Der "Lärm" des Neuen

28. April 2011, 18:32
posten

Das traditionsreiche Ulrichsberger Kaleidophon bringt 2011 verstärkt Jazz-, Electronic- und Noise-Nachwuchs ins Mühlviertel.

  Ulrichsberg - Festivalchef Alois Fischer war immer schon eine gute Mischung aus bekannten und (noch) unbekannten Künstlern wichtig. Heuer aber schafft er einen Überhang an nicht so Etablierten.

Neben John Lindbergs Tripolar und dem 69-jährigen britischen Schlagzeuger Eddie Prévost als Szenefixgrößen finden sich aufregende neue Formationen und Solisten: etwa Liz Allbee, die am Samstag ihre Solo-CD Theseus vs. vorstellt. Die 35-jährige Amerikanerin mit Wohnort Berlin hat mit Fred Frith ebenso gespielt wie in mehr der Popmusik zuordenbaren Formationen wie Neung Phak.

Sie habe "je einen Fuß in der Improvisation, in der Elektroakustik und im Noise," so Allbee, sie sei also "dreibeinig aufgestellt, was ja gemeinhin als der stabilste Unterbau etwa eines Möbelstücks bekannt" sei.

Eher meditativ ist der Jazz des Trios Dawn of Midi. Die Formation besteht aus dem indischen Bassisten Aakaash Israni, dem pakistanischen Perkussionisten Qasim Naqvi und dem marrokanischen Pianisten Amino Belyamani. Ihre erste CD und Konzerte in New York, Chicago und Tokio brachten höchstes Kritikerlob.

Sebastian Lexer wiederum frönt der Echtzeitbearbeitung seiner Klavierklänge mittels Max/MSP-Software. Bis Sonntag kommen 28 Musiker zu elf Konzerten, zu Beginn hört man das russisch-deutsche Trio Deployment 3. (Wiltrud Hackl/ DER STANDARD, Printausgabe, 29.4.2011)

29. 4. – 1. 5.

  • Bassist John Lindberg kommt nach Ulrichsberg im Trio
 
 
    foto: kaleidophon


    Bassist John Lindberg kommt nach Ulrichsberg im Trio

     

     

Share if you care.