Dropbox erstickt Ausbau zu Filesharing-Netz im Keim

27. April 2011, 11:31

Dropship verwandelte Online-Speicher in Filesharing-Netzwerk - auf Bitte von Dropbox eingestellt

Die jüngsten Berichte rund um Dropbox haben am Image des populären Online-Speicher-Dienstes gekratzt. Nach Berichten über Sicherheitsprobleme und Kritik an Änderung der Nutzungsbedingungen, werden nun von einigen Seiten Vorwürfe der Zensur erhoben. Auf das Betreiben des Unternehmens wurde das Open Source Projekt Dropship eingestellt, das den Dienst in ein Filesharing-Netz verwandelt hätte, berichtet die PCWorld.

Hintergrund: Sicherheitslücke

Dropship machte sich eine Lücke im System zunutze. Wird eine Datei von mehreren Nutzern hochgeladen, bleibt sie auf den Dropbox-Servern gespeichert und wird zu den Accounts der einzelnen User verlinkt. Das kann beispielsweise bei einem weit verbreiteten PDF-Dokument etwa zur Steuererklärung der Fall sein, selbst wenn die Datei bei den Nutzern unterschiedliche Namen trägt. Für die Nutzer erscheint es so, als wäre die Datei in ihrem persönlichen, privaten Dropbox-Ordner abgelegt. Das duplizierte File wird mittels Checksum Hash identifiziert. Hacker haben vor kurzem herausgefunden, dass sich das System austricksen lässt, um eine solche Datei in ihrer eigenen Dropbox aufscheinen zu lassen.

Filesharing

Auf dieser Lücke baut Dropship auf, um Dateien mit mehreren Nutzern direkt über die Dropbox-Server zu teilen ohne sie jedes Mal herunter- oder hinaufladen zu müssen. Dropbox selbst ermöglicht das Teilen von Dateien über öffentliche Folder, in die man die Files hochladen muss. Das Teilen von Dateien ist im Prinzip also auch mit Dropbox möglich, Dropship hat nur das Prozedere bereitgestellt, wie es einfacher und schneller für mehrere User funktioniert.

Dropship für legales Filesharing

Bei Dropbox war man von der neuen Idee, dass User den Dienst in ein Filesharing-Netzwerk verwandeln, nicht gerade angetan. CTO und Mitgründer Arash Ferdowsi bat daher Dropship-Entwickler Wladimir van der Laan in einem persönlichen Schreiben, den Source Code nicht mehr im Internet zu veröffentlichen. Van der Laan kam der Aufforderung dem Bericht zufolge nach. Doch der Code wurde auch von dem Web-Consultant Dan DeFelippi veröffentlicht. Dieser weigerte sich den Dropship-Quellcode von seinen Servern zu löschen. DeFelippi vertritt in einem Blog-Eintrag den Standpunkt, dass sich Dropbox selbst darum kümmern müsse, wenn Nutzer das System zum Tausch Urheberrechtlich-geschützter Inhalte tauschen. Für Dropship gebe es jedoch unzählige Möglichkeiten der legalen Nutzung.

Lücke geschlossen

Dropbox hat die ausgenutzte Lücke mittlerweile geschlossen, sodass Dropship nun nicht mehr funktioniert. Bei dem Unternehmen fürchtet man die mächtigen Film- und Musiklobbys, die den Dienst wohl sehr schnell ins Visier nähmen, würde es als Filesharing-Netz etabliert. (red)

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Posting 1 bis 25 von 75
1 2
HTK
10

Auch wenn es so ausschaut als ob DropBox das wegen den "Rechte"-Verwertern abgedreht hat, glaube ich die Erklärung ist viel simpler:

Speicherplatz kostet Geld. Im Geschäftsmodell von Dropbox ist Filesharing einfach nicht eingepreist.

Wenn man sich dann auch noch potentiellen Ärger mit den Hollywood Studios spart, fällt die
Entscheidung nicht schwer.

jaeh74
07
28.4.2011, 10:34
Schon Wahnsinn wie sehr die Musik und Filmlobby

Angst verbreiten kann. Das ist eigentlich das wahre besorgnisseregende an dem Artikel !

carpediem99
 
00

warum verwendet man dropbox nicht einfach dafür, wofür es gedacht ist???

jaeh74
00
Weil man vieles damit machen kann und es

die Leute, wie man sieht, auch nützen ?

Fritz Meyer
01
28.4.2011, 07:23
Dropbox erstickt sich höchstens selber.

Diversen Ablegern der Content-Mafia wird Dropbox als Konkurrenz so oder so ein Dorn im Auge sein und man wird ihnen mit der "bösen" Filesharer-Keule DENNOCH jederzeit den Stecker ziehen können.

haarspalter
32
28.4.2011, 15:42

"Content-Mafia"

was genau ist das?

