Multis profitieren von teurem Öl

29. April 2011, 08:49
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Das "schwarze Gold" macht seinem Namen alle Ehre: Ölpreise weit über 100 Dollar pro Fass freuen ExxonMobil, Shell und Co.

Irving/Den Haag - Weil die Preise für Rohöl in den Himmel schießen, verdienen die Ölkonzerne gigantische Summen. Die Nummer eins der Branche, ExxonMobil aus den USA, konnte den Gewinn im ersten Quartal um 69 Prozent auf unterm Strich annähernd 10,7 Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) steigern. Europas Nummer eins Shell verdiente 8,8 Milliarden Dollar und damit 60 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Steigende Nachfrage

Sowohl die Förderung von Öl und Gas als auch das Raffinerie- und das Gasgeschäft seien gut gelaufen, sagte ExxonMobil-Verwaltungsratschef Rex Tillerson am Donnerstag am Firmensitz im texanischen Irving. Der Konzern, zu dem hierzulande die Esso-Tankstellen gehören, erhöhte seine Produktion, um der steigenden Nachfrage durch die angesprungene Weltwirtschaft zu begegnen.

Bei Shell indes fiel die Produktion wegen Verkäufen. Doch der gestiegene Ölpreis machte das mehr als wett. Sowohl die US-Rohölsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent kosten mittlerweile deutlich mehr als 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Autofahrer merken den Preisanstieg an der Tankstelle. Selbst in den USA, wo der Sprit traditionell billig ist, geht eine Tankfüllung nun ins Geld.

Shell-Chef Peter Voser will die Öl- und Gasproduktion nach der Inbetriebnahme neuer Förderstätten im vergangenen Jahr nun weiter ausbauen. Dazu gehört die wieder erschlossene Lagerstätte im niederländischen Schoonebek unmittelbar an der deutschen Grenze. Voser kündigte zudem an, die Kosten weiter zu reduzieren.

Der US-Rivale ConocoPhillips hatte am Mittwoch ebenfalls über gute Geschäfte berichtet und deutlich mehr verdient. Der britische Ölkonzern BP indes leidet noch immer unter den Folgen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und verdiente deswegen auch im ersten Quartal weniger. Am Freitag legt Chevron seine Zahlen vor. (APA)

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    Shell-Chef Peter Voser will die Öl- und Gasproduktion nach der Inbetriebnahme neuer Förderstätten im vergangenen Jahr weiter ausbauen.

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