM am Samstag in Kosice - Gruppe C:

USA - Österreich  5:1 (2:0,1:1,2:0). Kosice, 3.500, SR Bulanow/Odins (RUS/LAT).

Tore: Kreider (15.), Wheeler (18.), Brown (39.), Shattenkirk (43.), Smith (57./PP) bzw. Pewal (35.). Strafminuten: 10 bzw. 6.

USA: Montoya - Stuart, Fowler; Johnson, Fayne; McDonagh, Komisarek; Shattenkirk, Wilson - Wheeler, Stepan, Smith; Porter, Stapleton, Skille; Palmieri, Kreider, Shannon; Brown, Stastny

Österreich: Penker - Werenka, Trattnig; Unterluggauer, Schumnig; Ph. Lakos, R. Lukas; Reichel, Altmann - Welser, Koch, Latusa; M. Raffl, Kaspitz, Th. Raffl; Rotter, Ph. Lukas, Setzinger; Hundertpfund, Pewal, P. Harand

Stimmen:

Bill Gilligan (Teamchef Österreich): "Am Anfang haben wir die Scheibe nicht gehalten, zu hektisch gespielt. Im zweiten Drittel haben wir besser gespielt und uns gefunden. Aber wir haben leichtsinnige Pässe gemacht, fast alle Tore sind aus Kontern entstanden, man wird schnell bestraft. Ich glaube nicht, dass wir so schlecht gespielt haben, aber wir haben keine Tore gemacht. Einige unserer Leistungsträger hatten keinen guten Tag."

Scott Gordon (Teamchef USA): "Wir haben gewusst, dass Österreich eine kampfstarke Mannschaft ist. Wir haben vom Vorbereitungsspiel gelernt und im ersten Drittel sehr gut gespielt. Im Mitteldrittel sind wir durch Strafen ein bisschen in Schwierigkeiten gekommen."

Gerhard Unterluggauer: "Im ersten Drittel waren wir nicht gut, da waren wir zu nervös. Wir haben zeitweise gut gespielt und hatten zeitweise leichtes Chaos, das müssen wir abstellen."

Matthias Trattnig: "Das Tempo war um einiges höher als in der letzten Partie. Sie sind sehr schnell und körperlich stark. Das hat alles sehr schwer gemacht. Phasenweise waren wir nicht so schlecht, aber wir müssen in den Zweikämpfen besser werden."

  • Jürgen Penker musste fünfmal den Puck aus dem Netz fischen.
    foto: epa/singer

    Jürgen Penker musste fünfmal den Puck aus dem Netz fischen.

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