PSN-Hack

Kritik an Sony nach Datenraub

28. April 2011, 10:20

Öffentlichkeit spät informiert - Sammelklage - Kreditkarten-Daten gesichert - Komplett neue Infrastruktur in Arbeit

Nach außen hin reichlich unbekümmert kündigte Sony am Dienstag zwei iPad-Konkurrenten für den Herbst an. Doch hinter den Kulissen herrschte bereits seit gut einer Woche Panik in dem japanischen Konzern. Der Grund: Zwischen dem 17. und 19. April hatten Cyberkriminelle sich in das Unternehmen eingehackt - der WebStandard berichtete. Was sie dort an Daten erbeuteten, gab das Unternehmen dann erst am späten Dienstagabend in Firmenblogs bekannt: Adressen, Passwörter und möglicherweise auch Kreditkarten-Nummern von rund 77 Millionen Nutzern der Sony-Spielkonsole Playstation sowie des Video- und Musikservices Qriocity. Auch hundertausende User in Österreich sind davon betroffen.

Sicherheitshalber

"Falls Sie Ihre Kreditkarteninformationen im PlayStation Network oder Qricocity angegeben haben, möchten wir Sie sicherheitshalber darüber benachrichtigen, dass auf ihre Kreditkartennummern (exklusive Ihres Sicherheitscodes) sowie auf die Gültigkeitsdauer zugegriffen werden konnte", informierte das Management höflich.

Die Höflichkeit nutzt aber wenig. Zahlreiche Kunden kritisieren nun die zögerliche Informationspolitik des Unternehmens hart: "Ihr habt eine Woche gewartet uns mitzuteilen, dass uns persönlichen Informationen gestohlen wurden? Das hättet ihr uns vor einer Woche sagen müssen!", schimpft ein User im Sony-Blog. Ein anderer schreibt: "Dieses Update kommt sechs Tage zu spät. Ich glaube, es ist an der Zeit, zu einem anderen Netzwerk zu wechseln." Nach der Attacke hatte Sony die betroffenen Netzwerke mit der Begründung "Wartungsarbeiten" abgeschaltet.

Schmach

Für Sony ist der Hacker-Angriff auch sonst eine Schmach. Obwohl der Hardware- und Softwareumsatz mit Videospielen zuletzt weltweit zurückgegangen ist, bleibt die Playstation ein wichtiger Gewinnbringer und eines der prestigeträchtigsten Produkte des Unternehmens. Der Aktienkurs von Sony fiel am Mittwoch um zwei Prozent.

Bei allem Ärger können die Kunden zumindest in einer Hinsicht beruhigt sein: Für etwaige Schäden aus einer möglichen Manipulation müssen die Karten-Inhaber nicht haften, heißt es seitens der Banken. Sie sollten aber dennoch ihre Abrechnungen genauestens prüfen.

Erste Sammelklage

In den USA wurde indes die erste Sammelklage gegen Sony eingereicht. Die in Kalifornien ansässige Anwaltskanzlei Rothken Law Firm hat im Namen von Kristopher Johns aus Alabama die Klage eingereicht, wonach Sony es verabsäumt hatte, "die privaten Daten seiner Kunden ausreichend zu schützen". Johns fordert eine noch undefinierte Summe an Schadensersatz, die Kanzlei Rothken will durch eine Sammelklage noch weitere verärgerte Kunden an Bord holen.

"Bislang keine Schäden"

Einer aktuellen Stellungnahme Sonys nach, seien bislang allerdings keine Betrugsfälle gemeldet worden. "Alle Daten waren geschützt und der Zugang wurde sowohl physisch als auch durch Sicherheitssysteme im Netzwerk geschützt", erklärt der verantworktliche PlayStation Network-Manager Patrick Seybold. Ein möglicher Missbrauch von Daten könne nie ausgeschlossen werden, allerdings sei "das komplette Verzeichnis mit den Kreditkartendaten verschlüsselt gewesen". "Wir haben keinerlei Beweis, dass die Kreditkartendaten entwendet wurden", so Seybold.

Komplett neue Sicherheitsarchitektur

Die sonstigen Kundeninformationen, wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, seien zwar unverschlüsselt, aber zumindest bis zum Einbruch durch das Sicherheitssystem des Netzwerks geschützt gewesen. Um künftigen Angriffen besser vorbeugen zu können, werde die "Infrastruktur des Netzwerks in ein neues Daten-Center, eine sicherere Umgebung verlagert". Sobald das Netzwerk wieder online ist, werden User automatisch aufgefordert, ihr Passwort zu ändern. Nähere Informationen dazu würden in Kürze bekannt gegeben.

Zur Verfolgung des Angreifers und Aufklärung des Vorfalls arbeite Sony sowohl mit einer externen Sicherheitsfirma, als auch mit den Behörden zusammen.

