Terroranschläge in Marokko

28. April 2011, 17:52
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Explosion in Marrakesch weckt Erinnerungen an Selbstmordattentate im Mai 2003 in Casablanca

Berlin - Der Terroranschlag in der marokkanischen Stadt Marrakesch weckt Erinnerungen an den 16. Mai 2003. Damals starben bei fünf Selbstmordanschlägen in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca mindestens 45 Menschen. Unter den Toten waren auch 12 der aus Marokko stammenden Attentäter. Die Anschläge gelten als die bisher blutigsten in der Geschichte des nordafrikanischen Königreichs. Seitdem hat es in dem Land keinen Terroranschlag mit mehr als zehn Toten gegeben.

Die meisten Opfer der Anschläge in Casablanca waren Marokkaner, es starben aber auch vier Spanier, drei Franzosen und ein Italiener. Einige der Selbstmordattentäter gehörten der in Marokko verbotenen islamistischen Gruppierung "Al-Sirat al-Moustaqim" (Der rechte Weg) an.

Nach den Anschlägen von Casablanca haben die marokkanischen Sicherheitskräfte ihren Kampf gegen den Islamismus drastisch verschärft. Mehrere Terrorzellen wurden zerschlagen, tausende Verdächtige festgenommen, hunderte verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft den marokkanischen Behörden Willkür und Folter vor. (APA)

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