CIA in Guatemala-Putsch von 1954 verwickelt

18. Mai 2003, 10:00
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USA bekennen sich zu bisher geheim gehaltenen Dokumenten - Großgrundbesitzer und US-Konzern verbündet gegen Landreform

Washington - Das US-Außenministerium hat die Verwicklung des Geheimdiensts CIA in den Putsch in Guatemala vor 49 Jahren in die offizielle Geschichtsschreibung der USA aufgenommen. Das Ministerium veröffentlichte einen Band mit bisher geheim gehaltenen Dokumenten, die die Rolle der CIA beim Sturz des linksgerichteten guatemaltekischen Präsidenten Jacobo Arbenz 1954 dokumentieren.

Der Geheimdienst habe den Staatsstreich als Teil seines Kampfes gegen den Kommunismus geplant, geht daraus hervor. Bereits 1951 habe der CIA einen Plan zur Entmachtung von Arbenz ausgearbeitet, der nach der Bodenreform von 1952 umgesetzt worden sei. Die Elite der reichen Großgrundbesitzer in dem mittelamerikanischen Land sowie das in Guatemala tätige US-Agrarunternehmen United Fruit hatten als Hauptbetroffene die Landreform entschieden abgelehnt.

Ein vor 20 Jahren vom Außenministerium veröffentlichter Dokumentenband zur Guatemala-Politik der USA hatte die Rolle des CIA bei dem Putsch verschwiegen. Die Bände erschienen in der Reihe "Foreign Relations of the United States", in der das Ministerium regelmäßig Dokumente zu diplomatischen Missionen und zur Außenpolitik veröffentlicht. Darin werden auch vormals geheim gehaltene Dokumente nach Ablauf langjähriger Fristen zugänglich gemacht. (APA)

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    Archivbild eines von der CIA unterstützten Rebellenkommandos

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