Der Sattel als Schulbank

Folge mir! - Bernhard Dorfmann von der Citycyclingschool instruiert eine Fahrradschülerin im Kreuz- und Querfahren durch die Wiener Innenstadt

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foto: derstandard.at/tinsobin

Wir treffen uns auf der Freyung, Ecke Strauchgasse. Ich erkenne Bernhard Dorfmann, den Begründer der Citycyclingschool, an seiner Fahrradschuluniform. Zuerst besprechen wir die gewünschte, weil von der Schülerin oft zu fahrende Route - "bitte quer durch den Ersten". Bernhard weist darauf, dass wir uns ab jetzt in eine "Lehrer-Schüler"-Situation und in eine "Guiding"-Situation begeben. Nach jeder "besonderen Verkehrssituation" werden wir anhalten um diese zu besprechen. Los geht's mit den beruhigenden Worten des Instruktors: "Folge mir. Ich fahre so voraus, dass du mir vertrauen kannst."

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ein paar einfache Regeln GLEICHZEITIG beherzigen und schon gehts SICHER.

zb
1) immer auf sicht fahren (schon um glassplittern u nägeln auszuweichen

2) wenn an autos vorbei, nicht so weit rechts, dass eine aufgehende autotür das jähe ende bedeuten könnte. das rechtsfahrsystem heißt ja: so weit rechts wie zumutbar.

3) ständig gefahren scannen und proaktiv die fahrgeschwindigkeit in relation zur gefahr anpassen.

4) bei brenzligen situationen geschwindigkeit ggf auf null reduzieren und stehen bleiben.

5) sein eigenes fahrrad kennen und beherrschen.

6) im zweifelsfall statt 1x links lieber rechts und dann bei gelegenheit u-turn.

7) klingelsignal nur dann abgeben, wenn es fußgängern leicht möglich ist, darauf zu reagieren.

8) ausreichende beleuchtung des rades.

Schaut man sich die Photos von der Radroute Schottengasse - Stubentor genau an, dürfte der gute Herr Dorfmann für seine Photos schon einige riskante Manöver unternommen haben um z.b. auf der Freyung an den stehen Autos vorbei zu kommen (siehe Bild 14 auf Bild 15). Soetwas würde ich mir nicht mal mit meinem, zugegeben, offensiven Fahrstil zutrauen.

Muss ich allerdings zustimmen. Ich wäre auch hinter den silbernen SUV geblieben, und wäre vor allem auch nicht rechts am rechtsabbiegenden Bus vorbei.

66 ff sieht auch nicht viel besser aus.

bild 14/15 von 13 insgesamt?

Vielleicht wechseln sie mal Browser, Brille oder beides.
http://www.citycyclingschool.at/radroute-... stubentor/

Viel wichtiger wäre ein Zwangsspaziergang...

...für Radfahrer in den Gürtelbezirken. Und zwar mit Kinderwagen und einem Zweitkind.

Damit sie einmal sehen, wie supi das ist, wenn Radfahrer Zebrastreifen und Gehsteige ignorieren und lieber laut klingeln, auf das Vater/Mutter Kinder und Wagen schnell in eine Mauernische evakuieren.

Nicht Sparierung, sondern Mischverkehr aller Fahrzeuge auf der Fahrbahn. Die teilweise Separierung der Radfahrer vom Rest der Fahrzeuge, und der hysterischen Angsmache vor dem Autoverkehr ist eine Hauptursache für die grassierende Pest der Gehsteigradler.

Ich bin für eine komplette Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht, Radfahrer sollten wieder auf die Fahrbahn.

Radfahrer und Autofahrer profitieren von breiten übersichtlichen Straßen gleichermaßen. Die Geschwindigkeit sollte vor allem aus Rücksicht auf die Fußgänger und den Anwohnern in den Wohngebieten deutlich reduziert werden.Dabei würde die Sicherheit allgemein steigen.Eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit wirkt sich auf die tatsächliche Durchschnittsgeschwindigkeit kaum aus

gestern in der weyringergasse:

ich fahr wie immer bremsbereit am gegenverkehrsstreifen, als eine mutter mit buggy und kleinkind eifrig sms-schreibend ohne links und rechts zu schauen aber dafür zügig auf die fahrbahn läuft.

der autofahrer von rechts und ich von links konnten uns grad noch einbremsen.

dafür durften wir uns dann das gezeter der jungen frau anhören (ehrlich: junge frauen glauben offenbar, dass die kinderaufzucht sie sakrosankt macht).

erzählen's mir bitte nix über fußgänger.

