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Die Rote Nasen Clowndoctors besuchen seit 1994 kranke Kinder im Spital, Erwachsene in Rehabzentren und Senoiren in Geriatriezentren.

Auch alte Menschen werden in den Bann der Rote Nasen Clowndoctors gezogen.

Unverkennbares Markenzeichen der Krankenhausclowns: Die rote Nase.
Helle Möbel, freundliche Farben, Spielbereiche und Leseecken sorgen heute auf modernen Kinderstationen für ein kindgerechtes Umfeld. Die Eltern der kranken Kinder sind über weite Strecken selbstverständlich dabei und werden in die Pflege ihres Kindes miteinbezogen. Geborgenheit finden Kinder im Krankenhaus trotzdem nur selten: Viele fremde Gesichter, zahlreiche Untersuchungen und medizinische Maßnahmen, Essen das nicht immer schmeckt und ungewohnte Tagesrhythmen erschweren den kleinen Patienten das Leben. Nebenbei verursachen Schmerzen und vielleicht auch das Wissen um eine lebensbedrohliche Erkrankung großen Stress.
Dass Lachen der Seele und dem Körper gut tut, hat sich schon herumgesprochen. Aber passt Humor dorthin, wo Schmerz, Trauer und Abschied zu Hause sind? „Absolut, denn auch der kranke Mensch besitzt einen gesunden Anteil, der nach Aufmerksamkeit verlangt", weiß Monica Culen, Gründerin und Geschäftsführerin der Rote Nasen Clowndoctors. In einer Umgebung in der sich alles um Krankheit, Therapien, Medikamente und Untersuchungen dreht, bringen deshalb Rote Nasen Clowns seit 17 Jahren regelmäßig Heiterkeit und Spaß in Österreichs Krankenzimmer.
Ängste und Schmerzen vergessen
Vorsichtiges Klopfen an die Krankenzimmertür - die Clowns treten erst ein, wenn sie hereingebeten werden - die Türe geht langsam auf und eine rote Nase kommt zum Vorschein. Die ernste Spitalswelt wird nun zur Kulisse eines Spiels. „Wir treten in die Phantasie der Kinder ein und verwandeln alles was die kleinen Patienten im Krankenhaus umgibt in etwas lustiges oder spannendes", erzählt Culen davon, wie Polsterzipfel zu Krokodilen oder Kasperlfiguren werden. Die Clowns improvisieren und stellen sich spontan auf jedes Kind und jede Situation ein. Für kurze Zeit sind Schmerzen und Ängste vergessen. Das Lachen bringt Zuversicht und neue Lebenskraft.
Seit den 70 er Jahren beschäftigt sich die Gelotologie mit den Zusammenhängen Lachen und Gesundheit. Anstoß für die Erforschung des Lachens gab die Krankengeschichte des US-Wissenschaftsjournalisten Norman Cousins. Er litt an einer schmerzhaften chronischen Entzündung der Wirbelsäule und seine Aussichten auf Heilung waren äußerst gering. Das Lachen machte er selbst zu seiner Therapie. Mit Erfolg wie sich zeigte: Zehn Minuten herzhaftes Lachen verschafften ihm ein paar schmerzfreie Stunden.
Seit Cousins Erfahrungen haben sich zahlreiche Wissenschaftler mit den körperlichen Folgen des Lachens beschäftigt. So wurde mehrfach bewiesen, dass Lachen die Konzentration der Stresshormone im Blut senkt. Der sinkende Stresslevel wirkt sich günstig auf die Immunabwehr aus, und erleichtert damit den körpereigenen Kampf gegen Bakterien, Viren und Tumorzellen. Andere Forscher wiederum erkannten, dass die schmerzstillende Wirkung des Lachens über die Freisetzung von Glückshormone zustande kommt.
Kunst mit Verantwortung
Geistiger Vater und Leitfigur der Rote Nasen Clowndoctors ist Michael Christensen, Gründer der Clown Care Unit in den USA, der durch seine Kreativität bereits viele kranke Kinder zum Lachen brachte. Wie er, sind auch die Clowndoctors keine Mediziner. Gewöhnliche Spaßmacher sind sie aber ebenfalls nicht, stellen sie sich doch der Herausforderung kranke Menschen zum Lachen zu bringen. Neben dem künstlerischen Talent, muss der Krankenhausclown daher eine große Bereitschaft besitzen, Freude und Liebe zu spenden. „Es ist ein ernsthafter Beruf, auch wenn Lachen und Fröhlichkeit im Vordergrund stehen", betont Culen und ergänzt dass nicht zuletzt deshalb die Auswahl der Clowndoctors eine sehr sorgfältige ist.
Vier Stunden dauert im Schnitt eine Clownvisite im Krankenhaus. Ihre Wirkung ist nachhaltig. „Die Kinder bekommen neuen Gesprächsstoff und das Lachen und die Heiterkeit bleiben noch eine Zeitlang im Zimmer", erzählt Culen. Die Entspannung ist auf der ganzen Kinderstation spürbar, auch beim Pflegepersonal und den Eltern.
Humor tut gut
Was kranken Kindern gut tut, kann auch kranken Erwachsenen nicht schaden. Deshalb arbeiten die Rote Nasen Clowndoctors auch in geriatrischen Pflegeheimen und Rehabilitationszentren. Die Arbeit unterscheidet sich nur in der Art des Humors. „Bei alten Menschen versuchen wir auf humoristische Art die Lebensfreude und Lebendigkeit der Jugend mit Erinnerungen hervorzuholen". Mit Liebesliedern ziehen die Künstler bisweilen alte Menschen in ihren Bann.
Lachen ist keine Frage des Alters, sondern ein Zeichen der Zuwendung zum Leben. Für die Rote Nasen Clowndoctors wird diese sichtbar. Verlassen sie die Krankenzimmer, dann hinterlassen sie viele leuchtende Augen und das Versprechen wiederzukommen. (derStandard.at, 29.04.2011)
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Was sind denn hier für Leute unterwegs??
Angst vor Clowns? Fratzen wie bei "ES"?
Manche Erwachsene tun mir wirklich leid... sich selbst den Humor verbieten und den anderen nicht vergönnen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf...
Auweh...
Sie haben nicht verstanden, dass normale Kranke nicht dauernd daran erinnert werden wollen, wie krank Sie sind.
Vermutlich sind Sie eine Ausnahme und leiden sich schon bei einem leichten Schnupfen fast zu Tode, unter dem gebieterisch geforderten Mitleid aller Frauen im Haushalt.
Solche Männer gibt es.
Nichts gegen Clowndoctors an sich. Super Sache, wenn man wen in einer schwierigen Lage zum Lachen bringen kann!
Allerdings muss auch ich sagen, dass mir Clowns irgendwie unsympathisch sind. Liegt vielleicht auch an McDonalds oder so. Und ich kenne auch Andere, die Clowns ebenso nicht mögen. Ist vielleicht gar nicht so selten.
Es müssten ja eh keine Clowns sein. Geht ja auch sicherlich anders. Aber den meisten Kindern wird's wohl schon gefallen. Sonst wäre das bestimmt mal wem aufgefallen.
...und ich hab mir jetzt vorgenommen, endlich mal am rote nasen lauf teilzunehmen, weil ich auch das spendenkonzept super finde (sponsor zahlt für gelaufene strecke).
http://www.rotenasenlauf.at/nachricht/6
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