Graf Robert von Donnerstag-Dachsenstein
00
28.4.2011, 18:57

Die Verwertungsindustrie.

Heavyweather
00
27.4.2011, 23:34

Ach...soll sich doch jeder nähmen (sic), was er will...

Occam's Laser
00
29.4.2011, 23:10

das ist kein fehler im artikel, sollte das eine anspielung darauf sein

Mike Webman
00
27.4.2011, 20:34
Dropbox ist unsicher !

Da kannst deine Daten gleich an die CIA schicken.

Dr Don Tango
12
28.4.2011, 13:37

das CIA interessiert sich nicht für Videos in denen sie in Damenunterwäsche zu sehen sind

MV7
00
28.4.2011, 11:32

Und warum?

jaeh74
00
28.4.2011, 10:31
Stichwort Truecrypt ?!

Wer seine Daten nicht sicher ablegt, sollte sich lieber alles handschriftlich notieren und in den Tresor legen. Wobei den kann man aus der Wand reissen und knacken. Bei einem gut verschlüsselten TrueCrypt Container, brauchens da schon nen Boss-Higgins Rechner. Wahlweise könntest auch Seti bitten ob sie dir nicht nen Krypto Alien herbeirufen. Wird aber ebenfalls ein paar Lichtjahre dauern, hoffe du hast nen Cryo Container gemietet.. Achja bringt auch nix, das Gehirn wird da ja zu Matsch. Du siehst schon, .... ;)

trespasser
 
01
28.4.2011, 12:08

Ja, man kann alles relativ sicher ablegen, auch auf unsicheren Stellen. Wäre dem nicht so, wäre das ganze Internet für viele versierte Techniker, Benutzer und so einige Firmen relativ wertlos.

Aber warum ich eigentlich antworte: Ein Lichtjahr ist eine Entfernung und keine Zeiteinheit bzw. Dauer.

Commander Echelon
00
10.6.2011, 05:49
nicht so ganz richtig....

...prinzipiell dauert doch ein lichtjahr auch ein jahr, oder?

Nukularist
00
28.4.2011, 08:44
Achso?

Neuer Nick neues Glück
00
27.4.2011, 22:15

Deshalb habe ich auf Dropbox auch nur Daten, die ich der CIA tatsächlich auf Anfrage gerne zur Verfügung stellen würde.

Prof. Vogel
00
27.4.2011, 19:57

Wäre mir lieber gewesen, wenn Dropbox Augen und Ohren verschloßen hätte..

Franz Josef Lolinger
00
27.4.2011, 19:35

Raubkopierer sind Verbrecher sagt man...

GevatterTod
21
27.4.2011, 13:46
Urheber??

wer erhebt da per Hybris Anspruch auf Schöpfertum?
Nein - eigentlich wird nur das Recht zum Abkassieren beansprucht.
Man müsste einmal in Relation stellen, wieviel an Vor- und Ausbildung der sogenannte Urheber denn gebraucht hat um sein Werk, das er irgendwo aufgeschnappt hat als sein eigenes zu vermarkten.
Siehe Haydn die Kaiserhymne - original ein kroatisches Liebeslied. Weiters will ich nicht von Musik sprechen, da gäbs noch vieles.
Oder im technischen Bereich wo selbst die USA Alexander Graham Bell die Erfinderschaft auf das Telephone absprechen mussten.
Oder die Familie Wright die das Smithsonian wo deren Vogel steht zur Unterschrift zwang niemals zu behaupten daß jemand anders vorher geflogen war, z.B. Ein Herr Weißhaupt oder Whitehead

Christ Kind
00
27.4.2011, 15:40
Bell?

hats eh ned erfunden, das war Marconi, Italien, nicht USA. und die Naehmaschine wurde ah ned von Singer erfunden.

Dein schönster Traum
1235
27.4.2011, 11:40
Das Urheberrecht...

...ist eine Krankheit.

nukularteilchen
11
28.4.2011, 11:36
Bullshit

Es wird nur falsch angewand. Jeder Künstler oder Produzent geistigen Eigentums sollte für sein Schaffen rechtmässig entlohnt werden, nicht aber eine Verwertungsindustrie. Wozu machen sich denn Menschen die Mühe neues zu schaffen? For free? Jeder will doch überleben und das Manna fällt nicht so einfach vom Himmel.

Al Cohole
22
27.4.2011, 19:54
Keineswegs.

Dass es ein Urheberrecht gibt, ist richtig und gut so.
Das große Problem ist nur, wie es gehandhabt wird. Und das ließe sich durch geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen leicht in den Griff bekommen.

Pathos Sanaros
923
27.4.2011, 12:31

sagen die Nicht-Urheber ;-)

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