RePriv soll Privatsphäre und Personalisierung besser vereinbar machen – Infos über Surfverhalten werden lokal gespeichert
Entwickler von Microsoft Research arbeiten an einem Browser, die die Privatsphäre der User besser schützen soll, gleichzeitig aber die Personalisierung von Web-Diensten ermöglicht. Mit RePriv sollen Nutzer besser kontrollieren können, welche Informationen Websiteanbieter abfragen, berichtet die Technology Review.
Surfverhalten analysieren
Der RePriv-Browser erfasst ähnlich wie bei Googles Interest Based Ads das Surfverhalten und ermittelt daraus die Hauptinteressen des Nutzers. Diese bleiben allerdings stets lokal gespeichert. Darüber, welche Daten gesammelt werden, behält der User die Kontrolle. So kann er auch selbst bestimmen, welche Informationen an Websites weitergegeben werden.
Interessen werden bei Zustimmung übertragen
Beim Besuch einer Website werden in einem Pop-up die angeforderten Daten aufgelistet. Der User kann nun zustimmen oder verbieten, dass die Daten bereitgestellt werden. Bei Zustimmung werden nur die Interessen, nicht die gesamten Informationen des Surfverhaltens übermittelt. So können beispielsweise Anbieter von Videodiensten Informationen über
die Filmvorlieben der Nutzer sammeln. Diese Daten können bei
Zustimmung der Nutzer etwa beim Beusch einer Kinokartenseite weitergereicht werden.
Hindernisse
RePriv würde deutlich weniger Informationen herausgeben, als das heute
etwa mit Cookies der Fall sei. Damit der Ansatz aufgeht, müssen einerseits Nutzer ständig zustimmen oder ablehnen, ob Daten übertragen werden. Hier besteht die Gefahr, dass Nutzer auf die Dauer genervt sind und automatisch allen Anfragen zustimmen, wobei noch mehr persönliche Informationen als zuvor übertragen würden. Andererseits müssten die Websitebetreiber ebenfalls mitspielen. Hier zeige der Trend jedoch eher in die Richtung, dass Nutzerdaten in der "Cloud" gespeichert werden, auf die RePriv keinen Zugriff hat. (red)
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