BIG 2010 mit Rekordinvestitionen

29. April 2011, 12:38
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Reduzierter Gewinn, keine Dividende

Wien - Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat im vergangenen Jahr so viel wie noch nie investiert - nämlich 636 Mio. Euro nach 522 Mio. Euro 2009. Dies geht aus dem soeben veröffentlichten Geschäftsbericht der staatlichen Gesellschaft hervor. Das Unternehmen war 2000/01 durch Ausgliederung aus der unmittelbaren Verwaltung entstanden.

Die BIG verwaltet rund 7 Millionen Quadratmeter, die sie fast ausschließlich an Schulen, Universitäten und Ministerien vermietet. Sie hat dabei 657,7 Mio. Euro Mieten eingenommen, der Gesamtumsatz belief sich auf 799,4 Mio. Euro und lag damit in etwa auf Vorjahreshöhe. Die BIG passt ihre Mieten über eine Inflationsklausel (Schwellenwert 5 Prozent) an.

Von den Bauinvestitionen flossen 372,4 Mio. in Neubauten und Generalsanierungen, die Instandhaltungsaufwendungen machten 222,7 Mio. Euro aus, geht aus dem Geschäftsbericht hervor. Für die Projektgesellschaft der Wirtschaftsuniversität neu flossen im vergangenen Jahr bereits 40 Mio. Euro. 2010 wurden 48 Bauvorhaben fertiggestellt.

Liegenschaften-Verkauf

2010 verkaufte die BIG Liegenschaften um rund 40,3 Millionen Euro, von denen 20,6 Mio. Euro aus Nachbesserungsverpflichtungen an das Finanzministerium fließen. Dividende muss für 2010 keine abgeführt werden. Für heuer und nächstes Jahr werden leichte Rückgänge im Investitionsvolumen erwartet.

Der Gewinn (nach UGB) fiel mit 14,7 Mio. Euro deutlich niedriger aus als 2009 (47,7 Mio. Euro). Die Gründe dafür sind laut BIG höhere Instandhaltungskosten und die Abwertung des Biozentrums der Universität Wien.

Das Unternehmen hat 3,3 Mrd. Euro Schulden (netto) und eine Eigenkapitalquote von knapp 14 Prozent. Moody's ratet die Schuldtitel des nicht mit einer expliziten Staatsgarantie versehenen Unternehmens aktuell mit Aaa. (APA)

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