Deutlich mehr Lkw auf den Straßen

29. April 2011, 14:04
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Die stärksten Zuwächse gab es laut Verkehrsclub Österreich im Osten des Landes und in Oberösterreich

Wien - Auf Österreichs Straßen waren im ersten Quartal deutlich mehr Lkw unterwegs. Die stärksten Zuwächse gab es laut der jüngsten Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) in Osten des Landes und in Oberösterreich. Die meisten Lkw fahren auf der A1 bei Haid, wo im ersten Quartal mehr als eine Million Lkw gezählt wurden. Lediglich bei einer von insgesamt 81 analysierten Zählstellen, an der A1 bei Preßbaum, gab es einen Rückgang (minus 4,8 Prozent). Durch Kürzungen bei der Bahn würden neue Lkw-Lawinen losgetreten, warnt der VCÖ. Gefordert ein Umweltbonus für Unternehmen, die ihre Güter auf der Schiene transportieren.

Auf der A4 Ostautobahn sei der Lkw-Verkehr um rund 11 Prozent gestiegen, bei Schwechat waren 680.000 Lkw unterwegs, so der VCÖ heute, Freitag, in einer Pressemitteilung. Auch auf der S1 rollten immer mehr Laster: Bei der Laxenburgerstraße habe es ebenfalls ein Plus um rund 11 Prozent auf rund 847.600 Lkw gegeben. In Oberösterreich verzeichneten die A8 Innkreisautobahn und A25 Welser Autobahn um je 10 Prozent mehr Lkw. Auf den klassischen Transitrouten Brenner- und Tauernautobahn sei der Lkw-Verkehr je nach Zählstelle zwischen 3 und 7 Prozent gestiegen.

An der Sanierung der ÖBB-Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria (RCA) und damit verbundenen Preiserhöhungen führe kein Weg vorbei, so der VCÖ. Damit die Wirtschaft aber ihre Güter nicht von der Schiene auf die Straße verlagere, sollten Unternehmen für Gütertransporte auf der Schiene einen Umweltbonus erhalten. Der CO2-Ausstoß pro Tonnenkilometer von Lkw sei 15-mal höher als jener der Bahn. Für Österreichs Klimaziele wäre es fatal, wenn die Güter von der Schiene auf die Straße verlagert werden. Zudem erhöht eine weitere Zunahme des Lkw-Verkehrs das Unfallrisiko auf Österreichs Straßen", so VCÖ-Experte Martin Blum. (APA)

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