Datenskandal

Navi-Hersteller TomTom gibt Kundendaten an Polizei weiter

28. April 2011, 11:31
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    foto: tomtom

    TomTom war zu alternativen Einnahmequellen gezwungen, um den Umsatzeinbußen durch die Smartphone-Konkurrenz entgegenzuwirken.

Firmen-Chef Goddijn: "Haben diese Art der Verwendung nicht vorausgesehen"

Navigationsgerätehersteller TomTom sorgt derzeit für Schlagzeilen. Aus einem Bericht der niederländischen Zeitung Algemeen Dagblad geht hervor, dass GPS-Daten der Kunden ohne ihr Wissen an die Polizei weitergegeben wurden. Diese wurden zur verbesserten Positionierung von Radarfallen genutzt. TomTom hatte den Kunden versichert, die Übermittlung der Fahrdaten sei anonym und würde nur zur Produktoptimierung genutzt. Nun hat sich der Konzern offiziell dafür entschuldigt.

Umsatzeinbußen kompensieren

Durch die zunehmende Konkurrenz von Smartphones mit GPS Navigation, sah sich der Navi-Hersteller gezwungen, den sinkenden Umsatz mit anderen Verkaufsbereichen zu kompensieren. Dazu gehörte der Verkauf von Verkehrsdaten wie Geschwindigkeitsprotokolle der Nutzer an Behörden, Unternehmen und die niederländische Polizei. Viele Kunden reagierten empört.

Verkehrssicherheit erhöhen

Nun befindet sich Europas größtem Navigationsgeräte-Hersteller auf damage control Kurs und entschuldigt sich offiziell in einer E-Mail an die Kunden für den Datengau. Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, glaubte der Konzern damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. "Wir haben diese Art der Verwendung der Daten nicht vorausgesehen und viele unserer Kunden sind nicht glücklich darüber", erklärt TomTom-Chef Harold Goddijin. Er versprach "diese Art der Verwendung in Zukunft zu vermeiden".

Österreichische Kunden

TomTom-Kunden in Österreich sind nicht von den niederländischen Geschehnissen betroffen. Entsprechend der aktuellen Rechtslage sei die heimische Polizei nicht zur Einsicht der GPS-Daten berechtigt. (ez)

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systemfehler1
00
Baba Tom-Tom.

Baba Apple.
Baba Canon.

Allen Komplizen von Big Brother: ein herzliches Baba.

puwit
00

support bei tom- tom unterm hund

joky1
00
Nicht gut,...

ich finde diese Maßnahme ist ein tiefer Griff ins Klo, aus ganz differenzierten Sichtweisen:

1.) Damit werden Radarfallen auf Umsatz optimiert, nicht auf Verkehrssicherheit

2.) Autofahrer fühlen sich (teils zurecht) geschröpft, in tatsächlich gefährlichen Bereichen wird weiterhin die "zulässige Höchstgeschwindigkeit" gefahren, obwohl die Situation de Facto oft weit weniger zulassen würden.

3.) ist eine Speicherung wie Weitergabe von Bewegungsprofilen, ob anonymisiert oder auch nicht, immer ein heißes Thema!

Gruß

Heavyweather
00
11.11.2011, 01:01

Ich fahre einfach nicht schneller als erlaubt...dann brauche ich nicht auf Radar achten ;)

Fritz Meyer
02
Und tschüss, Tom Tom!

Es gibt ja zum Glück genug Alternativen ohne solche Datenschachereien.

Herr der Ringe
11
Dieser Artikel ist Topfen....

ein stinknormales Navi hat einen GPS EMPFÄNGER aber keinen Sender. Wenn ich eine Strecke von A nach B programmiere dann bleibt zwar das Ziel im Speicher aber sonst nichts. Wenn ich aber bei einen Radar auf aktualisieren drücke und dann per USB am PC anstecke sieht TOMTOM wo ich auf RADAR AKTUALISIEREN gedrückt habe aber nicht ob ich kurz darauf nach li., re. abgebogen bin oder nicht. Um eventuellen Linken der Polizei (Ktn. und Salzburg ist ganz gut darin) vorzubeugen habe ich einen GPS Logger der die Daten speichert (km/h, Strecke, Zeit).

joky1
00

"ein stinknormales Navi hat einen GPS EMPFÄNGER"

und ein Mikrofon
.. Bluetooth (bis zu 10 bzw. 100m)
.. tw. sogar 3G
.. ein paar GB Speicher

Mit diversen Funktionen können "Staudaten" zu statistischen Zwecken am PC oder direkt über 3G übertragen werden.

Mit der Vorratsdatenspeicherung werden andere lustige Möglichkeiten offenbart, denn wo Daten aufgezeichnet werden, dort werden sie auch genutzt, verloren, gestohlen und missbraucht.

Gruß

CouchDB
00
30.4.2011, 05:29
Das ist kein herstellerspezifisches Problem,

sondern ein gesellschaftliches; Das Problem haben wir mit GoogleMaps genauso da bedarf es nur noch ein paar zusätzlicher Daten und Javascript und man hat das selbe in grün, Tracking im iPhone (das im übrigen den US-Behörden bekannt war und benutzt wurde), selbst verständlich arbeiten Google & Co mit NSA, CIA, FBI etc. zusammen.
Wenn wir das nicht wollten warum gibt es dann gegen die Vorratsspeicherung de facto keinen Widerstand ? Veröffentlichung von Subventionen - ach wo, da haben wir doch den Datenschutz, Persönlichkeitsrechte usw.

