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Klagenfurt/Wien - Dass man bei einer Fahrt mit den ÖBB in keinem Zug, sondern einem Bus sitzt, ist im Süden Österreichs mittlerweile keine Seltenheit mehr. "Genießen Sie die Schiene auf Rädern" verspricht die Bahnwerbung. Was stimmen mag - wenn man einen Platz in diesen Bussen bekommt. Und das ist speziell für kurzentschlossene Reisende mitunter unmöglich.
Denn der im Zwei-Stunden-Takt verkehrende Bus zwischen Klagenfurt über Wolfsberg nach Graz hat insgesamt nur 74 Sitzplätze - 60 Stück in der 2. und 14 in der 1. Klasse. Zu den Stoßzeiten kann es da eng werden. Zum Beispiel in einem Bus am Ostermontag. Insgesamt 62 der Plätze waren bereits reserviert, in Wolfsberg wollten 14 Personen mit ihren Tickets zusteigen. Und das waren zwei zu viel.
Länger unterwegs
Da es im buslichen Fernverkehr keine Stehplätze geben darf, mussten also zwei Möchtegern-Passagiere zurück bleiben. Der Chauffeur konnte nur zwei Alternativen anbieten: Mit einem anderen Bus samt Umsteigen nach Graz zu gondeln - mit deutlich längerer Fahrzeit. Oder zwei Stunden auf den nächsten Bus zu warten - ohne Gewissheit, ob einem dort ein Sitzplatz gewährt wird.
Christoph Posch, ÖBB-Sprecher in Kärnten, kennt das Problem. "Aber ein Sitzplatz ist nur mit einer Reservierung sicher", bedauert er. Dass zwei Beförderungswillige aufgrund der begrenzten Sitzanzahl in jedem Fall zurückbleiben mussten, selbst wenn sie den Willen zur Reservierung gehabt hätten, gesteht er ein. Ein Extra-Bus würde sich aber für zwei Personen, die im Bahnjargon als "Überfrequenz" bezeichnet werden, nicht auszahlen.
Eine Busfahrt will also exakt geplant sein - am besten Tage im Voraus. Was manche Kunden aber daran stört: Mit einer Vorteilscard kostet die Strecke Wolfsberg-Graz im Internet 7,9 Euro. Die Reservierung kommt auf drei Euro - also eine Preissteigerung von dezenten 38 Prozent. (DER STANDARD Printausgabe, 28.4.2011)
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Ich versteh den Text nicht. Im Text steht nichts davon, dass die Personen eine Reservierung hatten und nicht einsteigen durften, die Überschrift behauptet aber genau das. Wenn der Inhalt der Überschrift falsch ist dann ist da nichts Falsches dran und shcon gar nicht etwas Neues, bei Zügen kommt es regelmäßig zu dieser Thematik, wenn die Züge überfüllt sind und geräumt werden müssen.
Wenn der Artikelinhalt falsch ist oder ich etwas überlesen habe, dann würde ich das Problem verstehen ...
Natürlich ist es ein Problem, aber wenn der Zug überfüllt ist und schon mehr Leute drinnen sind als drin sein dürften - was soll man sonst machen? Es ist nicht so einfach möglich, wie sich manche vorstellen, einefach zusätzliche Waggone dranzuhängen.
Ich war selber zum Glück noch nie von so einer Räumung betroffen, aber was soll man machen, wenn der Zug zu voll ist, um abfahren zu können und man kein zusätzliches Wagenmaterial hat, dass man bereitstellen kann? Dieses Risiko ist mir lieber als die Alternative, dass man nur mehr zuggebundene Fahrkarten kaufen kann, was die einzige Alternative zu eventuellen Räumungen ist, die mir einfällt.
Gepäck, dafür hat man keinen sitzplatz oder noch ärger: gar keinen platz! Und für sitzplatz zahlt man mit vorresevierung extra. Ärgerlich, vor allem, wenn es so vorhersehbar ist für die Veranstalter!
An einem bekannt starken Reisetag ist ein Bus voll, weshalb 2 Reisende vor die entsetzliche Wahl gestellt wurden, entweder einen anderen Bus mit Umsteigen nehmen zu müssen, oder zu gambeln und eine Ewigkeit von 2 Stunden auf den nächsten Bus mit eventuell freien Plätzen zu warten.
In der Tat ein Schicksalsschlag, den man nicht mal seinem schlimmsten Feind wünschen möchte.
Warum wird eigentlich keine kostenlose automatische Reservierung eingeführt? Vorallem im Fernverkehr wäre das doch sinnvoll.
In China habe ich das aber auch schon im Nahverkehr gesehen - wenn man ein Ticket kauft wird einem automatisch ein Platz zugewiesen - vor allem das Einsteigen wird dadurch auch sehr effizient. Wobei ich jetzt nicht weiß wie es bei Pendlern mit Monatskarte gehandhabt wird? Hat irgendjemand Erfahrungen welche Systeme besser funktionieren?
es geht schlimmer :
mein >Liebling< SNCF verschickt zum Beispiel regelmässig Züge in die falsche Richtung.
Letztes Jahr z.B. zwei TGVs vor Weihnachten und den Nachtzug Barcelona - Zürich/Milano, letzterer ist übrigens REGELMÄSSIG betroffen. da werden die garnituren geteilt und ¨der teil, der nach A fahren soll fährt nach B und umgekehrt.
auch innerfrz. Nachtzüge werden oft falsch destiniert.
Muss irgendwie witzig sein, wenn Sie am Morgen aus dem Fenster schauen und das Meer ist nicht rechts der Fahrtrichtung (weil sie eigentlich nach Nizza wollen, sondern links (weil Sie Richtung Perpignan unterwegs sind).
Auch die Rekordverspätung von 11h (bei einer Fahrzeit von 12h) wird ihnen nicht so schnell jemand nachmachen.
Nachdem wir leider regelmäßig auf den IC-Bus Graz-Wolfsberg-Klagenfurt angewiesen sind, freue ich mich über diesen Artikel, der das Problem gut schildert. Wir können uns nie drauf verlassen, dass 1. die Bahn den Anschluß zum Bus (ca 6 Min Umsteige-Zeitfenster) erwischt und 2. dass wir überhaupt einen Platz im möglicherweise letzten Bus am Tag finden.
Beschwerde bei ÖBB sinnlos.
Danke für den Artikel
und mit dem sommerticket, für das man einmalig 69 euro zahlt (letztes jahr zumindest) und dann "gratis in ganz österreich" fahren kann, MUSS man beim intercity graz-klgf die reservierungsgebühr entrichten. Laut buschauffeur würde sich das mit dem Sommerticket sonst zu schnell rentieren...
Die Alternative dazu, an starken Tagen eben reservieren zu müssen, sind Tickets mit Bindung an einen bestimmten Zug. Das kann kein (regelmäßiger) Bahnfahrer wollen. Aber Hauptsache, wir sehen uns wieder einmal darin bestätigt, dass bei den ÖBB alle total unfähig sind.
Im Gegensatz zur Nachtreisezugverbindung dieser und einer anderen Strecke nach Italien haben sich die ÖBB jedoch gegen den Betrieb der Zugverbindung mit eigenen Mitteln entschieden ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Intercitybus
5 Busse, die offensichtlich nicht ausreichen, statt zwei Zügen, wo es derlei Probleme nicht gibt und Anschlüsse in Venedig sicher eingehalten werden können.
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