Arktisches Methanhydrat sollte die nächsten 100 Jahre stabil bleiben

1. Mai 2011, 18:13
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    foto: dr. peter linke, ifm-geomar
    Ein Stück Methanhydrat nach der Bergung aus etwa 800 Metern Wassertiefe vor der Küste Oregons

Kieler Forscher: Zu erwartende Schmelze vorerst kein Klimawandel-Beschleuniger - doch Versauerung des Ozeans verstärkt

Kiel - Methanhydrat-Depots gelten manche als potenzielle Zeitbombe - plakativ umgesetzt etwa in Frank Schätzings Roman "Der Schwarm". Die Methanverbindung spielt aber auch eine wichtige Rolle in ernsthaften Debatten über Klimawandel und -schutz. Befürchtungen über mögliche Rückkopplungseffekte gehen dahin, dass Methanhydrate, die als Eis im Meeresboden lagern, infolge der Erderwärmung "auftauen" und große Mengen des starken Treibhausgases Methan in die Atmosphäre freisetzen könnte, was die Erderwärmung weiter antreiben würde.

Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel haben jetzt den Effekt der Meeresströmungen auf die Erwärmung des Meeresbodens in der Arktis quantifiziert und seine Auswirkungen berechnet. In ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "Geophysical Research Letters" geben sie - bedingt - Entwarnung: "Unsere Berechnungen mit verschiedenen Computermodellen zeigen deutlich, dass dem Klima in den nächsten hundert Jahren keine zusätzliche Gefahr durch erhöhte Methanaustritte droht", fasst der Hauptautor der Studie, Arne Biastoch, zusammen. "Die Gashydrate lösen sich mit einer zeitlichen Verzögerung auf, so dass eher in zwei- bis dreihundert Jahren mit Folgen zu rechnen ist - ein Zeitraum, über den sich heute wenig Definitives sagen lässt. Diese Langzeitwirkungen sollten wir bei der Diskussion über Klimaänderungen berücksichtigen. Aber wir sollten die Situation nicht dramatisieren."

Weitaus wahrscheinlicher sehen sie hingegen ein anderes Problem, nämlich die Ozeanversauerung. Um dieses Phänomen zu beschleunigen, reicht bereits eine geringe Methanhydrat-Schmelze. Die Folge: Sinkt der pH-Wert des Wassers, können Korallen, Muscheln oder Schnecken ihre Kalkschalen nicht mehr wie bisher aufbauen; und auch das Plankton nimmt Schaden. (red)

Ehrlicher Bekenner
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Sollte stabil bleiben......

"Sollte" sagt wohl alles aus über die Ernsthaftigkeit dieser Aussage.

Blöd nur, wenn das das Methanhydrat nicht will und es es sich anderst überlegt und ein klein wenig Klimawirksam wird.

Dummerweise gibt es noch viel mehr Methan. Dort wo früher der Permafrost war, taut heute alles und beginnt damit auch zu verfaulen. Es sind ja nur ein paar Milliarden Tonnen Methan die damit in die Luft entfleuchen.

Das freie Wort
00
Prophezeiungen in die Vergangenheit sind sicherer!

Fritz Meyer
00
Und ob er recht hat oder nicht...

weiss bald jeder Wicht.

Long Dong Kong
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....die berühmten letzten Worte ?

alla riscossa
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weiß das das methanhydrid auch?

Hermann Weiler
02
Auf der anderen Seite

verhindert ein niedrigerer ph eine Algenpest. Zu starkes Algenwachstum kann zu O2-Verarmung und zum Kippen des Gewässers führen.

http://www.spiegel.de/wissensch... 21,00.html

Zenon
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Wenn Erdöl und anderes Erdgas teuer genug werden, wird wohl Methanhydrat als Quelle für Brennstoff verwendet werden. Sehr beruhigt bin ich jetzt nicht.

Herr Plumm
11

heute war regen angekündigt, war aber nix...

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