Insektizid-Schlamperei könnte Teilschuld am Bienensterben haben

29. April 2011, 14:34
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AGES sieht Indizien für Zusammenhang mit Maisanbau

Wien - Wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am Freitag in einer Aussendung mitteilte, könnten regionale Fälle von Bienensterben im Zusammenhang mit dem Maisanbau stehen. Auffallend sei, dass die eintreffenden Schadensmeldungen aus denselben Regionen stammen, die bereits in den Vorjahren betroffen waren.

Wie die bisher verfügbaren Daten im Zuge der Erhebungen zeigten, könne "zumindest teilweise ein Zusammenhang zwischen Bienenschäden und insektizidgebeiztem Saatgut nicht ausgeschlossen werden", so die AGES. Die Kontrolle der Saatgutqualität durch das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) in der AGES habe zwar gezeigt, dass die Grenzwerte für den Abrieb in allen Fällen eingehalten worden sind. Allerdings gebe es Indizien dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben bei der Aussaat nicht eingehalten wurden. Im Verdacht stehen Verstöße gegen die erlaubte Windgeschwindigkeit zur Aussaat und für die Vorschrift, die Staubabdrift in benachbarte blühende Pflanzenbestände zu vermeiden.

Bis 26. April wurden wurden Bienenschäden aus drei Bundesländern - Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark - gemeldet. Eine endgültige Bewertung der Ursachen für die bisher beobachteten Bienenschäden kann erst durchgeführt werden, wenn die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen bzw. des Vorkommens von Parasiten und Krankheitserregern vorliegen. (APA/red)


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