Österreicher beim Energieverzicht opferbereiter als Deutsche

29. April 2011, 12:15
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Umfrage: Strompreiserhöhungen treffen beide gleich hart - Österreicher verzichten eher auf Urlaubsflüge und Fernsehen

Linz - Die Österreicher sind beim Energiesparen eher bereit, Opfer zu bringen als die Deutschen. 42 Prozent von ihnen würden die Abschaltung des TV-Programms zwischen 23.00 und 8.00 Uhr in Kauf nehmen und 47 Prozent Einschränkungen im Flugverkehr wie die Streichung von Flügen in Urlaubsländer. Bei den Deutschen seien dies etwa 10 Prozentpunkte weniger, ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts IMAS in beiden Ländern.

Angesichts der Diskussion um den Ausstieg aus der Atomenergie, die von der Katastrophe im japanischen Fukushima verstärkt wurde, erhob IMAS, welche Einschränkungen in Bezug auf Energie die Bevölkerung als ganz besonders hart empfände oder welche sie am ehesten in Kauf nehmen würde. Gleich empfindlich sind die Österreicher und Deutschen, wenn es um den Strompreis geht: Eine Erhöhung auf das Doppelte träfe 70 Prozent besonders hart, eine Steigerung um die Hälfte immer noch 47 bzw. 48 Prozent.

Zwei von drei kommen ohne Plastiksackerl aus

Doppelt so teurer Kraftstoff wird von weniger Befragten, aber immer noch von 58 bzw. 57 Prozent als ganz extrem schmerzhaft empfunden. Eine Erhöhung um die Hälfte träfe 41 bzw. 43 Prozent sehr. Auf eine warme Dusche können unsere Nachbarn offensichtlich leichter verzichten. 40 Prozent der Deutschen, aber 47 Prozent der Österreicher gaben an, dass eine starke Einschränkung der Warmwasserversorgung ihnen sehr weh tun würde.

62 Prozent hierzulande und 58 Prozent der Nachbarn könnten am ehesten auf Plastiksackerl und -verpackungen verzichten, auch Leuchtreklamen in Städten würden über 50 Prozent nicht sehr fehlen. An Flutlichtveranstaltungen im Sport hängen die Deutschen mehr: Nur 43 Prozent würden einen Verzicht in Kauf nehmen, aber 52 Prozent der Österreicher. Auch beim Autofasten haben die Alpenrepublikaner die Nase vorn: 29 Prozent würden einen vollständigen Verzicht an zwei Wochentagen auf sich nehmen. Das behaupten nur 19 Prozent der Deutschen von sich.

Ohne Lebensmittel mit langen Transportwegen, weniger Straßenbeleuchtung und eingeschränkten Öffnungszeiten von Lokalen und Restaurants könnten beide Nationen gleich gut leben, 49 bis 34 Prozent würden diese Schmälerung dulden. IMAS hat für die Umfrage 2.009 Deutsche und 1.008 Österreicher, repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, in persönlichen Interviews befragt. (APA)

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    Eine Strompreiserhöhung träfe die Österreicher besonders hart.

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