Viking mit vier Prozent Umsatzplus

28. April 2011, 13:44
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Langkampfen - Nach einem Umsatzeinbruch im Jahr 2009 hat der zur deutschen Stihl-Gruppe gehörende Tiroler Gartengerätehersteller Viking mit Sitz in Langkampfen bei Kufstein 2010 den Umsatz wieder gesteigert. Das Wachstum betrug vier Prozent, der Umsatz erhöhte sich mit rund vier Mio. Euro auf mehr als 110 Mio., teilte das Unternehmen mit. Im Fünfjahresvergleich nahm der Umsatz insgesamt um rund 33 Prozent zu.

Mit 72 Mio. Euro (plus elf Prozent) wurde laut neuem Geschäftsführer Peter Pretzsch eine "Rekord-Bilanzsumme" erzielt. Ebenso erhöhte sich im vergangenen Geschäftsjahr das Eigenkapital um fünf Prozent auf 48 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag beim Gartengerätehersteller bei 66 Prozent. Pretzsch hat erst zu Monatsbeginn die Geschäftsleitung von Nikolas Stihl übernommen. Zuvor leitete er den Produktionsbereich "Technologie und Gebäude Gruppe" beim Mutterkonzern im deutschen Waiblingen.

Leichter Rückgang bei Exporten

Der Exportanteil ist - wenn auch nur um ein Prozent - auf 97 Prozent zurückgegangen. Marketing- und Verkaufsleiter Wolfgang Simmer hob aber dennoch die Marktanteilsgewinne in Deutschland, Polen, Skandinavien und Österreich hervor.

Die konzerninterne Bedeutung des Standortes Langkampfen sei durch die Erweiterung des Produktprogramms 2010 weiter gestärkt worden. "Ein großer Schritt war die Verlegung der Motorhacken-Produktion von einem französischen Partner nach Langkampfen", erklärte der Geschäftsführer, "so konnten wir einerseits die Produktionsauslastung besser verteilen und auch weitere Arbeitsplätze in Langkampfen schaffen." Mit der Etablierung der Montage von Akku-Produkten habe Viking einen "besonderen Schritt" gesetzt. "Seit 2010 werden die Akku-Produkte der Stihl-Gruppe zur Gänze in Langkampfen montiert", erklärte Josef Koller, Leiter der Produktion und Marktversorgung.

Viking wurde 1981 in Kufstein gegründet. Nach Häckslern startete 1984 die Rasenmäherproduktion. 1992 wurde das Unternehmen Teil der Stihl-Gruppe. Seit 2001 wird am Standort in Langkampfen produziert. Weltweit wird in 60 Länder exportiert, die wichtigsten Abnehmer sind Deutschland, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Der Großteil der Endabnehmer kommt aus dem privaten (Hobby-)Gärtner Bereich. (APA)

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