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Paris - Müdigkeit, weniger Selbstvertrauen, Angst vor einem Rückfall und das Gefühl, für die Krankheit auch noch bestraft zu werden - dies gehört Wissenschaftern zufolge zu den häufigsten Schwierigkeiten, denen Krebspatienten nach der Rückkehr in den Beruf begegnen. "Ich habe mir gesagt, an dem Tag, an dem ich wieder in die Arbeit gehe, liegt das alles hinter mir", sagte ein ehemaliger Krebspatient der Psychosoziologin Monique Sevellec in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Tatsächlich sei die Krankheit aber ein Bruch - "und nichts ist mehr, wie es früher war", warnt die Wissenschafterin.
Schneller müde
Aus der zeitgleich mit einer zweiten Studie veröffentlichten Untersuchung des französischen Curie-Institutes geht hervor, dass 61 Prozent der Beschäftigten, die nach einer Krebsbehandlung in ihre Firma zurückkehren, schneller müde werden, 41 Prozent der ehemaligen Patienten an Schlafstörungen leiden und 33 Prozent von ihnen Konzentrations- und Gedächtnisprobleme haben. Vierzehn Prozent der wieder arbeitenden Krebspatienten haben demnach chronische Schmerzen, sechs Prozent leiden unter einer schweren Depression. Sevellec sprach in den Jahren 2005 und 2006 mit 42 von 402 Krebspatienten aus dem Großraum Paris, die wieder in den Job zurückgekehrt waren und an einer Studie des Institutes teilnahmen.
Gerade von Führungskräften werde erwartet, dass sie die gleiche Leistung wie früher erbrächten, sagte Bernard Asselain vom Curie-Institut - "als ob nichts gewesen wäre". Auch bei Kollegen stoßen die Krebspatienten oft genug auf Unverständnis, nach dem Motto "Entweder du bist wieder ganz hier oder gar nicht", erklärten die Wissenschafter. Je besser der Wiedereinstieg vorbereitet werde, desto günstiger sei es, meinte Asselain. Der Beschäftigte solle am besten mit einem Krebsarzt und einem Arbeitsmediziner darüber reden, wie seine Rückkehr in den Beruf zu gestalten sei. (APA)
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