Doch kein Scanner am Flughafen Wien

29. April 2011, 16:09
7 Postings

Die Mehrheit der EU-Staaten will das Flüssigkeitsverbot nach wie vor aufrecht erhalten

Wien - Die EU-Kommission hat den EU-Mitgliedstaaten empfohlen, auf "begrenzte Zeit" die Aufhebung der Einschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck von Flugreisenden auszusetzen. Die neuen Sicherheitsvorschriften hätten ab Freitag auf allen internationalen Flughäfen der EU gelten sollen, doch haben nur wenige der 27 Mitgliedstaaten die beschlossenen Maßnahmen bereits umgesetzt.

EU-Verkehrskommissar Siim Kallas sagte, "eine wachsende Zahl von EU-Staaten" habe in den vergangenen Tagen entschieden, das Flüssigkeitsverbot aufrechtzuerhalten. Dies sei auch wichtig, um eine Verwirrung unter den Passagieren zu vermeiden. Die Kommission werde in den nächsten Tagen eine Übersicht über die Lage geben und auch die USA konsultieren, die eine der Hauptdestination von Flügen aus der EU seien. "Mein Hauptziel ist, das Leben für die Passagiere leichter zu machen", so Kallas.

Österreich wäre einer der Vorreiter bei der neuen Regelung gewesen: Auf dem Flughafen Wien in Schwechat hätte der neuartige Flüssigkeitsscanner ab Freitag bei Transferpassagieren zum Einsatz kommen sollen. Damit hätten solche Passagiere nicht mehr damit rechnen müssen, im Duty-Free-Bereich eines anderen Airports gekaufte Flüssigkeiten wieder abgeben zu müssen.

Der Flüssigkeitsscanner in Schwechat wird "nicht verwendet, bis es eine entsprechende Neuregelung geben wird oder die bestehende Regelung in Kraft gesetzt wird", sagte Innenministeriumssprecher Rudolf Gollia. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    In Wien hätte eigentlich ein Flüssigkeitsscanner im Einsatz sein sollen. Jetzt will man doch noch warten damit.

Share if you care.