Ortsdaten

Apple: Betreiben kein iPhone-Tracking, Fehler passiert

28. April 2011, 08:20

Mit Software-Update soll unter anderem Aufzeichnung auf sieben Tage beschränkt werden

Der Bericht zweier IT-Experten, dass unter iOS 4 die Standortdaten der iPhone-Nutzer für mehrere Monate in einer unverschlüsselten Datei gespeichert bleiben, hat in den vergangenen Tagen für helle Aufregung unter Nutzern und Datenschützern gesorgt. Nachdem in den USA nun auch eine Sammelklage gegen Apple eingereicht wurde, hat der Konzern aus Cupertino nun offiziell Stellung bezogen.

Zu wenig Aufklärung

In der Aussendung, die sich zehn häufig gestellten Fragen zur Ortsdatenspeicherung widmet, dementiert Apple den Standort des jeweiligen Geräts zu protokollieren. "Apple hat das nie getan und hat keine Pläne es jemals zu tun." Schnelle und korrekte Location-Informationen zur Verfügung zu stellen und dabei Sicherheit und Privatsphäre zu erhalten sei ein sehr komplexes Unterfangen. Die Nutzer seien nun verwirrt, da die Entwickler dieser neuen Technologien inklusive Apple die Nutzer zu dem Thema nicht genügend aufgeklärt hätten.

Datenbank für genauere Ortsbestimmung

Das iPhone protokolliere den richtigen Standort des Nutzers nicht mit, so Apple. Man betreibe aber eine Datenbank mit den Standorten von WLAN-Hotspots und Mobilfunkanlagen in der Nähe des aktuellen Aufenthaltsorts des iPhones, um Apps die genaue Postion möglichst schnell zur Verfügung stellen zu können. Die Position ausschließlich mit GPS zu bestimmen könne mehrere Minuten dauern. Ergänzt durch die Daten von WLAN-Zugangspunkten und Mobilfunkanlagen könnten einerseits GPS-Satelliten schneller gefunden werden, andererseits lasse sich so die Position annähern bestimmen, wenn GPS nicht verfügbar sei. Die Berechnungen würden in Echtzeit am iPhone angestellt basierend auf einer Crowd-Sourced Datenbank von WLAN-Hotspots und Mobilfunkmasten. Diese Datenbank wiederum werde von Millionen von iPhones gespeist, welche die Standorte anonymisiert und verschlüsselt an Apple übertragen.

Speicherung am iPhone

Ein Teil dieser Datenbank sei auf jedem iPhone gespeichert. Dieser sei, wie Apple eingesteht, nicht verschlüsselt und werde jedes Mal bei einem Backup auch am Computer abgespeichert. Beim Backup könnten Nutzer selbst entscheiden, ob es verschlüsselt sein soll oder nicht. Die Daten, welche die beiden Forscher mit ihrem Tracker-Tool ausgelesen konnten, würden die Standorte von WLAN-Zugangspunkten und Mobilfunkanlagen in der Nähe des iPhones anzeigen, nicht aber den korrekten Aufenthaltsort des Users. Die Daten würden wie erwähnt anonymisiert an Apple übertragen, weshalb eine Identifizierung nicht möglich sei. An Drittanbieter wie App-Entwickler und Werbeunternehmen würde der Standort nur bei ausdrücklicher Zustimmung der User weitergegeben.

Fehler passiert, Software-Update versprochen

Für ein nächstes Software-Update verspricht Apple, dass einerseits die Location-Datenbank mit dem Backup nicht mehr auf den Rechner übertragen werden soll. Andererseits handle es sich um einen Fehler, dass die Standortdaten von bis zu einem Jahr gespeichert blieben. Das soll ebenfalls mit einem Update behoben werden. "Wir glauben nicht, dass das iPhone mehr als sieben Tage dieser Daten speichern muss", heißt es in der Aussendung. Auch handle es sich um einen Bug, wenn die Daten trotz deaktivierter Ortungsdienste weitergesammelt würden. Die Aktualisierung soll das unterbinden. Das Update soll bereits in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Im nächsten großen Release von iOS (damit ist vermutlich iOS 5 gemeint) soll die Standortdatei zudem von Haus aus am iPhone verschlüsselt sein. (red)

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Posting 1 bis 25 von 289
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Metusalem
 
00
was anscheinend niemanden stoert ist das:

wer ein Apple Handy kauft offenbar fuer so bloede gehalten wird, das man getrost seine Daten abgreifen und auch noch auf seine eigenen Kosten uebermitteln kann. Und was das Handy weiter so auf meine Kosten treibt will mir eh keiner verraten.

