Gewerkschaft

Kein 1. Mai wie jeder andere 1. Mai

29. April 2011, 17:35
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    foto: der standard/cremer

    "Wir stehen zu einem offenen Europa, mit fairen Chancen für alle, mit guten Löhnen und klaren Regeln für alle. Was wir wollen, ist fairer Wettbewerb, nicht Lohn-, Sozial-, Steuer- und Umweltdumping" , sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar zum 1. Mai, der diesmal ein besonderer ist.

Für die Gewerkschaften ist der heurige Maifeiertag mit der Herausforderung verbunden, ihren Mitgliedern die Öffnung des Arbeitsmarktes zu erklären - Sie tun das mit dem Hinweis, dass es guten Arbeitnehmerschutz gibt

Wien - Die Angst vor einem möglichen Ansturm neuer Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ländern ist nach Ansicht der Sozialpartner unbegründet. Dass der europäische Arbeitsmarkt größer werde, sei gut, meint ÖGB-Präsident Erich Foglar: "Der heurige Tag der Arbeit ist ein ganz besonderer. Was wir für einen gemeinsamen Europäischen Arbeitsmarkt brauchen, sind klare Regeln." Nun komme es aber darauf an, das Gesetz gegen Lohn- und Sozialdumping, das ebenfalls am 1. Mai in Kraft tritt, mit Leben zu erfüllen, sagte Foglar. Man müsse die Behörden vernetzen und ihnen Geld und Personal geben, damit sie die Einhaltung des Gesetzes kontrollieren könnten.

Nach Ansicht von Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel ist Österreich durch das Gesetz besser für eine weitere Öffnung seines Arbeitsmarktes gerüstet als Deutschland. Nach wie vor gebe es große Lohndifferenzen von 1:3 bis 1:5 im Vergleich zu den Nachbarländern. Die AK habe sich für die Ausschöpfung der siebenjährigen Übergangsfrist zur Arbeitsmarktöffnung ausgesprochen, jetzt gebe es aber rechtlich keine Möglichkeit der Verlängerung mehr. Jetzt so zu tun, als könnte der österreichische Gesetzgeber eine weitere Verlängerung erreichen, "ist entweder Blödheit oder Lüge oder eine demagogische Vorgangsweise" , sagte Tumpel am Freitag bei einer Tagung in Wien.

Die FPÖ meint dagegen, die SPÖ habe die heimischen Arbeitnehmer im Stich gelassen. Wiens FP-Klubchef Johann Gudenus sieht eine Negativspirale bei den Löhnen, wenn Arbeitskräfte mit geringeren Ansprüchen nach Österreich kommen können.

Die ÖVP will von der Gefahr des Lohndumpings ohnehin nichts wissen: Der Wirtschaftssprecher der ÖVP Wien, Fritz Aichinger, hält es für das beste Mittel gegen Lohndumping, Spitzenkräfte in Österreich zu halten und jene "besten Köpfe" , die noch nicht hier sind, anzuwerben. Sein Parteikollege Stadtrat Wolfgang Gerstl erinnert zudem daran, dass es die Regierung Schüssel war, die für eine sanfte Öffnung mit Übergangsfristen gesorgt habe.

Schutz auch für Gratis-Arbeit

Der ÖAAB macht im "Jahr der Freiwilligkeit" den sozialrechtlichen Schutz von Freiwilligenarbeit zum Thema: "Menschen, die sich ehrenamtlich in der Zivilgesellschaft engagieren, machen das Zusammenleben erst möglich. Niemand könnte die im Interesse des Gemeinwohls geleistete ehrenamtliche Arbeit bezahlen. Niemand hätte so viel Geld. Auch ehrenamtliche Arbeit ist Arbeit, ohne Abstriche" , sagt ÖAAB-Generalsekretär Lukas Mandl. Er fordert Unfallversicherungsschutz und eine Haftpflichtversicherung aus den Mitteln jener Ressorts, in deren Zuständigkeit die jeweilige Vereinstätigkeit fällt. (cs, APA, DER STANDARD; Printausgabe, 30.4./1.5.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 80
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Kuehlschrank .
 
