Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

28. April 2011, 12:44
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Mehrere Unternehmensbilanzen im Blickpunkt

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag ohne einheitliche Tendenz geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbesserte sich klar um 157,90 Zähler oder 1,63 Prozent auf 9.849,74 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong ließ hingegen um 87,21 Zähler (minus 0,37 Prozent) auf 23.805,63 Einheiten nach.

Ohne klare Richtung schlossen auch die Märkte in Singapur, Sydney und Shanghai. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.184,99 Zählern und einem kleinen Plus von 2,31 Punkten oder 0,07 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank indessen um 1,7 Zähler oder 0,03 Prozent auf 4.952,3 Einheiten. Der Shanghai Composite verlor um 1,31 Prozent oder 38,365 Zähler auf 2.887,043 Punkte zu.

Als Unterstützungsfaktor nannten Marktteilnehmer das Bekenntnis der US-Notenbank zu einer weiterhin lockeren Geldpolitik um die Wirtschaftsleistung anzukurbeln. Zudem rückten an den asiatischen Märkten zahlreiche Unternehmensbilanzen von Hyundai Motor über PetroChina bis zu China Coal Energy in den Blickpunkt der Anleger. "Die Kombination aus niedrigen Zinsen und robusten Unternehmensergebnissen unterstützt die Märkte", kommentierte ein Börsianer.

Hyundai mit Gewinnsprung

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai hat im Auftaktquartal einen Gewinnsprung von 46,5 Prozent auf 1,87 Bill. Won verzeichnet und steuert auf einen Rekordabschluss 2011 zu. Hyundai ist zusammen mit der Schwesterfirma Kia Motors der weltweit fünftgrößte Autokonzern und setzte zwischen Jänner und März weltweit rund 919.000 Fahrzeuge ab. Die Aktien stiegen in Seoul um 7,28 Prozent auf 250.500 Won. Andere Auto-Aktien der Region konnten ebenfalls zulegen: Honda stiegen um 2,90 Prozent auf 3.190 Yen und Toyota legten um 1,41 Prozent auf 3.230 Yen zu.

China Coal Energy hat im ersten Jahresviertel einen Anstieg des Reingewinns von 15,9 Prozent auf 2,3 Mrd. Yuan verzeichnet. Die Aktien des zweitgrößten chinesischen Kohleförderers kletterten um 4,25 Prozent auf 10,80 Hongkong Dollar in die Höhe. Unter den Rohstoffwerten ließen PetroChina um 3,10 Prozent auf 11,24 Hongkong Dollar nach. Das Ölunternehmen hatte am Vortag einen Gewinnanstieg von 14 Prozent auf 37 Mrd. Yuan im ersten Quartal publiziert. Damit wurden die Analystenschätzungen von 38,4 Mrd. Yuan allerdings nicht erfüllt.

In Sydney sprangen die Titel von Computershare um 7,73 Prozent auf 9,62 australische Dollar in die Höhe. Die weltweit größte Depotbank, BNY Mellon, wird ihre Tochtergesellschaft Shareowner Services um 550 Mio. Dollar an den australischen Konzern verkaufen. Nach Zahlen rutschten Goodman Fielder um 9,05 Prozent auf 1,055 australische Dollar ab. Der Bäckereikonzern enttäuschte mit seinem Gewinnausblick von 140 bis 150 Mio. australischen Dollar für 2011 die Schätzungen.

Erwartungen einer baldigen Zinserhöhung in China setzten die Immobilienwerte unter Druck. Die Analysten der Credit Suisse prognostizieren schon für den 2. Mai die nächste Anhebung der Leitzinsen um sich der starken Inflationsentwicklung entgegen zu stellen. Zu den Verlierern zählten China Resources Land (minus 2,98 Prozent auf 13,66 Hongkong Dollar) und China Overseas Land & Investment (minus 2,20 Prozent auf 15,14 Hongkong Dollar). (APA)

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