Ruben Weil
00
29.4.2011, 23:50
Bei A1 ist "leider" auch ein Fehler passiert ...

http://www.trendsderzukunft.de/bewegungs... 009/12/21/

Mr.Blacky
23
28.4.2011, 23:35
Kurze Frage an die Meisten hier:

Wovor scheißt ihr euch so an?! Wollt ihr einfach nur laut schreien und grundlos mit dem Finger zeigen oder gibt's für eure Hysterie auch einen plausiblen Grund? Ein Poster hat vorgeschlagen, man solle seine gespeicherten Ortsdaten online stellen und ich hab ihm sogar geschrieben, wo ich letztens war. Bin mal gespannt, was er mit dieser Info anstellen will! Ein anderer hat gemeint, er könne herausfinden, wo ich gerade bin! Da ich nichts mehr von ihm gehört hab, muß ich wohl davon ausgehen, daß er es wohl doch nicht rausfinden konnte.
Also nochmal die Frage: Gibt's irgendeinen plausiblen Grund sich so aufzupudeln oder geht's einfach nur um's Prinzip? Oder ist es einfach nur, weil's Apple ist? :)

Hobin Rood
00
28.4.2011, 23:36

Letzteres. Schätze ich. Was sonst?

Mr.Blacky
13
29.4.2011, 00:03

Vor allem der Punkt, das die Daten lokal gespeichert werden und so von anderen möglicherweise eingesehen werden könnten, wird gern gebracht!
Ich stell mir gerade zwei Hacker vor, die sich gerade Zugang zu einem Rechner verschafft haben:
Hacker 1:"Cool, scheint ein Reicher zu sein! Bestellungen im Wert von mehreren tausend Euro und hat auch netterweise seine Kreditkarteninformationen gespeichert! Wie wär's wenn wir ihn mal ein bisschen um sein Geld erleichtern?"
Hacker 2:"Nö, schaun wir und lieber an, wo der Typ so war in letzter Zeit!
Hacker 1:"Yeah! lol"

undalleswirdgut
10
29.4.2011, 11:42
... und wenn der Hacker z.B. ihre Frau ist?

... aber alles was Sie schreiben ist kurzsichtig. Sie finden Vorratsdatenspeicherung sicher auch ganz super, die Fekter war die beste Innenministerin und KHG der beste Finanzminister ... und unser mit den mundanapplegenähter Kampfposter stimmt ihnen zu, wie nicht anders zu erwarten ist ...

rolin
00
29.4.2011, 13:10

Es besteht doch ein riesiger Unterschied zw. der Vorratsdatenspeicherung und der Speicherung der Daten auf einem Smartphone. Beim einen geht's um den Eingriff des Staates in die Privatsspaehre (und das scheint basierend auf der Anzahl der Posts hier niemanden zu interessieren) und beim anderen geht's um die Eigenverantwortung des Konsumenten selbst, seine Daten zu schuetzen und sein Mobile nicht zu verlieren!

Mr.Blacky
01
29.4.2011, 11:53
Was soll schon sein, wenn der Hacker meine Frau ist?

Ihr Kommentar macht keinerlei Sinn!

Hobin Rood
10
29.4.2011, 06:48

:-)

Freigeist
11
28.4.2011, 12:58
diese erklärung erklärt wenigstens, warum die daten nicht stimmten

viel panik um nichts

da halte ich die datenweitergabe an die polizei (wie tomtom) für bedenklicher. zwar auch dort anonymisiert, aber dafür präzise und zum nachteil der benutzer.

Pirx2
11
28.4.2011, 13:37
Keinwesegs!