Imageschaden, aber vermutlich keine Kundenverluste

Laut Branchenanalysten werde Sony hart daran arbeiten müssen, dass Vertrauen seiner Kunden wieder zu gewinnen. Allerdigns, so etwa Michael Pachter von WedbushMorgen Securities, müsse Sony keine massenhaften Abwanderungen seiner Kunden befürchten. "Das ist eine riesige Unanehmlichkeit, aber Kunden werden dadurch kein Geld verlieren", so Pachter. Sony hingegen müsse allein durch die entgangenen Online-Verkäufe in den Tagen des PSN-Ausfalls mit Gewinneinbußen von rund 6 Millionen US-Dollar rechnen. Hinzu kämen Kompensationen für zahlende PS Plus-Kunden in der Höhe von etwa 10 Millionen Dollar sowie die Kosten für den zusätzlichen PR-Aufwand und die Kosten für die Arbeiten an der Sicherheitsinfrastruktur.

Betroffene Kunden

Betroffene Kunden würden indes dazu angehalten, ihre Online-Passwörter für Webseiten zu ändern, auf denen die gleichen Login-Informationen verwendet wurden, wie bei ihren PSN-Accounts. Nachdem die Kreditkarteninformationen verschlüsselt waren und die dreistelligen Sicherheitscodes nicht gespeichert wurden, seien auch keine unauthorisierten Abbuchungen zu befürchten. Regelmäßige Updates zum Vorfall und stellt Sony auf einer offizillen Webseite bereit. (zw/Reuters/kat)

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DerHerrLudwig
00
We are so sorry

Abwarten. Jetzt haben sich die Herren Sony erstmal blamiert. Außer dem obigen Geplärre war im Video zur heutigen Pressekonferenz nicht viel zu hören.

http://www.doppelklicker.de/Sony-Pres... 719.0.html

M. C. Escher
30
29.4.2011, 10:58
jetzt sind also wieder die Experten am Wort... also: 1. Für wirklich professionelle Hacker gibt es weitaus lohnendere Ziele, als PSN-Accounts!

2. Irgendjemand im Fahrwasser der hoffnungslos überschätzten Kindertruppe Anonymous, mit offensichtlich mehr Fähigkeiten als der Verein verzogener Pickelkinder, hat es geschafft, dem Erzfeind Sony eins aus zu wischen. Mittlerweile wird diesen die Tragweite ihres kleinen Abenteuers bewusst und die Armen sitzen verschreckt zu hause in ihren Kinderzimmern und starren die Tür an.
2. Kreditkartendaten wurden nicht oder nur verschlüsselt entwendet und selbst wenn, würde jeder Versuch, diese zu nützen, eine unübersehbare Spur legen.
3. SELBSTVERSTÄNDLICH werden Meldungen über verdächtige Kontobewegungen eingehen - nennen wir es: die Gunst der Stunde nutzen.
4. Weiter mit den Verschwörungstheorien verwirrter PC-Helden.
5. bin betroffen - so what?

dr. surfer
12
29.4.2011, 11:10

sony mitarbeiter?

1. dieser hack wird als einer der größten hacks in die geschichte eingehen, falls sony wirklich dazu gezwungen wird die kartensperraktion durchzuführen.

und NUR darum geht es professionellen hackern!

2. sony mitarbeiter?

3. sony mitarbeiter?

4. sony mitarbeiter?

5. sony mitarbeiter?

M. C. Escher
10
29.4.2011, 11:09
sry für Ungereimtheiten - musste das Ding wegen Platzproblemen mehrmals umstellen.

machen wir also korrekt weiter bei:
7. Die Burschen kennen jetzt also meine "sensiblen" Daten, wie Name, Adresse, Stadt...
Verzeihung, aber: das hätten sie auch billiger haben können!
8. Der einzige, der aus dieser Affäre Schaden davon tragen wird, ist Sony - wenn man mal von der Unannehmlichkeit, nicht auf das PSN zurückgreifen zu können absieht. Der dürfte allerdings gewaltig ausfallen.
9. Der Rest ist Schadenfreude, Forenmeldungen von "Sonyfreunden", und die Hoffnung der Hosensch....r auf den Weltuntergang.

VI SHU
00
29.4.2011, 13:53
uiii

1.) da ist jemand seeehr frustriert^^
2.) da hat jemand original NULL ahnung

M. C. Escher
10
29.4.2011, 14:03

das tut mir leid für sie.
Beides.
Im Übrigen unterhalte ich mich nicht mit Trollen.
und tschüss!

VI SHU
01
29.4.2011, 14:15

fragt sich, wer hier trollt...

Elef
02
29.4.2011, 11:08

Was gibt es für lohnendere Ziele als einen schlecht geschützten Online Store mit massig Kreditkarteninformationen?

Elef
00
29.4.2011, 10:22

Wo werden verschlüsselte Kreditkarteninfos eigentlich wieder entschlüsselt? Ich kann sie ja glaube ich als Benutzer wieder einsehen, oder? Wird das dann auf der PS3 entschlüsselt? Dann könnte sich der Hacker ja einfach daheim ein fake PSN aufbauen und alles entschlüsseln? Oder hab ich einfach keine Ahnung?

dr. surfer
10
29.4.2011, 10:08

die Kreditkartendaten waren als plaintext (klartext) gespeichert, und keineswegs verschlüsselt, wenn man den Hackerforen trauen kann...Sony sollte endlich zugeben, dass alle Kreditkartendaten entwendet wurden und seine Kunden zur Sperrung dieser auffordern inkl. Kostenübernahme!