04
Wie wär's mit Solidarität unter den Arbeitnehmern?

Um das Kämpfen für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen? Ach so, das wäre für die Funktionäre mit Arbeit verbunden, und mit einer schlechten Stimmung, wenn man mit dem Sozialpartner beisammen sitzt. Die Rettung der Arbeiterklasse: Eine Behörde, die Gesetze gegen Lohndumping durchsetzen soll. Nachdem die BAWAG ausbezahlt worden ist, könnte man jetzt die Gewerkschaft abwickeln.

http://www.linkswende.org/5079/Arbe... -Rassisten

Herzerzog Johann
05
Ein 1. Mai wie jeder andere 1. Mai

Spazierende Genossen, hohle Phrasen und morgen ist der 2. Mai.

sócrates (der portugiesische)
12
bekämpft endlich die schwarzarbeit

z.b. die pfuscherpartien im privaten häuslbau!

Walter Bimini
00
der pfusch wird selbst die kommende staatspleite überleben.

und vielleicht werden sogar sie dann noch froh darüber sein. für viele wird es in der nachfolgenden weltwirtschaftskrise die einzige überlebensmöglichkeit sein. aber wie jede krise wird auch diese ihre guten seiten haben. die eudssr samt euro werden wir ganz locker wieder los.

zimbo
 
01
Spricht Swobo auch zu den Errungenschaften, der von ihm sozial geformten EU ?

zimbo
 
02
Die Feier, bei ders nix zu feiern gibt.

Maximal hinter den Kulissen, die Verarxchung des Gastes.

zimbo
 
12
Versuch 1:

Wir leben in einer neoliberalen Wirtschaftsdiktatur, heissen nur Sozialisten und sind nur zur Zierde da.

Bin auch schon gespannt welche Teilnehmerzahlen genannt werden (waren in Wirklichkeit etwa 15%).

1%
01
Verräter

Walter Bimini
01
das ist aber wirklich nichts neues.

je länger ich die spö kenne, umso mehr komme ich zu dem schluß, daß die spö sogar zu diesem zweck einst gegründet wurde.

Verdammt Coole Schreckschrauwe
00
Die Gewerkschaft wird ihren Mitgliedern (ach woran erinnert mich dieses Glied-er-Wort nur?)

verklickern müssen, warum die Löhne nun auf Jahre hinaus nicht mehr werden werden... bei so einem Angebot an Arbeitskräften - ich les hier nichts davon, ob sich mensch mit EU-Pass auch im jeweiligen "Arbeitsland" auch gewerkschaftlich organisieren kann. DAS ist ja wohl der Knackpunkt, oder?

Selbständiger
212
Die Gewerkschaft ist wie ein Glasermeister, der

von seinen Lehrlingen die Fensterscheiben der Leute einwerfen lässt und dann als Retter in der Not auftritt und kassiert.

Diese Vollidioten sitzen seit Jahrzehnten in der Regierung und sind mit Schuld an diesen schwachsinnigen Gesetzen, der Verschuldung, der Verschwendung, den Ungerechtigkeiten im Pensions- und Gesundheitssystem und den arm machenden und haltenden hohen Steuern, Gebühren und Abgaben.

Dann gehen diese Vollidioten auf die Strasse und hetzen das Dummvolk auf, gegen das zu demonstrieren, was sie selbst angerichtet haben. Volldeppen eben, inklusive jener, die diesen verlogenen Heuchlern folgen.

Schwarzbraunorange ist soo geil!
01
Ärgere Dich nicht sie werden es ja bald sehen!

Die paar Tage kann man ja auch auf Urlaub fahren oder im Ausland verbringen.
Schuld an der Sache trägt die Gier der Menschen, Großkonzernen und Schwarz/Blau hat uns auch noch schwerst hinein gerissen. Wer wählen geht beim nächsten Mal, soll wie immer entweder Protestwähler sein, damit ja keiner etwas zu reden hat, oder den Dummsack wählen, damit der endlich weg kommt.
Dann leben wir wieder auf!
Heute ist ja im ORF2 Heimat fremde Heimat um 13.30 und da geht es um das Ausländerverschärfungsgesetz, dass soll sich jeder ansehen ist sehr interessant. Leider beweist das dass bei Gleichstand nicht ordentlich regiert werden kann. Aber die Leute werden wieder zu Hause bleiben, oder Protestwähler sein, kann man eben nichts machen! Rot/GRÜN wäre gut!