Andererseits könnte man genau so auch Zwangsradfahren für Fußgänger fordern, weil aus meiner subjektiven Wahrnehmung die Anzahl der Menschen, die ohne zu schauen auf den Radweg stürmen (weil zB die Fußgängerampel gerade blinkt, die Stöpsel im Ohr sind, etc.) deutlich größer ist als die der Radfahrer am Gehsteig.
Das selbe gilt natürlich auch für Autofahrer, die allem Anschein davon überzeugt sind, dass der Radweg ein probater Gratisparkplatz ist.
Leider ist es so, dass es immer Ignoranten gibt, die die Bedürfnisse anderer Verkehrsteilnehmer nicht berücksichtigen.

oh ja die pösen pösen radfahrer. da mache ich mir mehr sorgen um die autofahrer die sich einen feuchten dreck um zebrastreifen scheren.
aber klar die paar wenigen autos sind ja vollkommen ungefährlich...

ist das jetzt ein 1. mai witz, oder was?

wieso, wenn sie grad krank waren beim besuch vom verkehrskindergarten?

Unterricht auf Englisch?

Bei aller Sympathie für meine Mitradfahrer: Warum zum Teufel nennt sich das Ding "Citycyclingschool"?

Eine Schule fürs Fahrradfahren in der Stadt ist eine Idee, die man bewerten kann, wie man mag; sie wird aber weder besser noch schlechter, wenn man statt dessen cycling in der city teacht.

Der Alliteration willen vermutlich.

Sprache ist und war immer eine dynamische angelegenheit. Sie reden ja auch nicht wie Walter von der Vogelweide? oder?

Was soll bloßes Übersetzen in einen englischen Begriff mit der Dynamik einer Sprache zu tun haben?

Aber natürlich, es gibt ja auch Menschen, die es als Ausweis für dynamisches Erfolgsmenschentum betrachten, wenn sie nicht Fristen setzen, sondern Deadlines vorgeben, Verträge closen, nicht schließen und Besprechungen nicht absagen und statt dessen ihre Meetings canceln.

Dieses Gebrabbel ebenso wie Namensgebungen wie Citycyclingschool schlicht für deppert statt dynamisch zu halten, hat mit der Sprache von Walther von der Vogelweide so wenig zu tun wie Biotechnologie mit Hildegardrezepten.

also, angesichts der sonntags-radfahrer, die die wiener radwege auch an wochentagen bevölkern,

wäre es für die nerven aller beteiligten zuträglich, wenn sich mehr leute mit grundlegenden fahrtechniken und sinnvollem sowie gesetzeskonformen straßenverhalten beschäftigen würden.

cc

clingt cool

augen auf, ohren auf, helmi ist da.

könnte nicht einfach der orf seinen bildungsauftrag wahrnehmen?

Leider hat da der ORF bei mindestens einer Generation bereits völlig versagt.

Klar, die Fußgänger sind der schwächste Verkehrsteilnehmer.

Wenn allerdings jemand auf dem Radweg unterwegs ist, versuche ich die Person schon wegzuklingeln und vom Radweg zu scheuchen. Es käme ja auch keiner auf die Idee mitten am Ring auf der Fahrbahn herumzuspazieren, am Ring - Radweg ist das durchaus normal. Insofern versuche ich die Fußgänger zu erziehen das auch am Radweg mal was schnelles (Rennrad) oder großes (Lastenrad) unterwegs ist ... weiß nicht ob das was bringt, ansonsten müsste ich illegalerweise auf den Gehsteig ausweichen um vorbeizukommen, da ich ja die Fahrbahn nicht benützen darf.
Kinder sind davon ausgenomen, aber bei Erwachsenen kann man doch ein bisschen Vernunft voraussetzen. Ein bisschen Schuld haben auch die Radwegplaner, Radwege und Gehsteige müssen besser getrennt werden

medusa - es kommen täglich tausende nach - touristen die sich auf radwege verirren - irgendwann merken sie es eh und verziehen sich - aber da kommen schon die nächsten.

Helm und Sportdress fürs Radfahren in der Stadt?

find ich eher peinlich und abschreckend

Früher oder später kommen eh drauf, dass Spezialkleidung im Alltagsverkehr ziemlich unnötig ist.

Warum nicht? Es gibt ja auch Auzugträger, die den ganzen Tag kein einziges mal mit einem Kunden Kontakt haben. Da würde auch keiner auf die Idee kommen zu sagen, das wäre peinlich, sind doch Jeans und T-Shirt viel angenehmer.

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