Vanek mit Sabres ausgeschieden

27. April 2011, 06:35
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Buffalo erlitt im Entscheidungs­spiel gegen Philadelphia Flyers klare 2:5-Niederlage - Canadiens schafften Ausgleich gegen Bruins - Titelverteidiger Chicago out

Philadelphia - Für die Buffalo Sabres und Thomas Vanek ist die NHL-Saison beendet. Die Sabres mussten sich im Entscheidungsspiel um den Einzug ins Conference-Halbfinale den Philadelphia Flyers am Dienstag 2:5 geschlagen geben. Wie im Vorjahr war damit erneut in der ersten Runde Endstation. Vanek blieb in Philadelphia ohne Scorer-Punkt, bei den Flyers stand Andreas Nödl aufgrund seiner Verletzung erneut nicht im Kader.

Der Vizemeister schaffte im Wells Fargo Center verdient den Aufstieg. Philadelphia deckte Buffalos Goalie Ryan Miller bereits im ersten Spielabschnitt ein, die Statistik von 16:2 Torschüssen sprach Bände. Allerdings ließ der erste Treffer lange auf sich warten. Erst 18,5 Sekunden vor der Drittelpause schlug Braydon Coburn zu. Die Flyers erhöhten ihren Vorsprung dann kontinuierlich und lagen zu Beginn des Schlussdrittels nach Toren von Danny Briere, James van Riemsdyk und Ville Leino bereits 4:0 voran.

Ausfälle

Bei Buffalo machten sich schließlich die verletzungsbedingten Ausfälle von Tim Connolly und Jason Pominville bemerkbar. Derek Roy und Jochen Hecht fehlte bei ihren Comebacks sichtlich die Spielpraxis. Auch Vanek konnte sich nicht entscheidend in Szene setzen. "Es war teilweise ein Mangel an Erfahrung in solchen Situationen", meinte Sabres-Coach Lindy Ruff. Die Chance habe man bereits im sechsten Spiel vergeben. "Da hatten wir es in der Hand, aber nicht genutzt."

Vanek: "Frustrierend"

Thomas Vanek sah die Niederlage in der schwachen Leistung im ersten Drittel begründet. "Sie haben uns auf dem falschen Fuß erwischt. Ryan Miller hat uns im Spiel gehalten. Aber wir haben die Lücke nicht schließen können und sie (Philadelphia) haben ihre Chancen im Powerplay genutzt. Es war frustrierend", meinte der Steirer nach der Niederlage gegenüber Journalisten.

Die Sabres hätten bis auf das Spiel sieben einen ebenbürtigen Gegner abgegeben. Ausschlaggebend sei die Niederlage im sechsten Duell vor eigener Kulisse gewesen. "Das ist, was am meisten ärgert. Wir hatten es in der Hand und haben die Chance liegengelassen", erklärte Vanek. "Es ist sehr enttäuschend. Aber das Team hat hart gearbeitet und ich denke, dass uns viele Leute das nicht zugetraut hätten. Wir haben unser Bestes gegeben, aber es hat nicht gereicht."

ÖEHV hofft auf WM-Einsatz von Vanek

Ob Vanek nun auch ab dem Wochenende bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei für Österreich einlaufen wird, war Mittwochmittag noch offen. Der ÖEHV hat seinen Star jedenfalls kontaktiert.

Die Flyers müssen noch auf den kommenden Gegner warten. Entschieden wird dies im siebenten Spiel zwischen den Boston Bruins und den Montreal Canadiens am Mittwoch. Sollte Boston siegen, trifft Philadelphia auf die Bruins. Gewinnen die am Dienstag 2:1 erfolgreichen Kanadier, wartet der Sieger der Serie zwischen den Pittsburgh Penguins und Tampa Bay Lightning (Stand ebenfalls 3:3).

Titelverteidiger Chicago verpasst Sensation

Die Sensation verpasste indes Titelverteidiger Chicago. Die in der Serie gegen die Vancouver Canucks bereits 0:3 zurück gelegenen Blackhawks mussten sich im Entscheidungsspiel gegen die Kanadier mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben. Alexandre Burrows schoss das beste Team der regulären Saison im Showdown in Vancouver mit seinem zweiten Treffer des Abends nach 5:22 Minuten der "Overtime" eine Runde weiter.

Zuvor hatte Chicago zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit den Ausgleich durch Jonathan Toews in Unterzahl geschafft. Die Blackhawks wären nach Philadelphia (2010), den New York Islanders (1975) und Toronto (1942) erst das vierte Team in der Geschichte der NHL-Play-offs gewesen, das nach einem 0:3-Rückstand in der Serie noch eine Runde weiter gekommen wäre. Vancouver trifft nun auf die Nashville Predators. (APA/Reuters)

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    Selbst der starke Sabres-Goalie Ryan Miller (li) konnte die Playoff entscheidende Niederlage nicht verhindern.

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