Nationalrat

Fahrradhelm-Pflicht für Kinder fix

28. April 2011, 20:05

Halteverbote können künftig auch durch gelbe Linien angezeigt werden

Wien (APA) - Kinder bis zum zwölften Lebensjahr müssen künftig einen Helm tragen, wenn sie Radfahren gehen. Eine entsprechende Novelle der Straßenverkehrsordnung hat der Nationalrat am Donnerstagabend beschlossen. Zustimmung kam nur von der Koalition. Die Grünen machten sich für eine freiwillige Regelung stark, die Freiheitlichen fragten sich, wieso die Pflicht nicht auch für Erwachsene gelten solle. Das BZÖ sah Haftungsprobleme. Infrastrukturministerin Doris Bures (S) verteidigte die Maßnahme mit der stark steigenden Anzahl an Kopfverletzungen von beim Radfahren gestürzten Kindern.

Neben der Helmpflicht in der Novelle enthalten ist unter anderem eine Neuregelung für Halte- und Parkverbote. Diese können statt durch Verkehrszeichen künftig auch durch gelbe Linien - durchgängig oder unterbrochen - angezeigt werden. Ziel ist die Eindämmung des Schilderwalds. (APA)

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Puritsche
 
00

Lieber Standard, ich weiß ja nicht wo ihr eure Infos her habt, vielleicht wisst ihr etwas, das ich nicht weiß.
In der 23. STVO Novelle steht wortwörtlich folgendes: "In Abs. 8 wird eine Radhelmpflicht für Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr festgelegt. Durch die
Verwendung von Sturzhelmen kann die Verletzungsschwere bei Fahrradunfällen von Kindern deutlich
herabgesetzt werden. Deshalb sollen Personen, die ein Kind unter zehn Jahren beim Rad fahren beaufsichtigen, verpflichtet sein, dafür Sorge zu tragen, dass das Kind beim Rad fahren einen Sturzhelm trägt."
Da steht nix von Sturzhelmpflicht bis zum vollendetem 12. Lebensjahr! http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/... 208174.pdf

Hermann Weiler
40
Anzudenken wäre auch

eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrräder. 20km/h sind für Fahrräder mehr als genug.

Man darf nicht vergessen, dass die Bewegungsenergie und damit das Verletzungsrisiko (auch anderer Verkehrsteilnehmer) mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt. Insofern ist jeder km/h weniger ein Gewinn für die Sicherheit.

Kaktus
03
13.5.2011, 10:20

Da Autos viel schwerer sind, sollen sie demnach max. 3 km/h fahren.

Poldi Fesch
10
29.4.2011, 15:16
und der naechste Bloedsinn

wird die Schihelmpflicht

amber103
04
29.4.2011, 15:55

Die gibt es doch schon.
Allerdings gibt es seit der Einführung der Skihelmpflicht für unter 15 Jährige keine Unfallstatisiken mehr. Ansonst sind Politiker nicht besonders geizig mit Zahlen, wenn sie ihre eigenen Erfolge preisen wollen.

Allerdings gibt es eine Reihe von Berichten aus Krankenhäusern aus Tirol, Salzburg und Kärnten, die über einen Anstieg der Skiunfallzahlen klagen.

Aus älteren Statisitken geht hervor, das trotz Caving-Ski ein jahrelanger Trend zu weniger Unfällen vorhanden war. Mit der Skihelmpflicht scheint dieser Trend leider gebrochen zu sein.

. g.bac
00
29.4.2011, 16:45
das zeigt wie nötig der helm war

man stelle sich die unfälle jetzt ohne helm vor (horror, tod und gräuel)

alles eine frage der interpretation ;-)

der spass bleibt halt auf der strecke,.. aber es war ja ohnehin längst überfällig von der spassgesellschaft zugunsten der sicherheitsgesellschaft abschied zu nehmen...

Poldi Fesch
01
29.4.2011, 16:03
aber nicht

flaechendeckend, bilde ich mir ein.
Was die Unfaelle angeht, ich fuer das auf die wahnwitzige Pistepraeparierung zurueck. Bis in die fruehen 90er konnten nicht besonders gute Schifahrer diese Geschwindigkeiten nicht erreichen. Beim zweiten Mugel war ende

amber103
00
29.4.2011, 18:06

Die Pistenpräparierung ist allerdings schon seit einigen Jahren sehr gut. Da hat sich nicht allzuviel verändert. Dennoch gingen bis 2008 die Skiunfälle deutlich zurück.

Ein Anstieg der Skiunfälle ist ein ganz neuer Trend, und tritt in einem Ausmaß ein, der weder durch Wetter noch durch Pistenpräparierung erklärbar ist.

Poldi Fesch
00
29.4.2011, 18:27
:) "sehr gut"

sag ich ja nicht dazu, aber bitte.
Wenns 2008 war, sind das gerade 3 Winter. Das sollte man vielleicht nicht ueberbewerten

amber103
03
29.4.2011, 13:00
24. StVO Novelle dringen notwendig!

