Faule Kredite in Kasachstan

26. April 2011, 17:37
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Bank Austria half Osttöchtern mit Garantien

Wien - Garantien aus der Wiener Bank-Austria-Zentrale für faule Kredite bei Töchtern in Kasachstan und im Baltikum ersparten diesen noch höhere Wertberichtigungen. Ohne diese Garantieleistungen wären 2010 die Verluste in Kasachstan (163,4 Mio. Euro) und im Baltikum (32,7 Mio. Euro) fast doppelt so hoch gewesen.

Die Garantieleistungen gehen aus dem endgültigen Geschäftsbericht der Bank Austria hervor. Laut Banksprecher Martin Halama wurden diese Garantien erstmalig für diese beiden Länder gewährt, um die lokalen Tochterbanken dort zu unterstützen. Bei der Tochterbank in Kasachstan (ATF) wurde nach dreimaligen Firmenwertabschreibungen (insgesamt mehr als 770 Mio. Euro) fast die Hälfte des seinerzeitigen Kaufpreises abgeschrieben.

In Kasachstan seien 2010 alle Ertragskomponenten gegenüber Vorjahr abgesackt, sodass schon das operative Ergebnis schmal ausfiel (17 Mio. Euro). "Davon waren 187 Mio. Euro an Kreditrisikovorsorgen abzuziehen, heißt es im Bericht, sodass sich "erneut ein Fehlbetrag in Höhe von 163, 4 Mio. Euro (einschließlich in Wien gebuchtes Kreditrisiko: 402 Millionen Euro) ergab". (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.4.2011)

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