Zumtobel will mit LED wachsen

27. April 2011, 11:55
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Sommerer setzt auf Trend zum Energiesparen - 19 Prozent des weltweiten Strombedarfs für Beleuchtung verwendet

Wien - Der börsenotierte Vorarlberger Leuchtenhersteller Zumtobel will in den nächsten Jahren dank des anziehenden Marktes für LED-Lampen und der asiatischen Wachstumszonen den Umsatz um zehn Prozent hochdrehen. Die EBIT-Marge soll bis zu den Jahren 2014/15 auf über 10 Prozent ansteigen. Bei der Bekanntgabe der Zahlen zum dritten Quartal Anfang März hatte Zumtobel erklärt, für das laufende Geschäftsjahr 2009/10 eine EBIT-Marge von über 6 Prozent zu erwarten. Das nun angestrebte organische Wachstum soll aus dem Cash-Flow finanziert werden, Akquisitionen würden derzeit keine anstehen, wären aber nicht ausgeschlossen, so Zumtobel-Chef Harald Sommerer am Mittwoch vor Journalisten.

Die bisherige Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent des Nettoergebnisses will das Unternehmen beibehalten. Der Anteil von Forschung und Entwicklung (F&E) gemessen am Umsatz soll mit rund 5 Prozent konstant bleiben, ebenso die Investitionen bei rund 5,5 Prozent. Die Nettoverschuldung von zu Jahresbeginn 145 Mio. Euro soll mittelfristig deutlich reduziert werden, so der Vorsatz. Einen Partner suche das Unternehmen aber nicht.

Schrittweise Verbesserung bei Ertragskraft

Die Ertragskraft des Unternehmens werde sich angesichts der "signifikanten Investitionen" nur schrittweise verbessern, teilte Sommerer mit. Er will in den kommenden Jahren das Vertriebsnetz deutlich ausbauen und die Zahl der dort Beschäftigten um 285 Personen erhöhen. Wachstum sieht Sommerer insbesondere in China, Indien und Südostasien. Aber auch das Engagement in Nordamerika soll erheblich ausgebaut werden. Das Unternehmen betreibt mit 7.700 Mitarbeitern - davon 2.400 in Österreich - 22 Produktionsstätten auf vier Kontinenten. In Österreich soll die Zahl der Beschäftigen in nächster Zeit um rund hundert Personen steigen.

Als Wachstumstreiber sieht Sommerer die LED-Technologie. Diese würde voll dem Trend zum Energiesparen entsprechen - immerhin würden 19 Prozent des weltweiten Strombedarfs auf Beleuchtung entfallen. Bis 2014/15 will Zumtobel ein Drittel des Umsatzes mit LED-Produkten erwirtschaften, derzeit sind es erst 6 Prozent. Für einen Massenmarkt seien die LED-Lampen aber mit einem Preis von 30 bis 50 Euro noch weit zu teuer. Damit auch der Kunde im Baumarkt zu LED greift, müssten die Preise im einstelligen Bereich liegen, so Sommerer. (APA)

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