9a. § 68 Abs. 3a lautet:
„(3a) Radfahrer dürfen sich Radfahrerüberfahrten, wo der Verkehr nicht durch Arm- oder Lichtzeichen geregelt wird, nur mit einer Geschwindigkeit von höchstens 10 km/h nähern und diese nicht unmittelbar vor einem herannahenden Fahrzeug und für dessen Lenker überraschend befahren.“

Wie man auf Radweg an einer Vorrangstraße eine Überfahrt überrachend befahren kann ist mir nicht ganz klar. Muss man sich dazu hinter einen Strauch verstecken, und plötzlich auf die Überfahrt fahren wenn ein Auto kommt, oder ist es schon überraschend genug, wenn man überhaupt auf einem Radweg fährt, und sich nicht einfach wegbeamt wenn ein Auto kommt?

Die Novelle gibt jetzt Radfahrern immer eine Teilschuld, wenn sie von einem rücksichtslosen

Kra Wuzikabuzi
20
29.4.2011, 11:56
wenn das kind keinen helm trägt passiert genau NIX

super sinnvoll.

wo keine strafe dort kein helm.

. g.bac
11
29.4.2011, 12:47
so macht man heute poltik

jetzt gibts mal eine 3 jährige übergangsfrist und dann wird beinhart bestraft, weil das gesetz ja "schon immer" so wahr.

MartinS
113
29.4.2011, 11:21
Die Politik versucht gerade,

das Radfahren endgültig abzuschaffen.

In dem Sinne bin ich für allgemeine Helmpflicht.

Auch im Auto können schwere Kopfverletzungen mit Helmen vermieden werden (siehe Rally, Formel 1 und andere Autorennsportarten - alle fahren mit Helm).
Auch im Bett bitte Helm tragen! Mehr Kopfverletzungen als durch Radfahren passieren durch Stürze aus dem Bett!

Übrigens: Jeder Radfahrer, der will, soll einen Helm tragen. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt.

Enttäuschten Gruß

Bumo1
12
29.4.2011, 14:33
seltsamer Vergleich ...

Radfharer mit Auto?

Sie wissen schon, dass ein Auto 4 Räder hat (und somit nicht bei JEDEM Unfall umfällt sondern nur in äusserst gravierenden Fällen) und der Fahrer ausserdem durch jede Menge Blech geschützt ist?

Verlgeichen sie mal 2 Rad mit Zweirad und siehe da ... für Mofas und Motorräder herrscht Helmpflicht.

Es gibt leider genug Fälle, wo Radfahrer bei Schrittgeschwindigkeit zu Sturz kamen und durch Aufschlag auf der Gehsteig Kante vor Ort verstorben sind.

Und um dem ewigen "in unserer Jugend gabs das auch nicht" zuvor zu kommen. In unserer Jugend gab es noch massiv weniger Autoverkehr. Damals konnte man als Kind mitten Untertags auf Hauptstraßen fahren (Radwege gab es damals eh keine)

MartinS
02
29.4.2011, 15:29
Die Seltsamkeit hat ein Ende,

wenn man die Geschwindigkeit auch in Betracht zieht.
Das Auto muss nicht umfallen. Die Insaßen hauen sich die Köpfe auch im Inneren des Fahrzeugs ein.

Außerdem ist ein Fahrradhelm für ein Mofa nicht erlaubt. Warum wohl? Weil er nicht wirkt! Aber für Radfahrer muss er Pflicht werden. Seltsam.

Auch jetzt können Radfahrer untertags auf Hauptstraßen fahren. Leider ist das Verhalten vieler Autofahrer allerdings wenig rücksichtsvoll.
Je mehr Radfahrer, desto weniger Autofahrer, desto mehr werden Radfahrer wahrgenommen, desto sicherer das Radfahren.
Aber das Auto ist unser Heiligtum.

Poldi Fesch
00
29.4.2011, 15:16
es ist schon die

Helmpflicht fuer Krads eine Sauerei

amber103
00
29.4.2011, 15:58

Vor 40 Jahren hatten alle amerikanischen Bundesstaaten eine Motorradhelmpflicht. Inzwischen wurde diese in der Mehrzahl der Bundesstaaten ganz oder teilweise wieder abgeschafft, und aufgrund der Entwicklung der Unfallzahlen scheint es wahrscheinlich, dass weitere Bundesstaaten folgen werden.

Poldi Fesch
00
29.4.2011, 16:04
bei US + Motorrad

"sehe" ich nur das Easy Rider Plakat

Gilgamesh
30
29.4.2011, 14:11

Man versucht dumme und verantwortungslose Menschen vor sich selbst zu schützen.
All die "tollen", peinlichen Radfahrer die im Profidress fahren und zu dumm sind einen Helm zu tragen sind wohl Beleg genug....

Dimple
01
29.4.2011, 16:56
Sie wissen aber schon

dass die unpeinlichen Radprofis, die tatsächliche Profidressen tragen und vom Fahrradrenn-Fahren leben zu fast 90% KEINEN Helm beim Training tragen.

