RePriv

Microsoft arbeitet an Browser mit besserem Privacy-Schutz

26. April 2011, 15:09

RePriv soll Privatsphäre und Personalisierung besser vereinbar machen – Infos über Surfverhalten werden lokal gespeichert

Entwickler von Microsoft Research arbeiten an einem Browser, die die Privatsphäre der User besser schützen soll, gleichzeitig aber die Personalisierung von Web-Diensten ermöglicht. Mit RePriv sollen Nutzer besser kontrollieren können, welche Informationen Websiteanbieter abfragen, berichtet die Technology Review.

Surfverhalten analysieren

Der RePriv-Browser erfasst ähnlich wie bei Googles Interest Based Ads das Surfverhalten und ermittelt daraus die Hauptinteressen des Nutzers. Diese bleiben allerdings stets lokal gespeichert. Darüber, welche Daten gesammelt werden, behält der User die Kontrolle. So kann er auch selbst bestimmen, welche Informationen an Websites weitergegeben werden. 

Interessen werden bei Zustimmung übertragen

Beim Besuch einer Website werden in einem Pop-up die angeforderten Daten aufgelistet. Der User kann nun zustimmen oder verbieten, dass die Daten bereitgestellt werden. Bei Zustimmung werden nur die Interessen, nicht die gesamten Informationen des Surfverhaltens übermittelt. So können beispielsweise Anbieter von Videodiensten Informationen über die Filmvorlieben der Nutzer sammeln. Diese Daten können bei Zustimmung der Nutzer etwa beim Beusch einer Kinokartenseite weitergereicht werden.

Hindernisse

RePriv würde deutlich weniger Informationen herausgeben, als das heute etwa mit Cookies der Fall sei. Damit der Ansatz aufgeht, müssen einerseits Nutzer ständig zustimmen oder ablehnen, ob Daten übertragen werden. Hier besteht die Gefahr, dass Nutzer auf die Dauer genervt sind und automatisch allen Anfragen zustimmen, wobei noch mehr persönliche Informationen als zuvor übertragen würden. Andererseits müssten die Websitebetreiber ebenfalls mitspielen. Hier zeige der Trend jedoch eher in die Richtung, dass Nutzerdaten in der "Cloud" gespeichert werden, auf die RePriv keinen Zugriff hat. (red)

Der WebStandard auf Facebook

Feisal das Scheusal
00
Interessen werden bei Zustimmung übertragen

oder wenn der CIA es wünscht.

Facebook jedenfalls hat da wenig Probleme mit dem CIA - unabhängig von den Privacy-Einstellungen im Browser. Google und Yahoo! haben ebenfalls eine "offene Schnittstelle" zum CIA, was wiederum den Julian Assange auf den WikiPlan gerufen hat. In seinem leiwanden Video-Interview lässt er kein gutes Haar an den Heimatschützern...

http://www.doppelklicker.de/Julian_As... 704.0.html

derKlocker
00
27.4.2011, 15:35

naja grundsätzlich ist es gut, und ich bin voll dafür, das was unternommen wird, aber ich glaube das sich die browser und die, die daten haben wollen, sich auch weiterentwickeln werden und auch so zu den daten kommen werden.

werwolfi
01
26.4.2011, 23:37

"etwa beim Beusch einer Kinokartenseite"

einer beuschlfilmseite? ;o)

"Hier besteht die Gefahr, dass Nutzer auf die Dauer genervt sind und automatisch allen Anfragen zustimmen"

tja, eine mögliche reaktion wenn man genervt ist wäre auch, alles grundsätzlich *abzulehnen*.

und wenn so ein system nicht im laufe der zeit meine vorlieben lernt und so immer schon einen vernünftigen vorschlag macht oder/und man voreinstellungen wie "paranoid" oder am anderen ende der skala "a scho wurscht" treffen kann, ist es auf lange sicht sinnlos.

in cider
01
26.4.2011, 21:25

pfeif auf den privacydreck!
machts lieber mal nen browser auf dem level der anderen liegt!

Mathias
 
00
26.4.2011, 21:04
RePriv-Browser soll mehr Privatsphäre bei gleichzeitig stärkerer Personalisierung von Web-Services bieten.

Ein totaler Wiederspruch in sich! Doch wen interessiert das noch? "Wollt ihr das totale Internet?" ...

bonetree
00
26.4.2011, 19:04

Klingt nach einem Versuch P3P wiederzubeleben.

schwarz ist das neue blau
01
26.4.2011, 16:06

langer artikel, kurzer sinn: alles für die katz!

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