Der Gewinn stieg um 34 Prozent auf 50,8 Millionen Pfund
Der britische Chip-Designer ARM profitiert kräftig vom Smartphone-Erfolg. Mit seiner in Handys dominierenden Halbleiter-Technologie machte ARM im ersten Quartal ein überraschend gutes Geschäft. Der Gewinn stieg um 34 Prozent auf 50,8 Millionen Pfund (rund 57 Millionen Euro), wie das in Cambridge ansässige Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich demnach um 26 Prozent auf 116 Millionen Pfund (rund 130 Millionen Euro). Analysten hatten bei beiden Kennzahlen niedriger kalkuliert. Für 2011 bekräftigte das Unternehmen seinen Optimismus: Mit dem Umsatz würden mindestens die Markterwartungen erfüllt. Microsoft arbeitet derzeit an einem Betriebssystem für ARM-Prozessoren, womit der Konkurrenzdruck auf Platzhirsch Intel wächst.
Partner
Anfang Januar war der langjährige Intel-Partner Microsoft auf die ARM-Technologie eingeschwenkt und hatte damit dem Erfolgskurs der Briten neue Impulse gegeben. ARM hat Lizenzen für sein Halbleiter-Design an große Chiphersteller wie Infineon, Qualcomm und Samsung Electronics vergeben. Die auf niedrigen Verbrauch ausgelegte ARM-Technologie steckt auch in Apples Kleincomputer iPad, der den Markt der Tablet-Computer dominiert.
ARM zeigte sich optimistisch für das Gesamtjahr, räumte aber Unsicherheiten wegen des Japan-Bebens ein. Ob sich Lieferschwierigkeiten in der Halbleiterindustrie auch auf das ARM-Geschäft auswirken, lasse sich noch nicht absehen. Das Unternehmen meldet seine Lizenzeinnahmen mit Verzögerung von einem Vierteljahr, so dass sich laut ARM mögliche Folgen erst vollständig im dritten Quartal zeigen werden. (reuters)
Der WebStandard auf Facebook