Nur beim Rennen müssen sie einen tragen (egal, ob sinnvoll oder angenehm oder nicht), weil sie sonst nicht starten dürfen.

Das gilt jedoch nur für die Strasse, nicht fürs Mountain-Biken

lg
Dimple

Gilgamesh
10
30.4.2011, 13:10

Und weil einige Profis Dummköpfe sind, sollen wir die Rehakosten von hirnlosen Pseudoradprofis zahlen, weil diese keinen Helm tragen??

Sie werden nur sehr wenige Profi Mountain-Biker sehen, die keinen Helm tragen, offenbar sind die intelligenter, als unsere peinlichen Freizeitradler im Kinderprofidress... ;)
Sie vergessen, dass viele zu dumm sind die primitivsten Verkehrsregeln zu verstehen, wie z.B. kein Fahren am Gehweg, kein Fahren über eine rote Ampel, kein Fahren gegen jeden Einbahn, kein Fahren in Fußgängerzonen (ausser dort wo es genehmigt ist)....

Gehen sie einfach einmal zu Fuß und zählen sie die Radfahrer die sich an keine Regeln halten, sie werden geschockt sein.... ;)

Dimple
02
30.4.2011, 14:40
Ihre Argumentation ist falsch

Wenn sie Renn-MountainbikerInnen mit StraßenverkehrsradlerInnen vergleichen, können Sie auch Ralley-FahrerInnen mit der Familie Dimple vergleichen - die ersteren tragen Helme, weil der Sicherheitsgewinn enorm ist. Die zweiteren sollen auch Helme tragen? Bei beiden Tätigkeiten?

Ich rede vom Rad als Verkehrsmittel, wo ein Radhelm unnötig ist, so wie ein Auto-Helm im normalen Straßenverkehr unnötig ist.

Die Sicherheit für FahrradfahrerInnen steigt durch das Helmtragen IM STRASSENVERKEHR nicht an, aber die Anzahl der RadlerInnen geht zurück - das ist die einzige Folge der Helmpflicht.

lg
Dimple, es geht bei der Helmpflicht nicht ums Mountainbiken, sondern ums Einkaufen fahren

Gilgamesh
20

Sorry, aber ihre "Argumente" sind völlig absurd.
Ein Rallyfahrer trägt einen Helm zum Gurt, weil er meist auf Schotterpisten mit weit überhöhter Geschwindigkeit fährt, er fährt in einem Grenzbereich, in welchem sie und auch ich völlig versagen würden. Für uns reicht das Auto und der Gurt als Schutz.

Aber auch die Familie Dimple kann mit dem Fahrrad schlicht und einfach umkippen und dann wäre es sehr hilfreich, wenn man einen Schutz für seinen Kopf hat.

Ein Helm ERHÖHT IMMER die Sicherheit und wenn einigen Dummköpfen die Föhnwelle wichtiger ist, als ihr Gehirn zu schützen, dann ist es wohl besser, wenn solche Leute sich nicht im öffentlichen Verkehr bewegen...

Dimple
03
Rein statistisch

Im Jahr 2005 gab es 49 tödliche Kinderunfälle, davon 11 als Insasse eines Kfz und 3 beim Radfahren. Daher ist davon auszugehen, dass Autohelme weitaus mehr Leben retten, als Radhelme - ich kenne auch 2 Fälle, wo bei einem Autounfall ein Helm der Insassen den Tod bzw. die lebenslange Behinderung verhindert hätte. Wenn Sie gegen Helme (zumindest für Kinder) beim Autofahren sind, liegt Ihnen wohl die Sicherheit der Kinder nicht am Herzen. Daher wird es wohl ein Gesetz brauchen, dass Ihre Kinder gegen die Nachlässigkeit ihrer Eltern schützt.

lg
Dimple, ach ja ernsthaft zum Auto-Fahrrad-Vergleich

Schnell durchs Gelände --> Helm
Gemütlich zum Hofer einkaufen --> kein Helm
Fahrradfahren ist nämlich so sicher, wie zu Fuß gehen und braucht daher (

Gilgamesh
10

Nun in ihrer Statistik vergessen sie aber Verletzungen.

Ich finde ihre Versuche Sicherheit mit kindlichen Argumenten ins lächerliche zu ziehen bedauerlich. Kinder scheinen einen geringen Stellenwert in ihrer Welt zu besitzen. Ein Erwachsener kann entscheiden, dass sein Gehirn nicht schützenswert ist, Kinder jedoch nicht. Und die maßlose Selbstüberschätzung, dass man ja gemütlich fährt und da nichts passiert, ist kein Garant dafür, dass nicht ein anderer Fehler macht und sie deshalb einen Unfall haben.

Als man die Helmpflicht für Motorräder und Mopeds einführte, gab es auch einige wenige Querköpfe, die dagegen waren. Nun heute würde man über jeden, der die Helmpflicht bei einspurigen Motorfahrzeugen abschaffen will, nur den Kopf schütteln.

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