M. C. Escher
10
29.4.2011, 10:28
"...wenn man den Hackerforen trauen kann"

ist das eine ernst gemeinte Frage?

dr. surfer
00
29.4.2011, 11:00

es handelt sich dabei nicht um eine frage, sondern um eine zweifelhafte feststellung. deswegen auch die (...) anstelle eines (?).

SagServus
00
29.4.2011, 10:28

Wenn alle Kreditkartendaten gestohlen worden wären, dann müsste Sony die Kreditklarteninstitute verständigen damit die automatisch die Karten sperren und tauschen.

dr. surfer
00
29.4.2011, 11:06

das kommt schon noch, sony setzt derzeit auf die strategie abwarten und hoffen, dass die bösen buben und mädchen nicht mit den karten einkaufen gehen.

irgendwann nach ein paar tausend betrugsfällen werden sie dann mit der wahrheit herausrücken und sich entschuldigen....

immerhin würde es sich bei so einer groß angelegten sperraktion um einen schaden von ca. 1 Mrd. € handeln. 38 Mio. Kunden * 30 € Sperrgebühr.

augenscheinlich ist die TEPCO firmenpolitik, die in japan allgemein gültige.

Nr.3645
00
30.4.2011, 10:10
Mengenrabatt

bei einer so großen zahl bekommen die sicher ordentlich Rabatte ;)

SagServus
01
29.4.2011, 11:29
augenscheinlich ist die TEPCO firmenpolitik, die in japan allgemein gültige.

Hast eh recht.

Weil die Kreditkarte ist ja gleichzusetzen ob man jetzt Jodtabletten einnehmen muss oder nicht.

Desweiteren können die Kreditkartendaten nur aus den Accounts direkt ausgelesen werden. Sonst bleiben sie verschlüsselt.

Dschingis
10
29.4.2011, 09:09
schwachsinn

gestern hatte meine Schwester bei Sony angerufen wegen 30 fehlgeschlagenen Loginversuchen auf GMX.

Dort wurde sie abgewimmelt da sie ja keine Email bekommen hat in der stand das sie betroffen war.

Zwei Stunden später: 2000€ abbuchung von den Bahamas und weitere ~70 Loginversuche auf ihrem Account.

Ein weiterer Anruf bei Sony: Sie entschuldigen sich es kann ja doch ein Fehler auftreten & sie bkeommt irgendeinen Bonus für den PSN store...

Ich will jeden anhalten die Abbuchung zu beobachten. da sehr wohl Kreditkarteninfos gestohlen wurden!!!

DieFizinuss
00
29.4.2011, 09:24

...dein ernst?
also ich verwende generell nicht die gleichen passworte für sensible accounts und "play" accounts.

Dschingis
11
29.4.2011, 09:34
jop mein ernst

aber soviel zu der Meldung "Kreditkarteninformationen waren verschlüsselt".

SagServus
00
29.4.2011, 10:08

Die Kreditkarteninfos waren auch verschlüsselt und liegen auf einer anderen Datenbank.

Das Problem ist nur, das die Kreditkartendaten mit dem PSN Account sichtbar werden.

Nur muss man sich dafür auch bei jedem Account einloggen.

Und bei 77 Millionen Accounts braucht man etwas lange um diese abzuklappern.

LeO Gscheit
 
00
29.4.2011, 10:28
braucht lange ???

77 mio datensätzen zu durchkämmen, samt programm schreiben und etc. sollte wohl nicht mehr als 5-6 Stunden dauern (wenn man mal d. ersten Zugang gefunden hat).

Und dann kannst hoffen, dass Dich der Zufallsgenerator f.d. Auswahl nicht rauspickt.

SagServus
00
29.4.2011, 10:52

Das ist glaube ich nicht so leicht wie du dir das vorstellst.

Denn die 77 Millionen Datensätze kannst nicht einfach am PC durchklappern lassen sondern musst es auf der PS3 machen.

Sprich du müsstest ein Programm bzw CFW schreiben das:
- Die maximal Accountanzahl von 16 Accounts auf der PS3 aushebelt oder nach jeder Durchsuchung den Account wieder löscht
- Automatisiert immer einen neuen Benutzer mit den gewonnen Login-Daten und Passwörtern anlegt
- automatisiert die Accountverwaltung dann nach den kreditkartendaten durchforstet

VI SHU
00
29.4.2011, 13:55
looool

wie meinen? kk-db entschlüsseln ginge nur via der ps3? oh gott, lass hirn vom himmel regnen bitte!!!!

SagServus
00
29.4.2011, 14:47

Sie sollten das gelesene auch verstehen bevor sie mit Beschimpfungen um sich werfen.

VI SHU
00
29.4.2011, 15:23

und du solltest nicht zu themen posten von denen du wenig bis null ahnung hast. als nächstest behauptest wahrscheinlich noch, dass eine db2 oder ora bei sony auf einer ps3 gehostet wird omg

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