Walter Bimini
11
rot grün ist nur dann gut, wenn man ein schnelles ende mit schrecken will.

Stephen Ferrando
00
30.4.2011, 23:29

Demonstrieren morgen 10 Uhr Karlsplatz. 1. Mai, Tag der Arbeitsnehmer.

Verdammt Coole Schreckschrauwe
01
WAS? Wir demonstrieren nun bei den Ausbeutern? Schließlich nehmen die ja die Arbeit und zahlen nix dafür...

Stephen Ferrando
00
30.4.2011, 23:28

Morgen 10 Uhr Karlsplatz DEMO

Keyser
09
30.4.2011, 20:09

SÖB etc. werden weiterhin bestehen, Leihfirmen auch, Lohn&Sozialdumping vom feinsten - denn dort werden ja auch "Löhne" bezahlt. Nur halt x-fach weniger, als bei regulärer Anstellung, von der wir uns alle - ginge es nach der Wirtschaft, langsam verabschieden sollten.

Was ich mich wirklich Frage ist: "Was ist mit den Arbeitslosen, die es bereits jetzt zur genüge gibt?" Was passiert mit diesen? Konkurrenz! Und das führt dann zu Lohndumping, und dass wird auch kein Gesetz verhindern. Falls es jemals eines geben sollte.

Die Probleme werden am Ende auf die Schultern der Bürger geladen. Und selbige werden im Regen stehen gelassen. Aber wenn es so gewollt ist, kommt es unweigerlich so, solange es Profiteure gibt.

locken
04
30.4.2011, 19:09
Wo hat die Gewerkschaft den Streickfondsverzocker Verzetnitsch versteckt ?

locken
11
30.4.2011, 19:04
Die können nur mehr den Gewerkschaftsbeitrag erhöhen um ca,65 % !!

dukkah
24
30.4.2011, 18:37
Warum sollten Gewerkschaften was erklären müssen?

Denen geht es ohnehin bestens auf Kosten der Arbeitenden und Behinderten in diesem Sozialparadies, wo es keine 2-Klassen gibt sondern zig-Klassen! Über die von ihnen forcierten Verschuldung reden wir gleich gar nie! Niemals!

kuserutzky
14
30.4.2011, 18:13
mayday-parade, so 14:00 wallensteinplatz

die prekarisierten - scheinselbständige, studierende, praktikantinnen, mcjobberinnen, zeitarbeiter, arbeitslose, migrantinnen - sind morgen auf der mayday-parade (samt music-acts, kinderblock, volksküche, aktionen, ...): ab 14:00 wallensteinplatz, dann über augartenspitz, praterstern, ring zum omofumadenkmal - abschlussfest auf der akademie am schillerplatz
http://youtu.be/iyTBIrSyFcw

Verdammt Coole Schreckschrauwe
01
ehrlich mal: die RevolutionärInnen hast aber jetzt vergessen!

Wir sind nämlich nicht nur Opfer!

Der Manner
02
30.4.2011, 18:09

"Man MÜSSE die Behörden vernetzen und ihnen Geld und Personal geben, damit sie die Einhaltung des Gesetzes kontrollieren KÖNNTEN."

Hallo? Wohnt da jemand? Welchen Schei** habt ihr da wieder einmal verzapft ohne darauf vorbereitet zu sein? DASS solltet ihr einmal erklären, wie das so da oben bei euch abläuft und wir da unten die Krot zu fressen haben. Freut euch auf 2013 und sichert euch schon einmal einen Job bei der Strabag oder Raika.

Der Manner
05
30.4.2011, 18:01

So ist nun einmal die Osterweiterung. Jetzt sind wir der Osten...

bandenchef
01
ostererweiterung

und wenn der fünfte hase brennt, dann hast du ostern verpennt.

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