Carter: Kim zu Gesprächen bereit

28. April 2011, 18:24
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Bereitschaft zu Gipfel mit südkoreanischem Präsidenten bekräftigt

Seoul - Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il ist nach Angaben des früheren US-Präsidenten Jimmy Carter zu Gesprächen ohne Vorbedingungen mit Südkorea und den USA bereit. Kim habe der Delegation, die sich drei Tage lang in Nordkorea aufgehalten habe, am Donnerstag eine entsprechende "persönliche Mitteilung" übermittelt, sagte Carter bei einer Pressekonferenz in Seoul. Demnach sind er "und das nordkoreanische Volk bereit, mit Südkorea oder den USA ohne Vorbedingungen über jedes Thema und jederzeit zu verhandeln". Kim habe vor allem seine Bereitschaft zu einem Gipfel mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak bekräftigt, sagte Carter weiter.

Sicherheitsgarantie verlangt

Als Mitglied der Gruppe "The Elders" war der 86-jährige Carter am Dienstag gemeinsam mit dem früheren finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari, der ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Brundtland und der irischen Ex-Präsidentin Mary Robinson nach Nordkorea gereist, um sich unter anderem für bessere Beziehungen zum Süden und eine nukleare Abrüstung einzusetzen. Auf der Website der Gruppe schrieb Carter nach den Gesprächen, ohne Sicherheitsgarantie durch die USA werde Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht aufgeben. (dpa, AFP, red/DER STANDARD, Printausgabe, 29.4.2011)

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    Von links nach rechts: Der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari, Norwegens Ex-Premierministerin Gro Brundtland, Irlands Ex-Premierministerin Mary Robinson, Nordkoreas Vizeaußenminister Ri Yong Ho, ein Übersetzer und Ex-US-Präsident Jimmy Carter in Pjöngjang. Im Hintergrund: Kim Il Sung, Nordkoreas Staatsgründer.

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