Russischer Transporter zur ISS gestartet

27. April 2011, 17:30
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"Progress"-Frachter hat rund 2,6 Tonnen Nachschub an Bord

Moskau - Mit Nahrungsmitteln und Ersatzteilen sowie privater Post an Bord ist ein russischer Versorgungstransporter zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Das unbemannte Raumschiff vom Typ "Progress" bringe rund 2,6 Tonnen Nachschub zur ISS, wie die Flugleitzentrale nahe Moskau am Mittwoch nach Angaben russischer Agenturen mitteilte.

Der Progress-Frachter dockt nach zweitägigem Flug am Freitag an. Etwa zeitgleich soll in den USA die Raumfähre "Endeavour" zur ISS starten. Derzeit arbeiten drei Russen, zwei US-Amerikaner sowie ein Italiener auf der Raumstation.

Neuauflage für Weltraumtourismus

Vor dem Abheben des Frachters vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur erinnerte die Raumfahrtbehörde Roskosmos an den historischen Start des ersten Weltraumtouristen vor zehn Jahren. US-Unternehmer Dennis Tito zahlte 20 Millionen US-Dollar (heute umgerechnet 13,6 Millionen Euro), um am 28. April 2001 für sechs Tage ins All zu fliegen.

Von 2013 an werde Roskosmos wieder Plätze für Weltraumtouristen reservieren, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Seit 2001 waren sieben Privatleute in Sojus-Kapseln von Baikonur aus zum Außenposten der Menschheit rund 350 Kilometer über der Erde aufgebrochen. Zuletzt lebte 2009 der kanadische Geschäftsmann Guy Laliberte kurz auf der ISS. Weltraumtourismus-Pionier Tito sagte vor kurzem, er habe vor seinem Flug viel Überzeugungsarbeit leisten müssen. "Man traute es mir körperlich nicht zu. In Russland beträgt das Durchschnittsalter für Männer 57 Jahre, und ich war damals schon 60. Damit war ich für manche Roskosmos-Experten statistisch gesehen eigentlich schon tot." (APA/red)

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