Buchdrucker-Plage im Süden Schwedens

28. April 2011, 12:54
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Warmer Frühling führt zu starker Vermehrung des Forstwirtschaftsschädlings

Stockholm - Während man sich in Teilen Österreichs derzeit mit einem überdurchschnittlichen Auftreten von Maikäfern herumplagt, sorgt in Schweden der auch als Buchdrucker bekannte Große Fichtenborkenkäfer (Ips typographus) für massenhaft Ärger. Laut regionalen Medien wurde allein in der vergangenen Woche eine größere Anzahl Käfer in Registrierungsfallen gefangen, als im gesamten Jahr 2010.

Als Grund für das frühe und besonders massive Auftreten der Käfer nehmen Experten die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im heurigen April an. Die Hauptschwärmzeit des Buchdrucker-Käfers habe in der südschwedischen Region Småland daher um mindestens drei Wochen früher als normal begonnen.

Das zu den Rüsselkäfern zählende Tier ist maximal einen halben Zentimeter groß und doch ein gefürchteter Forstwirtschaftsschädling. Insbesondere auf Fichten hat er es abgesehen, in deren Rinde er die Brutkammern für seine Larven bohrt und die befallenen Bäume schwächt. Der Bestand kann sich mit jeder Brutgeneration verzehnfachen - in einem warmen Jahr können sich drei Generationen hintereinander entwickeln, was zu einer Vertausendfachung der ursprünglichen Käferzahl mit entsprechenden Folgen für den Baumbestand führen würde. (APA/red)

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    Klein, aber oje: Der Buchdrucker wird in der Forstwirtschaft gar nicht gerne gesehen.

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