Tomate schützt nicht vor Raucherschäden

30. April 2011, 09:19
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Gefäßschäden, die durch das Rauchen entstehen, lassen sich durch Tomatenkonsum nicht ausgleichen

Die sekundären Pflanzenstoffe von Tomaten haben sich in Experimenten zwar als potenziell günstig für die innerste Schicht der Blutgefäße (Endothel, Anm. Red.) erwiesen, doch Gefäßbeeinträchtigungen, die durch das Rauchen entstehen, lassen sich durch Tomatenkonsum nicht ausgleichen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Charité und der Universität Jena, die heute auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde. Von Mittwoch bis Samstag (27. bis 30. April) diskutieren in Mannheim mehr als 7000 Teilnehmer aus rund 25 Ländern aktuelle Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie.

Die Forscher untersuchten bei insgesamt 20 männlichen Rauchern, von denen eine Gruppe zwei Wochen lang täglich 70 Gramm Tomatenmark zu sich nahm, die Regulation der Armarterie - und zwar sowohl Endothel-abhängige (FMD) als auch die Endothel-unabhängige Gefäßsteuerung (NMD), vor und nach dem Konsum einer Zigarette. Eindeutig war die Nikotin-Auswirkung auf die FMD - schon nach einer Zigarette verringerte sich der FMD signifikant. Die Studiengruppe mit der Tomaten-Diät wies zwar einen deutlich höheren Lykopen-Spiegel auf als die Kontrollgruppe, die sekundären Pflanzenstoffe der Tomate waren also nachweisbar, auf den Zustand der Gefäße hatte dies jedoch keine positive Auswirkung. (red)

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