Die Daten brauch noch (!) nicht vollständig zu stimmen. Apple baut erstmal ein globales Koordinatennetz von Non-GPS-Punkten auf. (WLAN-Accesspunkte, etc)

Das flächendeckende, geheime Tracken - mit oder ohne GPS-Daten - und Speichern von Geräten, Orten und Aktivitäten könnte Apple jederzeit beginnen.

"Trust us" sagte schon G.W.Bush jr.

Argumentationslinie: Autovergleich
00
29.4.2011, 12:19

Natürlich bauen sie ein Koordinatennetz auf. Das ist jetzt aber nicht soo das Geheimnis. Google und Skyhook machen das schließlich auch.

Zwecks dem A in AGPS wärs zB gwesen..

http://www.macworld.com/article/1... works.html

opryde
32
28.4.2011, 14:36

und warum sollte apple sowas machen?

Hobin Rood
40
28.4.2011, 15:11

Apple ist böse. Das reicht doch. ;-)
Nein, im Ernst, ich glaube, das sind Projektionen. Die eigenen miesen Gedanken (oder Geschäftspraktiken von Google etc.) werden auf jemand anderen (hier Apple) projiziert und dann bekämpft. Je mehr man das bewusst macht oder anspricht, desto heftiger wird die Gegenwehr. Aus Angst vor der eigenen "Schlechtigkeit".

opryde
30
28.4.2011, 15:38

ich halte apple jetzt auch nicht für das weisse kreuz, aber gerade sowas würde überhaupt keinen sinn ergeben. die datenbank ist weitgehend wertlos, da könntens gleich mit dartpfeilen auf eine straßenkarte schiessen.

Hobin Rood
30
28.4.2011, 16:30

Richtig.

Parsec10
01
28.4.2011, 12:09
Jeden Tag ein neuer Datenskandal!

Schluss damit! Die Daten der Nutzer MÜSSEN geschützt werden, sonst sollen die Unternehmen zahlen!
Die Unternehmen verkaufen unsere Namen, Adressen, Telefonnummern, Standortdaten und Kaufverhaltensprofile und kommen ungeschoren davon!?

Mathias Mayrhofer
21
28.4.2011, 11:56

mir kommt vor, als ob hier vor lauter gebashe niemand checkt worums geht! das ist vergleichbar mit wardriving über die cloud und alle phones machen mit! selbst wenn ihr die funktion ausschaltet, wissen die die position, nur wenn man wlan aktiv hat und der nachbar (oder jemand der auf der strasse vorbeigeht) liefert die gps koordinaten für deine ssid. sicher kann mich der mobilfunkbetreiber auch triangulieren, aber mit dem hab ich wenigstens einen vertrag, der ihm nicht erlaubt mit den daten unanständiges zu machen.

opryde
11
28.4.2011, 12:07

das hat doch mit wardriving nichts zu tun, denn ios logged nur wifis mit, in die man sich aktiv einwählt, abgesehen davon geht da gar nichts in die cloud.

the man they couldn't hang
02
28.4.2011, 15:44
du hast echt keine ahnung wovon du ...

blubberst:
http://www.spiegel.de/netzwelt/... 17,00.html

das ist fakt!

J-131
03
28.4.2011, 13:04

falsch.

ich hab mir DB von einem arbeitskollegen angschaut.
es waren über 400 WLAN Macadressen gespeichert.

laut seiner angabe hatte er sich nicht in die WLANs eingewählt.

es wäre auch etwas heftig sich innerhalb 11 Monate in 27.000 Wlans einzuwählen (die zahlen aus dem "orginal" proof of Concept video). das entspräche 70 einwahlen am tag.

MM kann man handelt es tatsächlich um eine art Wardriving.

opryde
11
28.4.2011, 14:37

meinen infos nach logged es nur mit, wenn es verbunden war. solltest du recht haben, dann geht es mit wardriving konform, korrekt.

the man they couldn't hang
11
28.4.2011, 15:44
deine infos sind falsch!

Mein Postingname bietet keine Angriffsfläche
12
28.4.2011, 11:46
Prof. Dr. Dr. Manfred Zsak
00
28.4.2011, 12:31

Mapple =D

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