Peking: Tibetische Exilregierung ist illegal

28. April 2011, 15:28
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"Wird von keinem Staat in der Welt anerkannt"

Peking - Nach der Wahl des Völkerrechtsexperten Lobsang Sangay zum neuen Chef der tibetischen Exilregierung hat China diese Regierung als "illegal" bezeichnet. "Die sogenannte tibetische Exilregierung ist eine illegale politische Organisation, die vom Dalai Lama aufgebaut wurde, um (Tibet) zur Unabhängigkeit zu führen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Hong Lei, am Donnerstag. Sie werde von keinem Staat in der Welt anerkannt.

Anders als von dem Außenamtssprecher dargelegt, verfolgt die im indischen Dharamsala beheimatete Exilregierung nicht die Unabhängigkeit Tibets, sondern setzt sich für eine "bedeutsame Autonomie" der 1951 besetzten chinesischen Provinz ein.

Am Mittwoch war der an der US-Universität Harvard ausgebildete 43-jährige Jurist Sangay zum neuen Regierungschef erklärt worden. Exil-Tibeter in aller Welt waren am 20. März aufgerufen, einen neuen Ministerpräsidenten zu bestimmen. Mit dem Rückzug des Dalai Lama aus der Politik erhält dieser eine größere Bedeutung. (APA)

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