Minimax15
00
Alle haben doch irgendwie nen Datenskandal...

Die Frage ist, wie man damit umgeht. Sony wirkte im Video der heutigen Pressekonferenz jedenfalls recht stoisch belämmert. Viel mehr als ein unfähiges "We are so sorry" war nicht zu hören...

http://www.doppelklicker.de/Sony-Pres... 719.0.html

joky1
00

was sollens denn tun? Ein anderer japanischer Konzern hat tausende Menschenleben gefährdet und die Vorstände haben auch nur brav Köpflein gesenkt.

Gruß

Vize
00
30.4.2011, 16:26
Vergleich mit googlemaps

Möglich, wobei bei den handys die daten !angeblich! zugunsten des Besitzers gesammelt werden.

Der Oley
00
30.4.2011, 03:47
Was die Kartenqualität betrifft

brauch man sich überhaupt nicht darüber streiten. Alle Navis beziehen die Daten von zwei Kartenanbietern. Das ist bei Hochleistungsakkus interessanterweise genau so.

Was das Rasterfahndungsverfahren betrifft. Natürlich sind solche Daten nicht anonym. Die LIVE-Geräte haben eine stinknormale Simkarte drinne, die wie jedes Mobiltelefon permanent Standortdaten sendet.

Da kann in deren Datenschutzrichtlinen sonst was stehen. Wenn Big Brother wissen will wo sie die letzten 6 Monaten rumgekurvt sind findet der das an hand Ihrer Bewegungsprofile raus.

Like iPhone

Vize
00
30.4.2011, 16:28

live-geräte? Zum nachschlagen

Der Oley
00
30.4.2011, 17:41
Live genug

um alle 5 Minuten Vater Staat zu sagen wo Dein Arsch steckt

http://de.support.tomtom.com/app/answe... widerrufen

Dragshi
03
29.4.2011, 12:34
Also kein TomTom mehr

PReb
09
29.4.2011, 11:11
es wird noch schlimmer

jetzt schon locken einzelne versicherungsunternehmen mit vergünstigungen bei freiwilligem einbau von gps trackern. aus autozuliefererkreisen hört man dass die eu mittelfristig unter dem deckmantel der sicherheit und der verkehrsflusssteuerung gps tracker in allen neuwagen verordnen wird. ein vorhaben das aus so vielen gründen falsch ist dass es den rahmen jetzt sprengen würde alle aufzuzählen...

Leonardo Basil
01

...und jeder der nur im Ansatz daran denkt, dass so ein System sein Auto vor Diebstahl sichern würde, soll mal auf dealextreme gehen und nach GPS Jammer suchen. Gibts ab ~20$, wird in den Zigarettenanzünder gesteckt und blockiert alle GPS signale. Damit kurz in die nächste Werkstatt, GPS tracker deaktivieren oder einfach nur Kennung umprogrammieren, fertig.

broncoo
00
30.4.2011, 06:22

ist ja praktisch - dann braucht man keine Radarfallen mehr. Entweder Geschwindigkeit gleich mitloggen od. berechnen, daß man mit 130 km/h nie von A nach B gekommen wäre ...

Bastian Balthasar Bux
00

naja, wenn es danach geht hätte ich mit meinen skates auch schon geschwindigkeiten bis 50km/h geschafft. auf der geraden, nicht bergab!

Markus1975
00
:)))

wäre im Ortsgebiet auch zu schnell ...
Weiß allerdings was Sie damit meinen ... Ich wäre fürs Mitloggen ... und direkte Weiterleitung an die Polizei ...

cosmo polytics
00
... warum Weiterleitung an die Polizei?

Warum nicht gleich Weiterleitung an den Ticketdrucker bei der Post?

footy show
00
29.4.2011, 11:07
GPS-info

wurde nicht direkt and die Polizei weiterverkauft sondern "an den Staat", so habe ich das zumindest auf Ars gelesen und auch auf der AD.NL Seite.
Der Kunde ist zwar ein anderer, die Tat ist aber dennoch nicht vertretbar.

amPunkt
00
29.4.2011, 11:01
Wär schön wenn man die rasenen Biker endlich unter Kontrolle brächte.

Zusätzlich gehören Schallmessgeräte für diese Lärmterroristen aufgestellt.

Lord Schaumloeffel
05
29.4.2011, 12:51
gegen hunde, gegen motorradfahrer...

... was steht denn noch alles auf ihrer "lass-ich-alles-verbieten-wenn-ich-jemals-was-zu-sagen-hätte-liste" *),
,hmm?

*) was aber in diesem jahrtausend bedauerlicherweise nicht der fall sein wird, selbst wenn die hölle zufriert.

amPunkt
10
29.4.2011, 16:43
Möglichst laut und schnell von A nach A rasen - super!

Hudne und laute Bikes sind genau die Dinge mit denen man legal die Umwelt terrorisieren kann. Dei hört man bis zu 10km Entfernung noch - super - gell!

Welches Modell ist Ihre Maschin?

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