Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich leichter

29. April 2011, 13:06
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Sorgen um US-Konjunktur belasten

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag mehrheitlich in der Verlustzone geschlossen. Der Hang Seng Index in Hongkong ermäßigte sich um 84,82 Zähler (minus 0,36 Prozent) auf 23.720,81 Einheiten. Der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss bei 3.179,86 Zählern und einem Minus von 5,13 Punkten oder 0,16 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney reduzierte sich um 53,3 Zähler oder 1,08 Prozent auf 4.899,0 Einheiten.

Die Börse in Shanghai konnte hingegen mit einem positiven Vorzeichen aus dem Handel gehen. Der Shanghai Composite befestigte sich um 0,85 Prozent oder 24,47 Einheiten auf 2.911,51 Zähler. Der Tokioter Aktienmarkt blieb am heutigen Handelstag indes feiertagsbedingt geschlossen.

Am Markt verwies man zur Erklärung für die mehrheitlich fallenden Kurse auf die jüngsten Sorgen um die US-Konjunktur. Laut den am Vortag veröffentlichten Daten stieg das Bruttoinlandsprodukt in den USA von Jänner bis März mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von lediglich 1,8 Prozent und damit weniger stark als von Analysten prognostiziert.

Esprit schwach

In Hongkong sorgten am heutigen Handelstag vor allem Quartalsergebnisse für Impulse. So verloren etwa Esprit nach der Vorlage von Zahlen am Ende des Hang Seng Index 3,29 Prozent auf 32,30 Hongkong Dollar. Das Bekleidungsunternehmen hatte am Vortag einen Rückgang des Neunmonatsumsatzes um 3,1 Prozent bekanntgegeben.

Auch Bank of China und Industrial & Commercial Bank of China standen trotz solider Quartalsergebnisse unter Abgabedruck und ermäßigten sich um 1,15 Prozent auf 4,29 Hongkong Dollar bzw. 0,15 Prozent auf 6,57 Hongkong Dollar. Die Banken würden zunehmend unter Druck geraten, die Sparzinsen anzuheben, was im zweiten Quartal das Wachstum der Zinsmargen drosseln würde, kommentierten die Analysten von Orient Securities den Kursverfall der Finanztitel.

In Australien sorgten am heutigen Handelstag Analystenkommentare für Bewegung. Beach Energy etwa stürzten nach einer Abstufung durch die Analysten der Citigroup 5,42 Prozent auf 0,96 australische Dollar ab. Goodman Fielder gingen indes trotz einer Verkaufsempfehlung durch die Finanzexperten von JPMorgan mit einem Plus von 1,90 Prozent auf 1,08 australische Dollar aus dem Handel.

Unter Abgabedruck gerieten auch Woodside Petroleum, die sich um 1,78 Prozent auf 46,80 australische Dollar verbilligten. Am Markt verwies man zur Erklärung auf den nachlassenden Ölpreis.

In Singapur büßten HI-P International um 1,61 Prozent auf 1,22 Singapur Dollar ein, nachdem der kanadische BlackBerry-Hersteller Research in Motion und HI-P International-Kunde seine Gewinnprognose angesichts einer schwächelnden Nachfrage nach Smartphones nach unten revidiert hatte. In der Gewinnzone präsentierten sich indes Allgreen Properties, die nach der Vorlage der Erstquartalsergebnisse 0,85 Prozent auf 1,18 Singapur Dollar hinzugewannen. (APA)

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