Bundesbahn "investiert nicht nur in Löcher"

29. April 2011, 18:58
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Wien - Da der Weg zu Eisenbahnerfrühpensionen von Verkehrsministerin Doris Bures erschwert wurde, versucht die ÖBB überzählige Bedienstete mittels freiwilliger Abfertigungen Unternehmen zu verabschieden. Definitiv gestellte, also de facto unkündbare Eisenbahner, werden bis zu 30 Monatsgehältern geboten. Arbeitnehmern über 50 Jahren bietet die Staatsbahn immerhin bis zu 27 Monatsgehältern. Wie viele sich damit weglocken lassen, bleibt abzuwarten. Freiwillig verlassen die ÖBB rund tausend Beschäftigte pro Jahr - ihre Posten sollen nicht nachbesetzt werden.

Die Milliardeninvestitionen in den Bahnausbau verteidigte das ÖBB-Management - obwohl 2010 bereits mehr Personen mit ÖBB-Postautobussen (250 Millionen) befördert wurden als mit Zügen (210 Mio.). "Wir investieren nicht nur in Löcher", betonte der für das operative Holding-Geschäft zuständige Vorstandsdirektor Franz Seiser; davon 335 Mio. Euro gingen in barrierefreie Bahnhöfe, 250 Mio. Euro für Railjet und Busse, 100 für Spezialgüterwagons. Bis 2025 sollen weitere drei Milliarden Euro in Bahnhöfen verbaut werden. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30.4.2011)

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